{"id":2881,"date":"2017-08-06T14:46:44","date_gmt":"2017-08-06T14:46:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=2881"},"modified":"2026-02-02T14:04:10","modified_gmt":"2026-02-02T14:04:10","slug":"autofreie-zukunft-als-eutopie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=2881","title":{"rendered":"Autofreie Zukunft als Eutopie"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00f6ffentlichen Dieseldiskussionen haben ihr Gutes. Der gef\u00e4hrlichste aller Treibstoffe wird infrage gestellt. Die hohen Stickstoffdioxidemissionen bei der Verbrennung von Diesel sollen nicht l\u00e4nger hingenommen werden. Es br\u00e4uchte jedoch ein ganzes B\u00fcndel von Ma\u00dfnahmen, um einen Ausstieg aus der gegenw\u00e4rtigen Fixierung auf Diesel- und Benzinmotoren zu erreichen. Das Ranking w\u00fcrde dann lauten.<\/p>\n<ul>\n<li>Gar kein Auto steht ganz oben auf der Liste. Jedes Auto \u2013 egal ob mit Diesel-, Benzin-, Gas oder Elektromotor braucht f\u00fcr seine Produktion enorm viel an Ressourcen und Energie, ben\u00f6tigt f\u00fcr seine Ben\u00fctzung Stra\u00dfen und Parkraum und f\u00fchrt so zur weiteren Versiegelung der Landschaft. Ein autofreies Leben wird nicht f\u00fcr alle Menschen m\u00f6glich sein. Behinderte, Menschen mit einer eingeschr\u00e4nkten Mobilit\u00e4t, Familien, die den vielf\u00e4ltigen famili\u00e4ren Anspr\u00fcchen gerecht werden m\u00fcssen, oder Personen, die auf Autos aufgrund ihrer Berufsaus\u00fcbung angewiesen sind, werden weiterhin Autos ben\u00f6tigen. Ich behaupte jedoch: Ein Gro\u00dfteil der Menschen k\u00f6nnte ohne Autos leben \u2013 vielleicht sogar besser. Ein entsprechendes Verhalten kann gezielt von der Politik gef\u00f6rdert und gestaltet werden. Wer schon ein Auto hat, m\u00f6ge es m\u00f6glichst wenig ben\u00fctzen. Autofahrten sollten nicht Normalit\u00e4t, sondern Ausnahme sein.<\/li>\n<li>Ein vielf\u00e4ltig gef\u00f6rderter \u00f6ffentlicher Verkehr soll den Umstieg vom Auto in eine nachhaltige Mobilit\u00e4t attraktiv machen. L\u00e4nder wie Tirol haben inzwischen Jahrestickets f\u00fcr \u00f6ffentliche Verkehrsmittel eingef\u00fchrt. Der Ausbau des \u00f6ffentlichen Verkehrs geht weiter.<\/li>\n<li>Der Verkauf neuer Dieselautos sollte weitgehend eingestellt werden. Diesel bleibt aufgrund seiner hohen Emissionswerte trotz verbesserter Motoren ein problematischer Treibstoff.<\/li>\n<li>Autos mit Gaskraftstoff bieten eine \u00f6kologische Alternative. Gas verbrennt nahezu emissionsfrei und ist im Verbrauch niedrig.<\/li>\n<li>Elektro-Autos stellen \u2013 wenn ein Auto wirklich ben\u00f6tigt wird \u2013 eine zukunftstr\u00e4chtige Alternative dar. Dabei ist es aber wichtig, Punkt 1 stets im Blick zu haben. Denn auch E-Autos haben einen hohen Verbrauch in der Erzeugung und bedingen einen Landschaftsverbrauch durch Stra\u00dfen und Parkpl\u00e4tze.<\/li>\n<li>In sehr vielen F\u00e4llen stellt das Fahrrad ein geeignetes Transportmittel dar. Gegenw\u00e4rtig ist in Tirol jede 2. Autofahrt k\u00fcrzer als f\u00fcnf Kilometer. Das Fahrrad ist auf einer solchen Strecke konkurrenzlos. Als Alternative bieten sich auch E-Fahrr\u00e4der oder E-Mopeds an.<\/li>\n<li>Der Gesetzgeber und die Politik h\u00e4tten ein breites Instrumentarium f\u00fcr eine nachhaltige Verkehrspolitik. Dies w\u00fcrde bedeuten: St\u00e4rkere Besteuerung von Dieselautos, Erh\u00f6hung der Mineral\u00f6lsteuer bei gleichzeitiger Verwendung der Einnahmen aus dieser Steuer f\u00fcr Ma\u00dfnahmen zu einer \u00f6kologischen Verkehrspolitik, Roadpricing und strenge Tempolimits.<\/li>\n<li>Wer schon mit dem Auto f\u00e4hrt, sollte beachten: Freiwillige Tempobeschr\u00e4nkungen sparen Sprit und verursachen so weniger Emissionen. Wer statt Tempo 130 auf Autobahnen mit Tempo 100 f\u00e4hrt, verbraucht um 30 Prozent weniger.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Klaus Heidegger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00f6ffentlichen Dieseldiskussionen haben ihr Gutes. Der gef\u00e4hrlichste aller Treibstoffe wird infrage gestellt. Die hohen Stickstoffdioxidemissionen bei der Verbrennung von Diesel sollen nicht l\u00e4nger hingenommen werden. Es br\u00e4uchte jedoch ein ganzes B\u00fcndel von Ma\u00dfnahmen, um einen Ausstieg aus der gegenw\u00e4rtigen Fixierung auf Diesel- und Benzinmotoren zu erreichen. Das Ranking w\u00fcrde dann lauten. 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