{"id":10072,"date":"2024-04-12T11:00:49","date_gmt":"2024-04-12T11:00:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=10072"},"modified":"2024-04-12T18:50:28","modified_gmt":"2024-04-12T18:50:28","slug":"2024-eine-festrede-gegen-krieg-und-zerstoerung-fuer-gerechtigkeit-frieden-und-bewahrung-der-schoepfung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=10072","title":{"rendered":"2024 &#8211; Eine Festrede gegen Krieg und Zerst\u00f6rung, f\u00fcr Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch\u00f6pfung"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wien-4-24-4-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wien-4-24-4-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10086\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wien-4-24-4-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wien-4-24-4-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wien-4-24-4-1152x1536.jpg 1152w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wien-4-24-4-1536x2048.jpg 1536w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wien-4-24-4-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-container-2 wp-block-gallery-1 wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped\"><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><em>Festrede zur Verleihung des Florian Kuntner-Preises 2024 am 12. April 2024 in Wien<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sehr geehrte Festg\u00e4ste!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;Eine Ehre&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem mein Beitrag als \u201eFestrede\u201c tituliert ist, m\u00f6chte ich Sie auch als \u201eGeehrte\u201c ansprechen, wobei die Ehre, ein Begriff, den ich zwar aufgrund seiner Konnotation mit einer ganz anderen Ideologie verkn\u00fcpfe und meist vermeide, freilich nicht mir gilt, sondern den Personen und Initiativen, die im Anschluss an meine Festrede zurecht, wie ich meine, mit dem Florian-Kuntner-Preis geehrt werden. Eine andere Ehre m\u00f6chte ich zu Beginn meines Vortrags doch noch hinzuf\u00fcgen, weil es mich ehrt, hier zu sein, und ich bedanke mich zun\u00e4chst ganz herzlich f\u00fcr die Einladung.  Die Ehre verkn\u00fcpfe ich aber zuallererst mit Bischof Kuntner.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bischof Florian<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Bischof Florian verbinden mich einige wichtige Jahre der Zusammenarbeit, in denen ich an der Bundesstelle der Kath. Jugend als Bundessekret\u00e4r f\u00fcr die Kath. Jugend und Kath. Jugend Land \u00d6sterreichs t\u00e4tig sein konnte und in diesem Zusammenhang auch immer wieder mit der Koordinierungsstelle zu tun hatte. Vor allem denke ich daran, wie ich mit Bischof Florian gemeinsam bei den Vorbereitungen der ersten \u00d6kumenischen Versammlung f\u00fcr Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch\u00f6pfung in Basel im Jahr 1989 aktiv sein konnte. Ich war damals vor allem f\u00fcr Friedensfragen der Kath. Jugendorganisationen zust\u00e4ndig und als Pazifist und Antimilitarist gab es in der Bischofskonferenz nur zwei Personen, die die friedenspolitischen Optionen der Kath. Jugend \u2013 sei es gegen den Krieg am Golf und dann sp\u00e4ter die Kriege im ehemaligen Jugoslawien oder gegen eine NATO- bzw. WEU-Anbindung \u00d6sterreichs, f\u00fcr eine Verbesserung des Zivildienstes und eine gewaltfreie Soziale Verteidigung inclusive dem Aufbau von Friedensdiensten \u2013 nicht einfach bei Seite schoben oder vergeblich versuchten zu verbieten. Bei Bischof Kuntner aber auch bei Kardinal K\u00f6nig hatten wir als Kath. Jugend immer ein offenes Ohr und wohlwollende Zustimmung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Konziliare Prozess<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In meinem Vortrag jetzt m\u00f6chte ich bewusst nicht auf