{"id":2308,"date":"2016-06-08T19:19:21","date_gmt":"2016-06-08T19:19:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=2308"},"modified":"2026-02-02T13:29:57","modified_gmt":"2026-02-02T13:29:57","slug":"apricorn-16-man-uebt-fuer-den-kriegseinsatz-in-der-tiroler-bergwelt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=2308","title":{"rendered":"Capricorn 16 \u2013 man \u00fcbt f\u00fcr den Kriegseinsatz in der Tiroler Bergwelt"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein analoger Blick geht zu den \u00e4u\u00dferen Bergen der Wattener Lizum. In den letzten Tagen war dieses Gebiet, das in Vorkriegszeiten zum Truppen\u00fcbungsplatz umfunktioniert wurde und seither dem Milit\u00e4r als \u00dcbungsgebiet dient, wieder Schauplatz gro\u00dfangelegter milit\u00e4rischer \u00dcbungen. Ge\u00fcbt wurde f\u00fcr den \u201eErnstfall\u201c. Man scheut das Wort \u201eKriegs\u00fcbung\u201c und kaschiert es mit dem harmloseren Begriff \u201eErnstfall\u201c. Ernstfall meint aber immer Kriegseinsatz. Wenn innerhalb der EU solche Eins\u00e4tze gemacht werden, dann im Verband mit anderen Staaten. Die \u00f6sterreichischen Soldaten konnten daher auch diesmal wieder&nbsp; gemeinsam mit Soldaten aus den NATO-L\u00e4ndern Deutschland, Polen und Deutschland \u201e\u00fcben\u201c. 1224 waren es insgesamt. Im Ernstfall \u2013 im Krieg \u2013 wird gemeinsam gek\u00e4mpft werden. Im Hintergrund stehen die l\u00e4ngst beschlossenen EU-Battlegroups. Im Dauergespr\u00e4ch sind die gemeinsamen Eins\u00e4tze zum Schutz der EU-Au\u00dfengrenze. Knapp sieben Tonnen Munition und Sprengmittel sollen in der Wattener Lizum bei dieser \u00dcbung verbraucht worden sein, 200 Armeefahrzeuge und etliche Hubschrauber waren im Einsatz. Neutralit\u00e4t \u2013 als Verbot fremde Truppen auf heimischem Territorium zu haben und als Ausschluss von jedweder Kriegsbeteiligung \u2013 sie wird in diesen Tagen am T\u00dcPL Wattener Lizum zur Bedeutungslosigkeit. Die gr\u00f6\u00dfte heimische Zeitung verzichtet auf jede Kritik an diesem Spektakel und berichtet euphorisch \u00fcber Capricorn 16. Schlie\u00dflich hat die TT ja auch ein Partnerschaftsabkommen mit dem Milit\u00e4r. Eine Stimme der Kritik wird nicht h\u00f6rbar. Was w\u00e4re, wenn nur ein Teil der hier verwendeten finanziellen Ressourcen f\u00fcr Friedensarbeit umgelenkt werden w\u00fcrde? Was w\u00e4re, wenn die tats\u00e4chlichen und vorrangigen Bedrohungen angepackt w\u00fcrden, wie beispielsweise der Klimawandel? Was w\u00e4re, wenn \u00d6sterreich endlich seine Neutralit\u00e4t ernst nehmen w\u00fcrde, nicht mehr Eink\u00e4ufer von Kriegsmaterialien w\u00e4re und damit nicht mehr die Waffenproduktionsst\u00e4tten unterst\u00fctzen w\u00fcrde? Was w\u00e4re, wenn nicht mehr f\u00fcr den Krieg, sondern f\u00fcr den Frieden ge\u00fcbt w\u00fcrde? Letztere Frage stellte bereits ein Prophet des Alten Bundes vor 2500 Jahren \u2013 und sie bleibt weiterhin g\u00fcltig.