{"id":7708,"date":"2022-07-24T20:15:30","date_gmt":"2022-07-24T20:15:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=7708"},"modified":"2022-08-22T07:37:33","modified_gmt":"2022-08-22T07:37:33","slug":"innsbruck-paris-mit-rad","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=7708","title":{"rendered":"Innsbruck-Paris mit Rad\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0"},"content":{"rendered":"<p><strong><em><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-7709\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/20220720_154443-e1658693681202.jpg\" alt=\"\" width=\"3456\" height=\"4608\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/20220720_154443-e1658693681202.jpg 3456w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/20220720_154443-e1658693681202-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/20220720_154443-e1658693681202-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 3456px) 100vw, 3456px\" \/>Wie man in Zeiten von Energiekrise und Erderhitzung und brennenden W\u00e4ldern reisen kann, ohne dabei ein Schamgef\u00fchl zu haben<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Man kann von Innsbruck nach Paris mit dem Flugzeug fliegen. Das w\u00e4ren im besten Fall mit Umsteiglandungen in Wien \u2013 welch bedenklicher Umweg! \u2013 oder Frankfurt mindestens Bruttofahr-flugzeit sieben Stunden und gut 500 Euro an Kosten. Der \u00f6kologische Fu\u00dfabdruck w\u00e4re riesig und man befeuerte das, was wir diesen Sommer besonders mitbekommen: die Erderhitzung als Folge des Klimawandels. Man kann von Innsbruck den Flixbus nehmen. Die Reise w\u00fcrde mit dem Direktbus 15 Stunden dauern und wird auf der einschl\u00e4gigen Internetseite mit \u201eumweltbewusst\u201c angef\u00fchrt und ginge auf der allerk\u00fcrzesten Route \u00fcber 700 Kilometer und lie\u00dfe sich zum Schn\u00e4ppchenpreis von 150 Euro machen. Man k\u00f6nnte \u2013 wenn man digital versiert und geduldig ist \u2013 auch ein Bahnticket um rund 200 Euro erwerben und angenehm mit der Bahn nach Paris kommen, was mit den superschnellen Z\u00fcgen wie TGV kaum l\u00e4nger dauerte als eine Flugreise. Man k\u00f6nnte auch, wenn man keine Autoscham hat, mit dem Auto hinfahren und die \u00d6de von Autobahnen erleben und den Stress aufsaugen und enorm hohe Kosten von Spritpreisen und Autobahngeb\u00fchren in Kauf nehmen und die Folgekosten von L\u00e4rm und Abgasen auf andere abw\u00e4lzen. Angesichts der Hitze w\u00fcrde man dabei auch die Klimaanlage maximal beanspruchen und zus\u00e4tzlich Treibstoffe verbrennen und Treibhausgase in die Atmosph\u00e4re schicken. Man. Meine sportliche Nichte hatte einen anderen Traum. Sie wollte die Strecke Innsbruck-Paris mit dem Rad fahren und fand in ihrem ebenfalls radsportbegeisterten Onkel einen Menschen, der nicht zweimal \u00fcberlegen musste. Dieser Traum lebt ja auch irgendwie in ihm. Erst letzten Herbst hatten wir auf der Radfahrt Innsbruck-Rom unsere Langdistanz-Probe als Nichte-Onkel-Rennradteam bestanden und die Teilnahme am Dreil\u00e4nder-Giro vor einem Monat best\u00e4tigte unsere aktuelle Fitness. Meine Nichte hat generationsbedingt und als AV-Tourenf\u00fchrerin einen versierten Umgang mit der Alpenvereins-App und die Strecke entsprechend in Etappen eingeteilt. Da werde ich ihr wieder gerne Windschatten geben und mich auf die Richtungshinweise von hinten verlassen d\u00fcrfen. Wenn wirklich alles aufgeht, dann k\u00f6nnten wir die Strecke \u00fcber den Arlberg nach Feldkirch weiter durch die Schweizer Voralpen nach Z\u00fcrich und Basel und dann immer nordwestlich durch Frankreich bis Paris in 5 Tagesetappen auf rund 900 Kilometern und 8000 H\u00f6henmetern schaffen.