die Fragen von Krieg und Frieden in einem engeren Sinne eingehen, sondern ihren Zusammenhang sehen, wie wir es \u2013 auch mit Bischof Florian Kuntner \u2013 im konziliaren Prozess f\u00fcr Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch\u00f6pfung taten. Gerechtigkeit-Frieden-Sch\u00f6pfung \u2013 mehr als vor fast exakt 35 Jahren bei der Versammlung in Basel, bei der ich mit Bischof Kuntner war, sehen wir heute, wie diese drei Bereiche zusammenh\u00e4ngen. Es ist vor allem Papst Franziskus, der in der Enzyklika Laudato Si vor 8 Jahren und k\u00fcrzlich im Apostolischen Schreiben Laudate Deum auf diese Zusammenh\u00e4nge von Frieden und Entwicklung und Sch\u00f6pfungsbewahrung aufmerksam macht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein- und Ausblicke vom Zuckerh\u00fctl<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte Sie aber zun\u00e4chst einladen, mit mir auf einen Berg zu steigen. Dort war ich am Samstag mittags vergangener Woche. Das Zuckerh\u00fctl. Nicht irgendein Berg. Der h\u00f6chste in den Stubaier Alpen. Eine imponierende und sehr steile Eis-Fels-Gestalt. Rund um das Gipfelkreuz war der Schnee r\u00f6tlich braun \u2013 jene sandbraune Farbe, die man auch am Gletscher darunter sehen konnte. Es war Sahara-Staub, den die s\u00fcdwestlichen H\u00f6henstr\u00f6mungen immer wieder in die Alpen bringen. Ich war in Tirol; ich war auf 3505 Metern; mit meinen Gedanken war ich zugleich in jenen L\u00e4ndern, aus denen dieser feine Sand kam, der \u00fcber Libyen wehte, \u00fcber das Mittelmeer, \u00fcber den Apennin, und der Sand \u00fcberzog in diesen Fr\u00fchlingstagen die Landschaften Europas. Ich dachte inmitten von Schnee und Eis und Felsen an die Sahara: an die zunehmende Desertifikation, das Ausbreiten der W\u00fcste aufgrund des Klimawandels. Inmitten der Stubaier Eisriesen dachte ich an die L\u00e4nder s\u00fcdlich der Sahara, flog mein Geist in die Sahelzone, in dem sich die katastrophalen Konsequenzen von Klimawandel, von kapitalistischer Ausbeutung, von Rohstoffkriegen und Massenmigration b\u00fcndeln und sich gegenseitig verst\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fernblick in die Sahelzone<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und da k\u00f6nnten wir jetzt, hier am Stephansplatz in Wien, in dieser feierlichen Stunde &nbsp;nachdenken und reden \u00fcber die Kriege s\u00fcdlich der Sahara, in Mali, in Niger, im Tschad. Weit mehr werden dort Menschen in bewaffneten Auseinandersetzungen t\u00e4glich get\u00f6tet als in der Ukraine heute, weit mehr selbst als im Gaza-Streifen. Aber wir denken dar\u00fcber zu wenig nach und wir reden auch nicht dar\u00fcber, \u00fcber die L\u00e4nder, aus denen der Sahara-Staub zu uns kommt. Aus Mali. Ein Land mit einer Milit\u00e4rregierung, ein Land, das fossile Energie f\u00fcr Europa liefert. Aus Liberia. Ein Land mit einer Milit\u00e4rregierung. Aus dem Tschad. Ein Land mit einer Milit\u00e4rregierung. Aus Niger. Ein Land mit einer Milit\u00e4rregierung. Aus Burkina Faso. Ein Land mit einer Milit\u00e4rregierung. L\u00e4nder, die einen gro\u00dfen Teil ihrer nationalen Budgets f\u00fcr Waffen ausgeben, die von Europa und Russland geliefert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Migration und Asylrechte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu uns kommt nicht nur der Sahara-Staub. Die zentrale Frage ist, und dies wurde erst vorgestern im Europ\u00e4ischen Parlament in einem neuen Asyl-Pakt besprochen, wie geht es mit den Fl\u00fcchtlings- bzw. Migrationsbewegungen weiter, die Folge der instabilen Verh\u00e4ltnisse sind, die Folge der Erderhitzung sind, die Folge von einem \u2013 Zitat Papst Franziskus \u2013 Raubtierkapitalismus sind und auch Folge von unserem eigenen Egoismus, den wir jeden Tag neu an den Tag legen, und Folge von einer Politik, die