{"id":3776,"date":"2026-02-03T08:37:32","date_gmt":"2026-02-03T08:37:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=3776"},"modified":"2026-02-03T08:37:32","modified_gmt":"2026-02-03T08:37:32","slug":"alternativer-ethikunterricht-mit-fragezeichen-erstellt-august-22","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=3776","title":{"rendered":"Alternativer Ethikunterricht mit Fragezeichen (erstellt, August 22)"},"content":{"rendered":"<p>Bildungsminister Fa\u00dfmann will einen alternativen Ethikunterricht und zugleich den konfessionellen Religionsunterricht. Praktisch gesehen w\u00fcrde dies jedoch zu einer schrittweisen Verdr\u00e4ngung des konfessionellen Religionsunterrichtes f\u00fchren. Ein Blick in die Schulklassen zeigt die Heterogenit\u00e4t. Die Zahl der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ohne Religionsbekenntnis hat zugenommen. Auch die j\u00fcngste Statistik \u00fcber Kirchenaustritte ist ein Indikator, dass die Selbstverst\u00e4ndlichkeit einer religi\u00f6sen Zugeh\u00f6rigkeit nicht mehr gegeben ist. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ohne Religionsbekenntnis w\u00fcrden, auch wenn sie es nicht m\u00fcssten, fast automatisch dem Ethikunterricht zugeteilt werden. Das w\u00e4re in inhaltlich-p\u00e4dagogischer Sicht ein gro\u00dfer Verlust. Gerade Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die nicht religi\u00f6s aufgewachsen sind, haben oft ein gro\u00dfes Interesse an den Religionen und bringen \u2013 so meine eigene Erfahrung als Religionslehrer \u2013 mit ihren kritischen Fragen den Unterricht viel weiter. Es ist sch\u00f6n, einen Raum und Zeit in der Schule zu finden, wo Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler voneinander und miteinander die religi\u00f6s-ethischen Fragestellungen erarbeiten k\u00f6nnen und von ihren eigenen Erfahrungen ausgehen k\u00f6nnen. Das betrifft auch die zunehmende Buntheit der religi\u00f6sen Zugeh\u00f6rigkeiten in einer Schulklasse. Sie wird durch das Konfessionalit\u00e4tsprinzip vielfach segmentiert. Ein gemeinsames interreligi\u00f6ses Lernen wird verhindert.<\/p>\n<p>Aus administrativer Sicht lie\u00dfe sich ein alternativer Ethikunterricht leichter organisieren. Dann wird dieser zweist\u00fcndig optimal platziert am Vormittag sein k\u00f6nnen, w\u00e4hrend der konfessionelle Unterricht einst\u00fcndig am Nachmittag eingeteilt werden w\u00fcrde, was nochmals die Abmeldequote verst\u00e4rken w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Es g\u00e4be auch die Alternative eines gemeinsamen Religionen- und Ethikunterrichtes. Er w\u00fcrde nicht das Image einer Konfessionskunde haben, was auch der Religionsunterricht schon l\u00e4ngst nicht mehr ist. Er w\u00fcrde gemeinsames interreligi\u00f6ses und ethisches Lernen in den Schulklassen erm\u00f6glichen und erf\u00fcllte damit die notwendige Funktion von Inklusion und Integration. Er w\u00fcrde nicht die Themen Ethik und Religionen trennen, weil beide Bereiche wesentlich zusammen gedacht werden m\u00fcssen. Er w\u00fcrde auch von den Religionsp\u00e4dagoginnen und -p\u00e4dagogen unterrichtet werden k\u00f6nnen, die eine mehrj\u00e4hrige theologisch-philosophisch-ethische universit\u00e4re Ausbildung erhalten haben, was jedenfalls wesentlich mehr ist als die Zusatzausbildungen, die f\u00fcr k\u00fcnftige Ethiklehrerinnen und -lehrer angeboten werden sollen.<\/p>\n<p>Klaus Heidegger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bildungsminister Fa\u00dfmann will einen alternativen Ethikunterricht und zugleich den konfessionellen Religionsunterricht. Praktisch gesehen w\u00fcrde dies jedoch zu einer schrittweisen Verdr\u00e4ngung des konfessionellen Religionsunterrichtes f\u00fchren. Ein Blick in die Schulklassen zeigt die Heterogenit\u00e4t. Die Zahl der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ohne Religionsbekenntnis hat zugenommen. 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