<\/p>\n<p><strong>Capricorn 16 \u2013 man \u00fcbt f\u00fcr den Kriegseinsatz in der Tiroler Bergwelt<\/strong><\/p>\n<p>Mein analoger Blick geht zu den \u00e4u\u00dferen Bergen der Wattener Lizum. In den letzten Tagen war dieses Gebiet, das in Vorkriegszeiten zum Truppen\u00fcbungsplatz umfunktioniert wurde und seither dem Milit\u00e4r als \u00dcbungsgebiet dient, wieder Schauplatz gro\u00dfangelegter milit\u00e4rischer \u00dcbungen. Ge\u00fcbt wurde f\u00fcr den \u201eErnstfall\u201c. Man scheut das Wort \u201eKriegs\u00fcbung\u201c und kaschiert es mit dem harmloseren Begriff \u201eErnstfall\u201c. Ernstfall meint aber immer Kriegseinsatz. Wenn innerhalb der EU solche Eins\u00e4tze gemacht werden, dann im Verband mit anderen Staaten. Die \u00f6sterreichischen Soldaten konnten daher auch diesmal wieder&nbsp; gemeinsam mit Soldaten aus den NATO-L\u00e4ndern Deutschland, Polen und Deutschland \u201e\u00fcben\u201c. 1224 waren es insgesamt. Im Ernstfall \u2013 im Krieg \u2013 wird gemeinsam gek\u00e4mpft werden. Im Hintergrund stehen die l\u00e4ngst beschlossenen EU-Battlegroups. Im Dauergespr\u00e4ch sind die gemeinsamen Eins\u00e4tze zum Schutz der EU-Au\u00dfengrenze. Knapp sieben Tonnen Munition und Sprengmittel sollen in der Wattener Lizum bei dieser \u00dcbung verbraucht worden sein, 200 Armeefahrzeuge und etliche Hubschrauber waren im Einsatz. Neutralit\u00e4t \u2013 als Verbot fremde Truppen auf heimischem Territorium zu haben und als Ausschluss von jedweder Kriegsbeteiligung \u2013 sie wird in diesen Tagen am T\u00dcPL Wattener Lizum zur Bedeutungslosigkeit. Die gr\u00f6\u00dfte heimische Zeitung verzichtet auf jede Kritik an diesem Spektakel und berichtet euphorisch \u00fcber Capricorn 16. Schlie\u00dflich hat die TT ja auch ein Partnerschaftsabkommen mit dem Milit\u00e4r. Eine Stimme der Kritik wird nicht h\u00f6rbar. Was w\u00e4re, wenn nur ein Teil der hier verwendeten finanziellen Ressourcen f\u00fcr Friedensarbeit umgelenkt werden w\u00fcrde? Was w\u00e4re, wenn die tats\u00e4chlichen und vorrangigen Bedrohungen angepackt w\u00fcrden, wie beispielsweise der Klimawandel? Was w\u00e4re, wenn \u00d6sterreich endlich seine Neutralit\u00e4t ernst nehmen w\u00fcrde, nicht mehr Eink\u00e4ufer von Kriegsmaterialien w\u00e4re und damit nicht mehr die Waffenproduktionsst\u00e4tten unterst\u00fctzen w\u00fcrde? Was w\u00e4re, wenn nicht mehr f\u00fcr den Krieg, sondern f\u00fcr den Frieden ge\u00fcbt w\u00fcrde? Letztere Frage stellte bereits ein Prophet des Alten Bundes vor 2500 Jahren \u2013 und sie bleibt weiterhin g\u00fcltig.<\/p>\n<p>Klaus Heidegger, 8.6.2016<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Mein analoger Blick geht zu den \u00e4u\u00dferen Bergen der Wattener Lizum. In den letzten Tagen war dieses Gebiet, das in Vorkriegszeiten zum Truppen\u00fcbungsplatz umfunktioniert wurde und seither dem Milit\u00e4r als \u00dcbungsgebiet dient, wieder Schauplatz gro\u00dfangelegter milit\u00e4rischer \u00dcbungen. Ge\u00fcbt wurde f\u00fcr den \u201eErnstfall\u201c. 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