nicht willens ist, die Probleme wirklich anzupacken und kl\u00e4glich versagt. Der Sand kann ungest\u00f6rt und ungehindert mit den H\u00f6henstr\u00f6mungen zu uns kommen. Nicht so die Fl\u00fcchtlinge, f\u00fcr die an den Grenzen der Europ\u00e4ischen Union Auffanglager errichtet werden. Der Sand kann fliegen \u2013 bis hinauf auf das Zuckerh\u00fctl. Viele der Fl\u00fcchtlinge ertrinken im Mittelmeer. Die Zahl der Bootsfl\u00fcchtlinge wird jetzt, da das Mittelmeer wieder ruhiger wird, ansteigen. Allein 13.000 Fl\u00fcchtlinge sind in den ersten Monaten des Jahres 2024 auf den Kanaren gelandet, weitere 13.000 sind \u00fcber das Mittelmeer gekommen, 4000 strandeten auf Zypern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ressourcenfluch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Saharastaub kommt nur an bestimmten Tagen nach Europa, t\u00e4glich aber kommen die Rohstoffe aus der Sahelzone: das \u00d6l f\u00fcr die heimischen Maschinen und Motoren, das Uran f\u00fcr die Atomkraftwerke in Europa, bestimmte Lebensmittel, die entlang des \u00c4quators besonders gedeihen und wachsen, wof\u00fcr an der Elfenbeink\u00fcste die Regenw\u00e4lder abgeholzt werden und das Wasser f\u00fcr Lebensmittel fehlt, die die Bev\u00f6lkerung vor Ort so dringend br\u00e4uchte, um nicht hungern zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Sahel leben mehr als 300 Millionen Menschen. 80 Prozent der Menschen in der Sahelzone leben von weniger als zwei Dollar pro Tag. Das Bier, das ich im Anschluss an die Skitour auf der H\u00fctte trinken werde, wird mehr als das Doppelte kosten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schoko-Osterhase erz\u00e4hlt vom globalen S\u00fcden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In meine Gipfeljause hatte ich eine selbstgemachte Mischung aus N\u00fcssen, getrockneten Fr\u00fcchten und einem zerkleinerten Schokoosterhasen. Wo wohl die Kakaobohnen wuchsen, fragte ich mich. Mit meinen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern hatte ich oft \u00fcber solche Zusammenh\u00e4nge gesprochen, die seit kurzem mit dem Begriff \u201eLieferketten\u201c ein neues Framing bekommen haben. Es war ein Hase eines Schweizer Nahrungsmittelkonzerns \u2013 und ich wusste: nur ein Prozent des Preises bekommt ein Kakaobauer irgendwo in einem der L\u00e4nder am \u00c4quator, ich wusste, und Sie alle hier wissen es, dass die meisten Kakaobauern und ihre Familien sich mit dem kl\u00e4glichen Ertrag nicht aus der Armut befreien k\u00f6nnen. Hatte meine Schokolade ihren Ursprung in der westafrikanischen Elfenbeik\u00fcste? Wahrscheinlich wohl tr\u00e4gt sie dazu bei, dass Regenw\u00e4lder abgeholzt werden und enorme Mengen an Wasser abgezweigt werden. Trotzdem schmeckte mir die Schoko, weil sie mir eine liebe Person schenkte, die es gut mit mir meint. Kognitive Dissonanz \u2013 oder Leben in Ambivalenzen, so mein Sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt k\u00f6nnte ich einen ganzen Vortrag f\u00fcllen nur zum Thema Schokolade, nur \u00fcber die Abh\u00e4ngigkeiten, die damit produziert werden, aber auch \u00fcber die M\u00f6glichkeiten, selbst mit diesem Produkt Alternativen f\u00fcr ein \u00f6kologisch-sozial-entwicklungspolitisch-soziales Produktions- und Handelssystem aufzuzeigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>N\u00fcsse und ihre Geschichte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich k\u00f6nnte, wie ich es bei meiner Zuckerh\u00fctl-Jause auch tat und wie ich es mit Ihnen hier und jetzt auch wieder machen k\u00f6nnte, \u00fcber die weiteren Lebensmittel nachdenken: \u00fcber die Cashew-N\u00fcsse \u2013 kommen sie aus Afrika? Es ist doch bekannt, dass afrikanische Cashews einen geradezu absurden Umweg haben, bis sie in unseren Gesch\u00e4ften landen und ein paar davon nun auf 3505 m mir