{"id":10434,"date":"2024-07-15T14:13:23","date_gmt":"2024-07-15T14:13:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=10434"},"modified":"2024-10-20T13:19:30","modified_gmt":"2024-10-20T13:19:30","slug":"dem-stadtleben-entlaufen-und-in-die-natur-eintauchen-hungerburg-gleirschscharte-gleirschspitze-goetheweg-hafelekar","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=10434","title":{"rendered":"Dem Stadtleben entlaufen und in die Natur eintauchen: Hungerburg-Gleirschscharte-Gleirschspitze-Goetheweg-Hafelekar"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-1-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10435\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-1-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-1-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-1-1152x1536.jpg 1152w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-1-1536x2048.jpg 1536w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-1-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Als unfreiwilliger Stadtbewohner sch\u00e4tze ich an Innsbruck, dass es nur ein paar Minuten dauert, um von der Stadt ganz in der Natur zu sein und selbst schulterverletzt noch gen\u00fcgend M\u00f6glichkeiten zu haben, auszubrechen vom dem, was einengt. Die Zeiterfahrung rutscht von der Horizontale in die Vertikale, von der Hektik einer Stadt in die Ruhe des Waldes, vom L\u00e4rm in die Stille. Was ich erfahre, wird mir geschenkt und hat sich jeder \u00d6konomisierung entzogen. Da rutschen meine Gedanken dann wie von selbst zu manch gro\u00dfen philosophischen Konzepten und ich denke an Henry David Thoreau und seinen extremen R\u00fcckzug in die Natur mit dem Streben, \u201edas Leben mit allem Mark aussaugen, damit ich am Ende des Lebens nicht feststellen muss, ich habe gar nicht gelebt.\u201c Die Natur schenkt sich mir mit ihren Kl\u00e4ngen, mit dem Zwitschern der V\u00f6gel im anfangs noch schattigen Wald, mit dem Summen der Bienen in der F\u00fclle an zarten Alpenblumen und dem Wind in Kammn\u00e4he, der an einem hei\u00dfen Sommertag so wohltuend ist. \u201eDie Natur will nichts von mir \u2026\u201c, sprach einst Nietzsche. Sie erzeugt keinen Druck, keinen Bewertungsdruck. Die Dimensionen der Berge lassen mich ganz klein erscheinen und zugleich eingespannt in die planetarischen Weltenl\u00e4ufe. Die Berge sch\u00e4rfen die Aufmerksamkeit und Wachheit &#8211; weil jeder Schritt z\u00e4hlt. Diese Aufmerksamkeit und Wachheit m\u00f6chte in die Tiefen mitnehmen. Zugleich ist mir das mehrfache Privileg bewusst, dass ich so leben kann, und sp\u00fcre eine tiefe Dankbarkeit &#8211; auch f\u00fcr die vielen  Menschen unten in der Stadt, die in so vielen T\u00e4tigkeiten f\u00fcr andere und die Gesellschaft arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Wochen habe ich stets neue Varianten gefunden, um vom Stadtgebiet auf die Nordkettengipfel zu gelangen. Diesmal war es die Variante \u00fcber die Bodensteinalm und dann den ausgesetzten aber guten Steig zur Gleirschharte. Bis dorthin war ich stets allein. Von dort auf die Gleirschspitze (2317 m) ist es dann mit der Bergeinsamkeit vorbei. Kurz bin ich aber allein am Gipfel beim Kreuz. \u201eGleirsch\u201c, abgeleitet vom r\u00f6mischen Wort \u201eglora\u201c f\u00fcr Ger\u00f6ll, passt zu dem Ger\u00f6ll auf den Serpentinen hinauf zum sch\u00f6nen Aluminiumgipfelkreuz, das von Sch\u00fclern der HTL Fulpmes erdacht wurde. 1500 H\u00f6henmeter waren es von der Hungerburg weg. Am liebsten schaue ich von dort oben zu den gro\u00dfen Karwendelgipfeln im Norden und in die T\u00e4ler, die auf der anderen Seite des Stadtgebietes liegen. Unten in der Stadt flimmert die Luft und \u00fcber dem Unterinntal liegt eine grauslich-grau-blaue Smogschicht. Zur\u00fcck geht es dann auf dem Goetheweg zum Hafelekar. Dort bin ich dann in die Welt der Smarthphones und ich komme mir zwischen den Touristinnen und Touristen im babylonischen Sprachengewirr zwischen Japanisch und US-Amerikanisch fremd vor.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-2-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-2-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10436\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-2-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-2-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-2-1152x1536.jpg 1152w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-2-1536x2048.jpg 1536w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-2-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/gleirsch-1-768x1024.jpg' class='thumbnail' \/>Als unfreiwilliger Stadtbewohner sch\u00e4tze ich an Innsbruck, dass es nur ein paar Minuten dauert, um von der Stadt ganz in der Natur zu sein und selbst schulterverletzt noch gen\u00fcgend M\u00f6glichkeiten zu haben, auszubrechen vom dem, was einengt. 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