{"id":6541,"date":"2021-07-14T04:59:36","date_gmt":"2021-07-14T04:59:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=6541"},"modified":"2022-08-22T07:37:54","modified_gmt":"2022-08-22T07:37:54","slug":"6541","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=6541","title":{"rendered":"Lamsenspitze"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-6542\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/l-01.jpg\" alt=\"\" width=\"3120\" height=\"4160\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/l-01.jpg 3120w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/l-01-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/l-01-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 3120px) 100vw, 3120px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>Der Blick in den Himmel zeigt eindeutig. Es wird ein strahlender Sonnentag zwischen regnerisch-gewittrigen Tagen. Fast wie eine Metapher f\u00fcr das Leben. Der Wetterbericht hatte es angek\u00fcndigt. Ja, hei\u00df wird es werden, 33 Grad im Tal unten. Solche Wetterlage ist ideal f\u00fcr das heutige Unternehmen mit einer Arbeitskollegin. Es ist besonders wertvoll, nicht allein unterwegs zu sein, vor allem wenn es Verbindendes gibt und man sich aufeinander verlassen kann \u2013 nicht nur im gemeinsamen Arbeitsumfeld. In der Einsamkeit der Bergwelt erweist sich der Wert von Freundschaft besonders.<\/p>\n<p><strong>Bike<\/strong><\/p>\n<p>Von Stans kommend geht es mit den R\u00e4dern dann \u00fcber Weng (8.25 Uhr) und B\u00e4renrast zun\u00e4chst \u00fcber Asphalt und dann einen Forstweg entlang der Schlucht des Stallentals bis ins Almgebiet der Stallenalm. Ein wunderbarer Bergwald. Nur einmal \u00fcberholt uns eine Gruppe von E-Bikern. Ansonsten Einsamkeit an diesem Sommertag. Nach den Schluchten des Stallentals weitet sich nun das Almgebiet. Ein Transparent warnt vor dem \u201eb\u00f6sen Wolf\u201c und erinnert an die Dauerdiskussion \u00fcber die Ansiedlung der W\u00f6lfe. Allerdings sind hier gar keine Schafe. Gleich hinter der Stallenalm (1400 HM) lassen wir die R\u00e4der stehen und lehnen sie an eine alte Eibe. Die Anfahrt \u00fcber die steilen Rampen auf grobschottrigem Grund bis zur H\u00fctte w\u00e4re nur eine Qu\u00e4lerei.<\/p>\n<p><strong>Hike<\/strong><\/p>\n<p>Der alte Steig hinauf zur Lamsenjochh\u00fctte ist schon lange wegen Felssturz gesperrt. An diesem Sommertag ist aber kein Steinschlag zu bef\u00fcrchten. Unser Ziel, die Lamsenjochspitze, haben wir nun immer vor Augen. Es ist eine imposante Berggestalt. Freistehend hebt sich der Gipfel in strahlendem Karwendelgesteinwei\u00df vom tiefblauen Himmel ab. Die Enziane sind so blau wie der Himmel. Schmetterlinge erfreuen sich an den bunten Bergblumen. Ich f\u00fchle mich so leicht wie sie. Auf der rechten Seite sind die m\u00e4chtigen Nordw\u00e4nde der Vomper Kette. \u00dcberraschend schnell ist die Lamsenjochh\u00fctte (1953 HM9 da. Sie liegt wundersch\u00f6n am Knotenpunkt mehrerer Wanderwege etwas unterhalb vom Lamsenjoch und direkt am Fu\u00df der Ostflanke der Lamsenspitze.<\/p>\n<p><strong>Climb<\/strong><\/p>\n<p>Von der H\u00fctte sind es nur wenige Meter bis zum Einstieg vom Klettersteig zum Brudertunnel. Zackig und kurz aber nicht wirklich schwer geht es die Wand hinauf. Der Brudertunnel ist angenehm k\u00fchl. Wasser tropft herab. Und dann ist auch schon der Ausstieg und die Querung hin\u00fcber auf der anderen Seite des Berges. (12.00 Uhr) Noch einmal folgt ein weiterer Klettersteig \u2013 ich hatte ihn bereits vergessen seit der letzten Besteigung vor vielen Jahren \u2013 und \u00fcber schottrigen Fels geht es dann hinauf zum Kreuz. (2508 HM) Wir sind zun\u00e4chst allein am Gipfel. Die Aussicht mit dem 360 Grad-Panorama ist unersch\u00f6pflich. Eine Alpendohle frisst Rosinen aus meiner Hand. Es ist knapp vor eins. Viereinhalb Stunden von Weng aus.<\/p>\n<p><strong>Return<\/strong><\/p>\n<p>Achtsam sind die Schritte auf schottrigem Untergrund \u00fcber den Abgr\u00fcnden. Die Stahlseilversicherungen weisen sicher den Weg. Von der Lamsenjochscharte geht es nun den Normalweg zur H\u00fctte. Das letzte St\u00fcck springen wir die Reise hinunter und es gibt noch Kaiserschmarren und Johann auf der H\u00fcttenterrasse unter vielen freundlichen Menschen. Retour geht es dann schnell. Bergblumenwiesen. Steineh\u00fcpfen am verwachsenen Steig. Alm und mit Rad durch Bergw\u00e4lder hinaus ins Inntal. Reich beschenkt. Refilled with energy. Und als Theologe sp\u00fcrte ich wieder: Es gibt G\u00f6ttliches, das uns im Leben voller H\u00f6hen und Tiefen begleitet.<\/p>\n<p>Klaus Heidegger, Montag, 12. Juli 2021<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/l-01.jpg' class='thumbnail' \/>Der Blick in den Himmel zeigt eindeutig. Es wird ein strahlender Sonnentag zwischen regnerisch-gewittrigen Tagen. Fast wie eine Metapher f\u00fcr das Leben. Der Wetterbericht hatte es angek\u00fcndigt. Ja, hei\u00df wird es werden, 33 Grad im Tal unten. Solche Wetterlage ist ideal f\u00fcr das heutige Unternehmen mit einer Arbeitskollegin. 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