neue gesunde Energie geben. Man k\u00f6nnte es in den entsprechenden Foren nachlesen, wie die Verarbeitung geschieht: R\u00f6sten, D\u00e4mpfen, Knacken, Sortieren und H\u00e4uten der N\u00fcsse findet fast ausschlie\u00dflich in Indien und Vietnam statt, was ihre Klimabilanz deutlich verschlechtert. Die Verarbeitung ist nicht ungef\u00e4hrlich, da Cashewschalen ein giftiges \u00d6l enthalten, welches schwere Ver\u00e4tzungen hervorrufen kann. Und die Erdn\u00fcsse? Und die getrockneten Bananen? Auch hier w\u00e4re eine Verfolgung von Lieferketten wie ein Schl\u00fcssel, um die Fragen von Frieden-Entwicklung-Klima besser zu begreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorsichtig und langsam steigen wir die bis zu 50-Grad steile Ostflanke hinunter. Vor uns st\u00fcrzen f\u00fcnf Menschen ab und zum Gl\u00fcck sind nur zwei schwerer verletzt. Aber das ist nicht das Thema jetzt. Was an diesem Tag selbst in dieser H\u00f6henlage so sp\u00fcrbar ist, ist die Erw\u00e4rmung der Erde. Laut Messungen ist der Fernau-Gletscher, \u00fcber den wir abfahren, allein im letzten Jahr um 68 Meter zur\u00fcckgegangen. Aus den Felsw\u00e4nden l\u00f6sen sich schon jetzt Anfang April Steine von den Felsw\u00e4nden, weil der Permafrost auftaut. Laut dem EU-Klimawandeldienst Copernicus war der M\u00e4rz 2024 weltweit w\u00e4rmer als jeder vorherige M\u00e4rz seit Aufzeichnungsbeginn.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verstrickt in ambivalente Seinswirklichkeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich k\u00f6nnte beginnen nachzuerz\u00e4hlen, was in dieser Welt, in der wir, so wie wir hier sind, sind, mit meinem Namensphilosophen Heidegger zu sprechen, vom Seienden in einer Seinswirklichkeit. Wie diese Welt ist, in die wir verstrickt sind, aus globaler Perspektive betrachtet, das wissen wir, das ist uns so bewusst, dass wir es gerne verdr\u00e4ngen, und verdr\u00e4ngten wir es nicht immer wieder, so l\u00e4ge unsere psychische Gesundheit gef\u00e4hrdet irgendwo zwischen Depression und Burnout.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch, es sei mir gestattet, m\u00f6chte ich ein paar der global-lokalen Seinszust\u00e4nde noch kurz benennen, und bitte euch, nicht hinzuh\u00f6ren, wenn es eurem festlich gestimmten Gem\u00fcte heute abtr\u00e4glich w\u00e4re. Es ist eine zugegeben sehr plakative Reise um diesen so bedrohten wunderbaren Planeten Erde.<\/p>\n\n\n\n<p>Von au\u00dfen blicke ich auf diesen Planeten und bin doch gleich mittendrin. Von au\u00dfen blicke ich nach Afrika, den ganz gro\u00dfen Kontinenten, blicke ich hin\u00fcber nach Lateinamerika, nach Asien, und auch auf uns, die wir hier in Wien, in \u00d6sterreich, in Europa leben und handeln. Ich blicke auf Kontinente voll Reichtum und voll von Verarmung, voll von Ressourcen, um die Kriege gef\u00fchrt werden, voll wunderbarer Landschaften und voll von Zerst\u00f6rungen. Ermutigt mich dieser Blick mit Blick auf die Gegenwart und auf das, was uns die Wissenschaft voraussagt? Nein, so muss ich gestehen! Ich habe Angst um diese Welt. Mein zweites Enkelkind ist gerade vor drei Tagen geboren worden. Welche Zukunft werden meine beiden Enkel Noah und Niels haben? Drei Themenbereiche m\u00f6chte ich nennen, die doch zugleich alle drei zutiefst in Interaktion und Interdependenz miteinander stehen \u2013 was Gefahr und zugleich Chance ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das erste Thema Klima, Erderhitzung und die Zerst\u00f6rung der Lebensgrundlagen<\/strong>Am&nbsp;7.&nbsp;April 2024, war der Earth-Overshoot-Day, also vor weniger als einer Woche&nbsp;war in \u00d6sterreich der Tag erreicht, an dem der menschliche Rohstoffverbrauch hierzulande nicht mehr durch die Bildung neuer Ressourcen gedeckt werden kann \u2013 das hei\u00dft, wir leben seit einer Woche auf Kosten nachfolgender Generationen. Ein alarmierendes Zeichen daf\u00fcr, dass wir unseren Planeten \u00fcbernutzen und dringend Ma\u00dfnahmen ergreifen m\u00fcssen, um unseren \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck zu verringern.