{"id":2404,"date":"2016-09-21T19:32:12","date_gmt":"2016-09-21T19:32:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=2404"},"modified":"2026-02-02T13:34:37","modified_gmt":"2026-02-02T13:34:37","slug":"autofreier-tag-22-9-2016-warum","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=2404","title":{"rendered":"\u201eAutofreier Tag\u201c \u2013 22.9.2016 \u2013 warum?"},"content":{"rendered":"<p>Impulse zur Beteiligung am Europaweiten Autofreien Tag 2016<\/p>\n<p><strong>Verbrauch von \u00d6l und Autofahren<\/strong><\/p>\n<p>Unaufh\u00f6rlich w\u00e4chst der Verbrauch von Roh\u00f6l. Im Jahr 2016 sind es unvorstellbare 94,2 Millionen Barrel pro Tag. Der gr\u00f6\u00dfte Anteil davon flie\u00dft in die Treibstoffe f\u00fcr die Autos. Die Gewinnung und der Verbrauch von \u00d6l sind wiederum verbunden mit gigantischen Zerst\u00f6rungen und enormen Gefahren im Zusammenhang mit der Produktion, mit Treibhausgasemissionen und damit auch mit Klimaver\u00e4nderung. Aus den \u00d6leinnahmen f\u00fcllen die Lieferl\u00e4nder ihre Kriegskassen \u00a0\u2013 sei es in Saudi-Arabien, Russland und selbst die M\u00f6rdertruppen des Islamischen Staates finanzieren sich durch \u00d6lverk\u00e4ufe<\/p>\n<p><strong>Klimaver\u00e4nderung und Autofahren<\/strong><\/p>\n<p>Das Bewusstsein f\u00fcr die Dramatik der Klimakatastrophe ist nicht vorhanden oder wird verdr\u00e4ngt. COP-21, die Weltklimakonferenz vom November 2015 mit ihren Beschl\u00fcssen, f\u00fchrt zu keiner Umkehr mit Blick auf das Verkehrsaufkommen. Rast die Welt ungebremst ins Klima-Chaos? Damit sich global die Temperaturen bis zum Jahr 2100 nicht um bis zu 5,8 Grad Celsius erh\u00f6hen, wie von den Experten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ohne aktive Klimaschutzpolitik prognostiziert, m\u00fcssten die Treibhausgasemissionen \u2013 vor allem von Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) \u2013 drastisch sinken: bis 2050 um 60 bis 80 Prozent im Vergleich zu 1990. Vor allem die Industriestaaten m\u00fcssen sparen, damit die armen L\u00e4nder Luft f\u00fcr Wirtschaftswachstum haben.<\/p>\n<p>Der<strong> <u>Verkehr<\/u><\/strong> tr\u00e4gt wesentlich zur Klimakatastrophe bei. Seit dem Jahr 1990 sind die Emissionen des Stra\u00dfenverkehrs um 70 Prozent gestiegen. Weltweit wachsen die vom Verkehr (inklusive Flugzeug, Bahn und Schiff) verursachten CO<sub>2<\/sub>-Emissionen rasant. Liegen sie heute bei etwa 2,9 Milliarden Tonnen j\u00e4hrlich \u2013 den mit Abstand gr\u00f6\u00dften Teil steuern die USA und Europa bei \u2013, k\u00f6nnten sie im Jahr 2030 schon mehr als f\u00fcnf Milliarden Tonnen erreicht haben. Der Anteil des Autoverkehrs an den Gesamtemissionen k\u00f6nnte von heute zehn auf mehr als 20 Prozent wachsen.<\/p>\n<p>Laufend werden in unserem Land die Grenzwerte f\u00fcr <strong>Feinstaub<\/strong> mehrmals \u00fcberschritten. Besonders die <strong>Stickoxid<\/strong>-Belastungen entlang der Autobahnen und Durchzugsstrecken sind enorm.<\/p>\n<p>Die <strong>Sch\u00e4den<\/strong>, die die Benutzung von Autos anrichten, d\u00fcrften durch ihren Nutzen kaum zu kompensieren sein. Das f\u00e4ngt bei der Landschaftszerst\u00f6rung durch die Gewinnung von Erz und Edelmetallen an und h\u00f6rt bei den Gesundheitskosten nicht auf, mit denen ein Staat Krankenhausbetten f\u00fcr Unfallverletzte und Atemwegskrankte erhalten muss.<\/p>\n<p><strong>Umkehr von der Autogesellschaft \u2013 in Alternativen denken und leben<\/strong><\/p>\n<p>Es braucht <strong>systemisches Umdenken<\/strong> im Verkehrsverhalten, nicht Bastelmentalit\u00e4t. Zukunft ist nicht immer die Fortsetzung des Konkreten in der Gegenwart. Mit einem B\u00fcndel an Ma\u00dfnahmen kann auch auf struktureller Ebene eine Umkehr erfolgen. Dazu geh\u00f6rt beispielsweise eine Erh\u00f6hung der Mineral\u00f6lsteuer \u2013 statt einer Senkung der Benzin- und Dieselpreise, wie dies in den vergangenen Monaten geschah. Mit den Mehreinnahmen kann an daran gearbeitet werden, die \u00d6ffentlichen Verkehrsmittel g\u00fcnstiger und attraktiver zu machen.<\/p>\n<p>Klaus Heidegger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Impulse zur Beteiligung am Europaweiten Autofreien Tag 2016 Verbrauch von \u00d6l und Autofahren Unaufh\u00f6rlich w\u00e4chst der Verbrauch von Roh\u00f6l. Im Jahr 2016 sind es unvorstellbare 94,2 Millionen Barrel pro Tag. Der gr\u00f6\u00dfte Anteil davon flie\u00dft in die Treibstoffe f\u00fcr die Autos. 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