{"id":3120,"date":"2018-02-12T09:18:33","date_gmt":"2018-02-12T09:18:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=3120"},"modified":"2026-02-02T14:15:24","modified_gmt":"2026-02-02T14:15:24","slug":"spiele-des-friedens-und-kriege-in-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=3120","title":{"rendered":"Spiele des Friedens und Kriege in der Welt"},"content":{"rendered":"<p>1896 verband Pierre de Coubertin mit der Neuerfindung der Olympischen Spiele den Grundgedanken, dass in der Zeit der Spiele Frieden herrsche. Im Vierjahrestakt hat diese Sehnsucht l\u00e4ngst ihre Unschuld verloren. Dass w\u00e4hrend Olympia die Waffen schweigen sollten, bek\u00fcmmert die Kriegsherren dieser Welt nicht mehr. Bereits 1936 in Berlin nutzten die Nationalsozialisten die Olympischen Spiele als Propagandashow zur Vorbereitung des schlimmsten Krieges der Menschheitsgeschichte. W\u00e4hrend im Jahr 2002 die Winterspiele in Salt Lake City ausgetragen wurden, wurde zugleich in Afghanistan gek\u00e4mpft. Bei den letzten Spielen in Sotschi wiederum konnte Putin geschickt seine Kriegspolitik in der Ukraine sowie seine Missachtung von Menschenrechten mit Blick auf die Milliardenspiele kaschieren. Nun erklingen bei den Siegerehrungen in Pyeongchang Nationalhymnen, viele von ihnen mit martialischem Hintergrund. W\u00e4hrend die Aufmerksamkeit der Sportbegeisterten auf die s\u00fcdkoreanischen Sportst\u00e4tten gerichtet ist, wird andernorts ungeniert weiterhin Krieg gef\u00fchrt. \u00a0Russische und syrische Kampfflugzeuge haben in den letzten Tagen St\u00e4dte und D\u00f6rfer in Syrien mit einem infernalischen Bombardement versehen. Um die Rebellen zu bek\u00e4mpfen, wird es in Kauf genommen, dass Kinder und Frauen mitget\u00f6tet werden. \u00a0Unter dem zynischen Titel \u201eOlivenzweig\u201c k\u00e4mpfen t\u00fcrkische Truppen Seite an Seite mit Jihadisten gegen kurdische Kr\u00e4fte in Nordsyrien. Der israelische Staat bombardiert mit seiner Luftwaffe Ziele in Syrien und tr\u00e4gt zu einer Eskalation der Gewalt bei, die zu einer direkten Konfrontation zwischen dem Iran und Israel f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Der Weg zum Frieden ist noch weit und der v\u00f6lkerverbindende olympische Gedanke ist l\u00e4ngst eine Chim\u00e4re geworden. Es ist h\u00f6chst an der Zeit, den Olivenzweig aus den H\u00e4nden der Milit\u00e4rs zu nehmen und ihn jenen zu geben, die auf gewaltfreiem und nicht-milit\u00e4rischem Weg f\u00fcr den Frieden in der Welt arbeiten. Auch das kleine \u00d6sterreich k\u00f6nnte sich ausklinken aus einer waffenstarrenden Welt \u2013 indem nicht mehr Geld f\u00fcr R\u00fcstung ausgegeben wird, sondern weniger, indem nicht mehr M\u00e4nner f\u00fcr Kriegsdienste ausgebildet werden, sondern Friedensdienste gef\u00f6rdert werden. Jeder und jede einzelne k\u00f6nnte auch hierzulande beitragen, diesen Friedensgedanken zu leben: auch durch einen Lebensstil, der weniger auf einer kriegsf\u00f6rdernden Ausbeutung der Rohstoffe ausgerichtet ist.<\/p>\n<p>Klaus Heidegger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1896 verband Pierre de Coubertin mit der Neuerfindung der Olympischen Spiele den Grundgedanken, dass in der Zeit der Spiele Frieden herrsche. Im Vierjahrestakt hat diese Sehnsucht l\u00e4ngst ihre Unschuld verloren. Dass w\u00e4hrend Olympia die Waffen schweigen sollten, bek\u00fcmmert die Kriegsherren dieser Welt nicht mehr. 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