<\/p>\n\n\n\n<p>Da gibt es aber auch Menschen und Organisationen, die Alternativen aufzeigen, die von einem Konsumverzicht sprechen, die nicht mehr mit Flugzeugen fliegen oder auch nicht mehr ein Auto kaufen. Da gibt es die vielen Ans\u00e4tze auf lokaler Ebene von Share-Economy oder solidarischer Landwirtschaftsinitiativen. Auch die Alternativen sprie\u00dfen wie der L\u00f6wenzahn in den Fr\u00fchlingsmonaten durch die Ritzen im Asphalt des Konsums und der Zerst\u00f6rung.<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal mehr steht in einem der j\u00fcngsten IPCC-Berichte, dass der Klimawandel eine Bedrohung f\u00fcr das menschliche Wohlergehen und die planetare Gesundheit sei. Das Zeitfenster, in dem eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft f\u00fcr alle gesichert werden kann, schlie\u00dft sich rapide. Fast die H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung, das sind 3,6 Milliarden Menschen, leben laut Weltklimarat in Regionen, die besonders vom Klimawandel betroffen sein werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ermutigend, wenn der Europ\u00e4ische Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte in dieser Woche festlegte, dass die Menschen ein Grundrecht darauf h\u00e4tten, dass ihre Regierungen sie vor den Folgen des Klimawandels sch\u00fctzen m\u00fcssten. Die Pflicht der Staaten f\u00fcr einen effektiven Klimaschutz ist also einklagbar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thema Migration, Festung Europa oder Asylrechte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch in den vergangenen Wochen wieder h\u00f6rten und lasen wir von Fl\u00fcchtlingsbooten, die im Mittelmeer kenterten, von verzweifelten Menschen, die t\u00e4glich in den Gew\u00e4ssern vor dem europ\u00e4ischen Haus qualvoll ertrinken.<\/p>\n\n\n\n<p>Da gibt es aber auch NGOs, die versuchen die Ertrinkenden zu retten, und sie werden dann als Fluchthelfer diffamiert, wenn sie nur das tun, was jedes Gesetz dieser Welt festschreibt: Menschen in Seenot zu retten. Papst Franziskus hat vom Beginn seines Pontifikats stets aufgezeigt, dass er auf ihrer Seite steht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thema Krieg und Frieden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weltweit steigen die R\u00fcstungsausgaben besonders in den letzten Jahren dramatisch an. Auch in den verarmten L\u00e4ndern des S\u00fcdens. Europ\u00e4ische L\u00e4nder, Staaten der EU, machen gigantische Gesch\u00e4fte mit kriegsf\u00fchrenden Staaten in Afrika, liefern Klein- und Leichtwaffen, die f\u00fcr die meisten Todesopfer verantwortlich sind.<\/p>\n\n\n\n<p>In der EU wurde der sogenannte \u201eStrategische Kompass\u201c beschlossen. Bis zum Jahr 2025 soll ein Aufr\u00fcstungspaket von zus\u00e4tzlich 200 Milliarden Euro umgesetzt werden. Bereits von 2017 bis 2021 sind die EU-Milit\u00e4rausgaben um 30 Prozent gestiegen. Die EU-Staaten werden bis 2025 bis zu 5 mal mehr f\u00fcr milit\u00e4rische Verteidigung ausgeben als Russland.<\/p>\n\n\n\n<p>Statt Entwicklungspolitik wird von den L\u00e4ndern des Nordens Milit\u00e4rpolitik in L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdens gemacht. Man steckt Waffen rein und Munition und Soldaten und r\u00fcstet auf und die Kriegsmaterialienwirtschaft macht gute Gesch\u00e4fte und Blut, sehr viel Blut, klebt an den H\u00e4nden jener, die Waffen produzieren, die mit Waffen handeln, die Waffenexporte erlauben und jenen, die mit diesen Waffen morden und t\u00f6ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Forderung lautet daher: Keine R\u00fcstungsgesch\u00e4fte mit den kriegsf\u00fchrenden Staaten. Entwicklungspolitik statt Aufr\u00fcstung!