{"id":10850,"date":"2024-11-12T20:22:32","date_gmt":"2024-11-12T20:22:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=10850"},"modified":"2024-11-14T06:40:18","modified_gmt":"2024-11-14T06:40:18","slug":"ueber-maria-waldrast-und-die-serles-vom-wipptal-ins-stubaital","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=10850","title":{"rendered":"\u00dcber Maria Waldrast und die Serles vom Wipptal ins Stubaital"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/serl-bh-1-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"777\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/serl-bh-1-777x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10851\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/serl-bh-1-777x1024.jpg 777w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/serl-bh-1-228x300.jpg 228w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/serl-bh-1-768x1012.jpg 768w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/serl-bh-1-1165x1536.jpg 1165w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/serl-bh-1-1554x2048.jpg 1554w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/serl-bh-1-scaled.jpg 1942w\" sizes=\"(max-width: 777px) 100vw, 777px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Train-Bike-Hike-Bike. Unsere Runde startet dort, wo wir daheim sind. Mit Rad zum Bahnhof. Mit Zug nach Matrei am Brenner. Wie immer ist es unkompliziert und entspannend, die Anreise mit Zug zu machen. Das Klimaticket und eine Monatskarte f\u00fcr die Radmitnahme f\u00fchlen sich stets gut an. Die Mautstra\u00dfe auf die Waldrast ist ideal zum Aufw\u00e4rmen. Wirklich warm wird uns bei dieser Herbstk\u00e4lte trotzdem nicht. Das Kloster und die Kirche von Maria Waldrast liegen hellangestrahlt zwischen den goldgelben Almwiesen. Mir bleibt noch Zeit f\u00fcr eine Verweildauer in der Wallfahrtskirche. Oft war ich hier, habe Schulgottesdienste vorbereitet und durchgef\u00fchrt. Ganz still ist es in der Kirche. Die Gnadenmadonna ist der Mittelpunkt in dem schwarzh\u00f6lzernen Hochaltar. Die Geschichte dieser kleinen Statue aus Lindenholz habe ich stets gerne meinen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern erz\u00e4hlt, nicht im Sinne von abergl\u00e4ubigen Wundergeschichten, sondern von Verdichtungen religi\u00f6ser Grunderfahrungen. Es gibt die g\u00f6ttlichen Kr\u00e4fte, die uns gerade in Notsituationen aufrichten. So wie der Beginn der Geschichte von Waldrast. Zwei Burschen aus einem Hof unten in M\u00fctzen sollen vernommen haben, dass in einer Linde eine Statue von Maria sich bilde. Dies geschah auch. So wurde f\u00fcr diese Statue eine Wallfahrtskirche errichtet und im 17. Jahrhundert das Kloster der Serviten. Genau 400 Jahre ist es her. Wo fr\u00fcher die Servitenpatres ein kl\u00f6sterliches Leben f\u00fchrten, werden heute im Waldrast Resort G\u00e4ste verw\u00f6hnt. Statt Rosenkranz und Wallfahrtsgottesdiensten werden Yoga-Sessions angeboten, statt Singen von Stundengebeten gibt es Jodelkurse f\u00fcr die G\u00e4ste. Allein bin ich an diesem Vormittag in der Kirche, w\u00e4hrend ich wieder an eine andere Geschichte \u00fcber die Statue denke. Die Nazis wollten sie vernichten. Zwei mutige Burschen sind aber in die schon zwangsgesperrte Kirche durch ein Seitenfenster eingedrungen und haben Maria dann in einem anderen Dorf versteckt, bis der Terror der Nazis ein Ende hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Brunnen vor der Kirche f\u00fcllen Menschen rosenkranzbetend kanisterweise Wasser ab. Es soll rechtsdrehend und besonders heilend sein. Da vertraue ich doch lieber anderen heilenden Kr\u00e4ften, die es wirklich gibt. Den Steig hinauf zur Serles kenne ich fast blind. Zuerst etwas hinauf, dann in einer langen Querung bis unter das Serlesjoch und von dort schlie\u00dflich \u00fcber eine kurze Leiter auf den S\u00fcdr\u00fccken des Serlesgipfels. Die Felsen f\u00fchlen sich jedes Mal noch etwas abgeschmierter an. Jetzt im Herbst sind all die Farben \u2013 das Braun der H\u00e4nge, das Orange der L\u00e4rchenw\u00e4lder, das Gr\u00fcn in den T\u00e4lern und das Blau des Himmels \u2013 noch intensiver geworden. Von der Waldrast bis auf den Gipfel sind es gerade einmal 1100 H\u00f6henmeter. Das ist nicht weit. Da bleibt auch noch Zeit f\u00fcr eine Einkehr auf der Waldrast, um dann die Forstwege \u00fcber das Wallfahrtsj\u00f6chl hinunter in Stubaital zu nehmen. Die m\u00e4chtigen Nordabbr\u00fcche der Serles sind nun direkt einsehbar. \u00dcber Fulpmes und Terfens fahren wir dann \u00fcber die Telfer Wiesn zur\u00fcck nach Innsbruck. Bei der Fahrt durch die Triumphpforte geht der Blick zur\u00fcck auf die formsch\u00f6ne Gestalt der Serles, die sich tiefschwarz vom Abendhimmel abhebt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/serl-bh-1-777x1024.jpg' class='thumbnail' \/>Train-Bike-Hike-Bike. 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