{"id":11566,"date":"2025-09-28T11:47:10","date_gmt":"2025-09-28T11:47:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=11566"},"modified":"2025-09-28T11:47:10","modified_gmt":"2025-09-28T11:47:10","slug":"biotop-in-der-vertikale-kraeuterklettersteig-stafflachwand","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=11566","title":{"rendered":"Biotop in der Vertikale: Kr\u00e4uterklettersteig Stafflachwand"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staffl-7.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staffl-7-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11567\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staffl-7-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staffl-7-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staffl-7-1152x1536.jpg 1152w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staffl-7.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich tr\u00e4gt der Klettersteig bei St. Jodok im Wipptal den Namen \u201ePeter Kofler-Klettersteig\u201c. Viele sprechen von der \u201eStafflachwand\u201c, wenn sie dieses Ziel angehen. Die Klettersteigangaben sind schnell angef\u00fchrt: Es sind weniger als 300 H\u00f6henmeter und dennoch 600 Klettermeter, weil sich die H\u00e4lfte der Route waagrecht von links nach rechts der Wand entlang auf verschiedenen H\u00f6henebenen bewegt. Der Steig ist maximal mit C-Stellen ausgewiesen. Dennoch gibt es an einigen \u00fcberh\u00e4ngenden Stellen etwas Muskelkraft einzusetzen. Ich h\u00e4tte da schon meinem Empfinden nach an manchen Stellen eine D-Bewertung gegeben. Allerdings gibt es an den schwierigeren Stellen immer gen\u00fcgend Tritte. Wer bis zur ersten Ausstiegsstelle schon Schwierigkeiten h\u00e4tte, sollte dort besser aufh\u00f6ren, weil es nicht einfacher wird. Zwei Seilbr\u00fccken machen das Steigen \u00fcber den Abgr\u00fcnden zus\u00e4tzlich attraktiv. Als klimafreundlich kann der Klettersteig bezeichnet werden, weil der Einstieg fast beim Bahnhof in St. Jodok liegt, der halbst\u00fcndich st\u00fcndlich mit der S-Bahn in einer halben Stunde von Innsbruck aus erreichbar ist. Man k\u00f6nnte diesen Klettersteig auch \u201eKr\u00e4uterklettersteig\u201c benennen, &nbsp;weil in der meist von der Sonne schnell aufgew\u00e4rmten Wand eine F\u00fclle an Pflanzen w\u00e4chst, so als w\u00fcrde man durch einen senkrechten Kr\u00e4utergarten klettern. Es riecht nach Wacholder \u2013 bzw. Sebenstrauch oder Stinkwacholder \u2013 und Schnittlauch und anderen Kr\u00e4utern, die in den Ritzen der Felswand aus B\u00fcndnerschiefer wachsen, gerade so, als bef\u00e4nde man sich irgendwo weit unten im S\u00fcden. Kr\u00e4uterkundige Menschen k\u00f6nnten hier jedenfalls aus dem Vollen sch\u00f6pfen, soll es doch auch etliche botanische Seltenheiten geben. Am Ende des Klettersteiges ist ein liebevoll gestalteter Platz mit Tischen, B\u00e4nken, einem Getr\u00e4nkedepot zur freien Bedienung und einem Gipfelkreuz. Am Rande wachsen Beerenstr\u00e4ucher. Ich koste von den Berberitzen. Manchmal h\u00f6rt man die Eisenbahn weit unten im Tal. Die Autobahn ist kaum h\u00f6rbar, weil sie auf der anderen Talseite hoch \u00fcber die Br\u00fccken f\u00fchrt. Panoramablicke hinein ins Valsertal und auf die Brennerberge, Stubaier- und Zillertaler Alpen, die sich heute zugleich immer wieder in Regenwolken verstecken. Auf dem Waldsteig hinunter zur Eisenbahnstrecke, die einer kitschig-idyllischen Modelleisenbahn-Szenerie gleicht, l\u00e4sst sich gut reden \u00fcber Dinge, die tief in der Seele geborgen sind und Herz und Hirn besch\u00e4ftigen. Unten im Tal am Wald-Wiesenrand ist die botanische Vielfalt von Wiesensalbei, Alpen-Astern, Rotklee und andere Pflanzen schon im herbstlichen Kleid. Nach der Vormittagstour haben wir Kraft aus dem Kr\u00e4uterklettersteig und aus Freundschaft getankt und der Tag ist noch lang genug f\u00fcr die vielen Dinge, die es zu tun gibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>mich freuen d\u00fcrfen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>am Duft des Wacholders in der Wand<br>und anderer Kr\u00e4uter,<br>kr\u00e4ftig und stark riechen sie,<br>w\u00e4hrend meine H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe suchen den Halt<br><br>fern sind die Schreckensnachrichten<br>aus Gaza, der Ukraine und anderer Orte,<br>fern und doch nahe,<br>das schier unendliche Sterben und Leid<\/p>\n\n\n\n<p>am kr\u00e4ftig herbstlichen Rot der Berberitzen,<br>die wachsen in F\u00fclle am Ausstieg,<br>schon hoch \u00fcber dem Tal,<br>und Hagebutten in gelbroter Sattheit<\/p>\n\n\n\n<p>Klettern lehrt mich<br>mit allen Sinnen zu leben,<br>leben und nicht gelebt werden,<br>im Augenblick zu sein<\/p>\n\n\n\n<p>klaus.heidegger<br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staffl-7-768x1024.jpg' class='thumbnail' \/>Tats\u00e4chlich tr\u00e4gt der Klettersteig bei St. Jodok im Wipptal den Namen \u201ePeter Kofler-Klettersteig\u201c. 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