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klima-Krieg-Entwicklung: untrennbare Zusammenh\u00e4nge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>L\u00e4ngst ist uns allen bewusst, dass die Krisenph\u00e4nomene, von denen ich zuvor sprach, sich wechselseitig beeinflussen, sich verst\u00e4rken, sich bedingen.Es gibt gro\u00dfe \u00dcberschneidungen zwischen L\u00e4ndern, die besonders betroffen sind von den klimatischen Ver\u00e4nderungen und in denen zugleich kriegerische Konflikte verheerend sind. Dazu z\u00e4hlen die bereits genannte Sahelzone Westafrikas aber auch die L\u00e4nder um das Horn von Afrika \u2013 wie \u00c4thiopien, Kenia, Somalia, der Sudan und S\u00fcdsudan. Die extremen Wetterereignisse wie D\u00fcrren und nachfolgende Nahrungsmittelknappheit versch\u00e4rfen die Konflikte. Es gibt den Teufelskreis von Hunger und bewaffneten Konflikten. Hunger wird zum Teil auch gezielt als Kriegswaffe eingesetzt, obwohl dies laut einer UN-Resolution als Kriegsverbrechen bezeichnet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Von der Bundesregierung wird gegenw\u00e4rtig \u00fcberlegt, eine neue Sicherheitsstrategie aufzubauen. Zu erwarten ist, dass die Strategie den Fakten folgen, die gegenw\u00e4rtig von den M\u00e4chtigen geschaffen werden:<\/p>\n\n\n\n<p>Dies bedeutet zuerst Nachr\u00fcstung \u2013 wie es von Nehammer abw\u00e4rts genannt wird \u2013 und dann Aufr\u00fcstung. In der heutigen Tageszeitung wird im Zusammenhang mit dem \u201eGirls Day\u201c und unter dem Slogan \u201eMission vorw\u00e4rts\u201c daf\u00fcr geworben, dass mehr junge Frauen sich dem Heer anschlie\u00dfen \u2013 wahrscheinlich ist dies wohl zugleich auch ein Werbeaufruf f\u00fcr die jungen M\u00e4nner, sich eine milit\u00e4rische Laufbahn zu \u00fcberlegen. Bekannt ist der Spruch von Klaudia Tanner geworden, die meinte, man m\u00fcsse \u00d6sterreich \u201ekriegsf\u00e4hig\u201c werden \u2013 und damit Anleihe nahm beim deutschen Kollegen Pistorius, der von der Kriegst\u00fcchtigkeit Deutschlands sprach.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Handlungsans\u00e4tze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>1.: Wenn wir hier in \u00d6sterreich fast drei Planeten verbrauchen, dann ist ein erster Ansatzpunkt Konsumverzicht, den jeder und jede von uns und jeden Tag wieder \u2013 ganz im Sinne von Laudato Si \u2013 machen kann.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul><li>2.: \u201cSystem change, not climate change\u201d \u2013 diesen Spruch las ich so oft auf den Pappschildern bei den Demonstrationen und Kundgebungen von Fridays for Future. Und diese plakative Aussage stimmt. Wenn wir Frieden und Gerechtigkeit wollen, dann brauch es dringend systemische Ver\u00e4nderungen \u2013 auch ein Ausstieg aus einer kapitalistischen \u00d6konomie. Dann braucht es \u2013 auch ganz im Sinne von Laudate Deum, die politischen und \u00f6konomischen M\u00e4chte, die sich ihrer Verantwortung f\u00fcr ein \u00dcberleben des Planeten bewusst werden m\u00fcssen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul><li>3.: Es kann nicht alles bleiben wie es ist. Eine technokratische L\u00f6sung allein gen\u00fcgt nicht. Symbol ist das E-Auto. Nur der Motor ist anders. Die Idee vom gr\u00fcnen Wachstum ist zuwenig. Es braucht, wie es in Laudate Deum hei\u00dft, auch eine kulturelle Wende, es braucht die Poesie und Musik \u2013 ja, und in all dem auch die Religionen. Aus den heiligen Schriften wissen wir: Wo G\u00f6ttliches im Spiel ist, kann Befreiung gelingen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul><li>4.: Es braucht eine Erh\u00f6hung des heimischen Entwicklungsbudgets. Laut aktuellen OECD-Zahlen z\u00e4hlt \u00d6sterreich weiterhin zu den europ\u00e4ischen Schlusslichtern bei Entwicklungshilfeleistungen beziehungsweise so genannter Official Development Assistance (ODA). Vom internationalen Ziel, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung zu stellen, ist \u00d6sterreich mit nur 0,31 Prozent meilenweit entfernt.