{"id":4308,"date":"2019-10-23T17:53:40","date_gmt":"2019-10-23T17:53:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=4308"},"modified":"2022-08-22T07:38:35","modified_gmt":"2022-08-22T07:38:35","slug":"4308","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=4308","title":{"rendered":"Eine Rose als Gottesbeweis"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-4309\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Rose-Meditationsraum-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"394\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Rose-Meditationsraum-klein.jpg 550w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Rose-Meditationsraum-klein-300x215.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/>Ich sitze im Meditationsraum mit den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern einer Klasse im Kreis. In den wenigen Stunden, in denen ich mit der Klasse in dem noch jungen Schuljahr vertraut werden\u00a0 konnte, haben wir bereits oft \u00fcber Gott und Glauben gesprochen. Die 14- bis 15-J\u00e4hrigen bezeichnen sich zun\u00e4chst selbst vorwiegend als \u201eungl\u00e4ubig\u201c, als \u201ekirchenfern\u201c und \u201enicht-religi\u00f6s\u201c. Auf den Impuls, \u201eist Gott blo\u00df eine Erfindung der Menschen\u201c antworteten 18, w\u00e4hrend der Impuls \u201eGott ist die Erfahrung von Liebe\u201c nur von 2 gewertet wurde. Bei freier Wahlm\u00f6glichkeit in einer anderen Schule h\u00e4tte wohl ein Gro\u00dfteil von den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern dieser Klasse den Ethikunterricht gew\u00e4hlt. Gott ist f\u00fcr sie vorwiegend etwas, das mit einem \u00e4u\u00dferen Inhalt zu tun hat, eine erfundene Vorstellung von einem himmlischen Gottwesen im \u00dcberirdischen. Wenn es ihn g\u00e4be, so k\u00f6nne man nichts Genaues dar\u00fcber sagen. In diesem Denken hat Gott f\u00fcr die meisten auch nicht wirklich mit dem eigenen Leben etwas zu tun. Ein besonders kritischer Sch\u00fcler fragt nach: \u201eHerr Professor, Sie k\u00f6nnen uns doch nicht beweisen, dass es Gott gibt!\u201c Ich muss nicht lange \u00fcberlegen. Solche Fragen sind mir vertraut geworden. Ich bitte die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in die Mitte zu blicken. Eine kr\u00e4ftig-rote Rose steht in der Mitte neben einer Kerze. Meine Antwort: \u201eDie Rose ist mein Beweis, dass es Gott gibt. Wir k\u00f6nnen erfahren, dass es etwas gibt, das ich als Liebe und Freundschaft bezeichne. Das Vertrauen, die gegenseitige Wertsch\u00e4tzung, die Annahme \u2013 all das sind f\u00fcr mich g\u00f6ttlich-himmlische Erfahrungen. Die Rose ist ein Symbol daf\u00fcr. In solchen Erfahrungen geschieht Gott, k\u00f6nnen wir die N\u00e4he Gottes begreifen, ein Gott, den ich f\u00fchlen und sp\u00fcren kann, der mich singen und beten l\u00e4sst, aber auch etwas G\u00f6ttliches, das ich so vermissen kann, wenn es nicht f\u00fchlbar-sp\u00fcrbar ist. Dann gibt es auch das, was ich als Gottferne erfahre.\u201c<\/p>\n<p>klaus-heidegger, 23.10.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Rose-Meditationsraum-klein.jpg' class='thumbnail' \/>Ich sitze im Meditationsraum mit den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern einer Klasse im Kreis. In den wenigen Stunden, in denen ich mit der Klasse in dem noch jungen Schuljahr vertraut werden\u00a0 konnte, haben wir bereits oft \u00fcber Gott und Glauben gesprochen. 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