<ul><li>BMfF-Bericht vom Oktober 2023 betrugen 2022 die \u00f6ffentlichen Entwicklungshilfeleistungen \u00d6sterreichs lt. Jahresmeldung an die Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) insgesamt 1.756,4 Mio. \u20ac. Davon entfallen auf die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit (EZA) 1.026,7 Mio. \u20ac und auf die multilaterale EZA 729,7 Mio. \u20ac..<\/li><\/ul><ul><li>F\u00fcr das Jahr 2024 wird eine Gesamt-ODA (Official Development Aid) in H\u00f6he von 1.350,0 Mio. \u20ac erwartet. Dies entspricht einer ODA-Quote von 0,27% des BNE. &nbsp;Ich kann mich erinnern, dass wir als Kath. Jugend wie auch im Rahmen der Koordinierungsstelle bereits vor 30 Jahren f\u00fcr die 0,7% eingetreten sind.<\/li><\/ul><ul><li>Es g\u00e4be da eine aktuelle Vergleichszahl, die aufzeigt, wo die Priorit\u00e4ten \u00d6sterreichs aber tats\u00e4chlich liegen: Im Februar 2024, rund um den 2. Jahrestag der Invasion Russlands in der Ukraine und als an die B\u00fcrgerkriegssituation in Wien vor 90 Jahren in Wien erinnert wurde \u2013 haben der ehemalige Infanteriesoldat und jetzige Bundeskanzler Karl Nehammer und Verteidigungsministerin Claudia Tanner stolz verk\u00fcndet, dass um 1,8 Milliarden Euro 225 neue Pandur-Panzer angeschafft werden sollen. Allein f\u00fcr neue Radpanzer wird also im aktuellen Budget 2024 um 500 Millionen mehr ausgegeben als das staatliche Entwicklungsbudget betr\u00e4gt.<br><br><\/li><\/ul><\/li><li>5.: Es braucht tats\u00e4chlich jenes Lieferketten-Gesetz auf internationaler Ebene, das zuletzt so deutlich in Diskussion war und f\u00fcr das sich in \u00d6sterreich kirchliche Organisationen, allen voran die Kath. Jungschar \u00d6sterreichs, so engagiert eingesetzt haben.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Die Sustainable Development Goals als Richtschnur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie k\u00f6nnen wir diese drei Themenbereiche \u2013 Klimagerechtigkeit, Migrationsgerechtigkeit und Friedensf\u00e4higkeit \u2013 am besten in den Griff bekommen. Als politischer Mensch ist es nicht notwendig, selbst neue Ziele und Handlungsstrategien zu entwickeln. Was Not tut und Not wendend ist wurde von kompetenten Gremien l\u00e4ngst festgelegt. Ich denke dabei vor allem an die 17 Ziele f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung, die SDGs, die Sustainable Development Goals.<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Stets werden bei diesem Ansatz \u00f6kologische, soziale, \u00f6konomische und friedenspolitische Dimensionen miteinander verschr\u00e4nkt, die f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung bedeutsam sind.<\/li><li>Um diese Ziele zu erreichen, braucht es eine partnerschaftliche Beziehung zwischen den L\u00e4ndern des Nordens und des S\u00fcdens. Vor allem sind die Industriel\u00e4nder aufgefordert, ihren enormen Ressourcenverbrauch zu drosseln, der zu vielf\u00e4ltigen Krisen in den L\u00e4ndern des S\u00fcdens f\u00fchrt.<\/li><li>Akteure in einem nachhaltigen Transformationsprozess sind zum einen de Regierungen, zum anderen aber auch NGOs, gesellschaftliche Organisationen oder auch \u2013 und das finde ich sehr wichtig \u2013 Individuen.<\/li><li>Die 17 SDGs verlangen nach einem engagierten Verhalten. Fast alle der 17 Ziele haben einen entwicklungspolitischen Anspruch:<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Laudate Deum als Inspiration<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Meinen Vortrag m\u00f6chte ich abschlie\u00dfen mit einem Blick auf das Apostolische Schreiben Laudate Deum von Papst Franziskus und damit nochmals die Grundlinien des Gesagten zusammenfassen.<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Erstens: Papst Franziskus zeigt uns in diesem Schreiben, dass die wichtigste Aufgabe der Kirche darin liegt, f\u00fcr die Welt da zu sein. &nbsp;Gerade im Kontext der Konzentration auf die Fragen der Synodalit\u00e4t ist es notwendig, die andere so notwendige Blickrichtung nicht zu verlieren.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul><li>Zweitens: Der Papst \u2013 und ich zitiere hier w\u00f6rtlich \u2013 sagt: <strong><em>\u201e\u2026 mit der Zeit wird mir klar, dass wir nicht gen\u00fcgend reagieren, w\u00e4hrend die Welt, die uns umgibt, zerbr\u00f6ckelt \u2026\u201c.<\/em><\/strong> Und an anderer Stelle, an der er Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die radikalen Gruppen in der Klimaschutzbewegung signalisiert, sagt er, Zitat, \u201e<strong><em>dass die Zukunft ihrer Kinder auf dem Spiel steht<\/em><\/strong>\u201c. Dieses apokalyptisch wirkende Statement h\u00e4ngt mit jenem ausf\u00fchrlichen Blick zusammen, den der Papst der Klimaforschung bzw. den Reporten des IPCC widmet. &nbsp;<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul><li>Drittens: Bereits in Laudato Si hat der Papst konkret aufgezeigt, dass es an jedem einzelnen und jeder einzelnen liegt, etwas zu tun, damit die prognostizierten Katastrophen nicht eintreten werden, damit eine Klimawende gelingen kann. In Laudate Deum allerdings richtet der Papst die Aufmerksamkeit aber bewusst auf jene, die politische und \u00f6konomische Macht in dieser Welt haben. Er schreibt: <strong><em>\u201eIch kann jedoch nicht bestreiten, dass es notwendig ist, aufrichtig zu sein und anzuerkennen, dass die wirksamsten L\u00f6sungen nicht allein von individuellen Bem\u00fchungen, sondern vor allem von bedeutenden Entscheidungen in der nationalen und internationalen Politik kommen werden.\u201c<\/em><\/strong> (Laudate deum 69)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul><li>Zugleich warnt Papst Franziskus aber auch vor einem ausschlie\u00dflich technokratischen Paradigma als Ausweg an die multiplen Krisen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>So m\u00f6chte ich auch schlie\u00dfen mit einem mir so wichtigen Zitat aus Laudate Deum, Nummer 70: Der Papst schreibt dort, <strong><em>\u201edass<\/em><\/strong><strong><em> es keine dauerhaften Ver\u00e4nderungen ohne kulturellen Wandel gibt, ohne eine Reifung im Lebensstil und der gesellschaftlichen \u00dcberzeugungen, und es gibt keinen kulturellen Wandel ohne einen Wandel in den Menschen.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wien-4-24-4-768x1024.jpg' class='thumbnail' \/>Festrede zur Verleihung des Florian Kuntner-Preises 2024 am 12. April 2024 in Wien Sehr geehrte Festg\u00e4ste! &#8222;Eine Ehre&#8220; Nachdem mein Beitrag als \u201eFestrede\u201c tituliert ist, m\u00f6chte ich Sie auch als \u201eGeehrte\u201c ansprechen, wobei die Ehre, ein Begriff, den ich zwar aufgrund seiner Konnotation mit einer ganz anderen Ideologie verkn\u00fcpfe und meist vermeide, freilich nicht mir&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":10081,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[180,183,181],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10072"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10072"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10072\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10089,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10072\/revisions\/10089"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10081"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10072"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10072"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10072"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}