<\/p>\n<p><strong>Etappe 1: Von Innsbruck nach Feldkirch, Samstag 16. Juli 2022<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>1.1.0<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der offizielle Startpunkt um 6:30 Uhr ist der Domplatz von Innsbruck an jener Ecke, wo das Schild \u201eJAKOBSWEG\u201c und das Schild \u201ePILGERWEG\u201c auf einer der Mauern aus H\u00f6ttinger Breccie angebracht ist. Tats\u00e4chlich werden wir auf der ersten Etappe entlang vom Jakobsweg fahren und uns wie Jakobspilger f\u00fchlen. Hier startete ich vor 4 Jahren mit meinem Sohn Jakob den Camino nach Santiago. Auch damals wurde der Jakobsdom renoviert und die Fassade war einger\u00fcstet und ich schrieb, dass es ein Hoffnungssignal w\u00e4re f\u00fcr einen Umbau der Kirche, in der Geschlechtergerechtigkeit Wirklichkeit wird und die Kirche ganz zu ihren radikalen pazifistischen Urspr\u00fcngen der Jesusbewegung zur\u00fcckfindet. Jetzt findet der Umbau im Inneren der di\u00f6zesanen Hauptkirche statt und die Fassade des Bischofshauses ist seit kurzem in einem neuen k\u00fcnstlerischen Design. Wer genau hinsieht, kann auf der Fassade des Geb\u00e4udes aus dem 15. Jahrhundert die gro\u00dfe Zahlenfolge 1.1.0 lesen, die sich \u00fcber die drei Stockwerke bis zum Dachsims zieht. Der Tiroler Konzeptk\u00fcnstler Martin Walde hat dieses Zahlenspiel als traditionelles Sgraffito ausgef\u00fchrt. Tiefer- und h\u00f6herliegende Putzfl\u00e4chen lassen die Zahlen hell aus dem dunkleren Hintergrund hervortreten. Was dahinter steckt, hat der Bischof, der hinter der Fassade zu finden ist, erst vor kurzem auf den Punkt gebracht: Die Zeitrechnung kenne ein Vor und Nach der Geburt Christi. Mit 1.1.0 erinnere das Bischofshaus an jene revolution\u00e4re Pers\u00f6nlichkeit, die wie keine andere die Hoffnungsgeschichte der Menschheit gepr\u00e4gt hat. Das Datum sei ein indirekter Verweis auf die bleibende Bedeutung und Gegenwart Jesu Christi. Bischof Hermann und die Kirche, allen voran aber auch Papst Franziskus, haben mit dieser Zahlenfolge zugleich die wichtigste politische Aufgabe im Blick. Wenn Asylsuchende keine Geburtsurkunde oder pers\u00f6nlichen Dokumente vorweisen k\u00f6nnen, dann wird ihnen jeweils der 1. J\u00e4nner eines bestimmten Jahres zugeschrieben. Und noch eine dritte Botschaft steht hinter dem Statement 1.1.0, das mit dem historischen Geb\u00e4ude zu tun hat. Hier befand sich im Parterre die erste Schule Innsbrucks, in der Kinder das Rechnen und Schreiben lernten.<\/p>\n<p><strong><em>Entlang des Tiroler Jakobsweges<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nachdem meine Nichte fachkundig noch meine Radtasche besser fixiert hatte, geht es los. Unser Gep\u00e4ck haben wir auf ein absolutes Minimum beschr\u00e4nkt und l\u00e4sst sich in einer hinteren gr\u00f6\u00dferen Satteltasche und einem kleinen Rucksack unterbringen. Viel schwerer wiegt freilich all das, was sich in den letzten Monaten in meiner Seele an Gef\u00fchlen angesammelt hat, was in meinem Kopf an Gedanken ist und in meinem Herzen an diversen Hoffnungen schl\u00e4gt. Das l\u00e4sst sich nicht einfach kleinpressen. Die ersten Sonnenstrahlen lassen den Stadtturm mit seiner gr\u00fcnen Haube hellgelborange erleuchten. Es wird ein sch\u00f6ner und hei\u00dfer Sommertag. Die Stra\u00dfen sind nass von der Putzmaschine. Noch sind die Touristenshops der Altstadt geschlossen und die Tische und St\u00fchle der Gastronomie stehen nicht auf den Gassen und Stra\u00dfen. Um diese verschlafene Zeit mag ich die Altstadt mit ihren bunten Renaissance-H\u00e4usern und den Geschichten, die meine Seele damit verbinden: den w\u00f6chentlichen Schweigekreisen f\u00fcr den Frieden vor dem Goldenen Dachl w\u00e4hrend der Studentenzeit, der Erinnerung an den Pazifisten Jakob Huter, f\u00fcr den ich ein kurzes Theaterst\u00fcck schrieb, das an diesem Platz, an dem er verbrannt worden war, aufgef\u00fchrt wurde. Hier gab es auch die gro\u00dfen Kundgebungen gegen den Krieg in der Ukraine, der bald f\u00fcnf Monate w\u00fctet. Das Morden und Zerst\u00f6ren gehen weiter und die Antikriegsbewegung ist sehr still geworden. Ich sp\u00fcre auch mein schlechtes Gewissen dabei. Die ersten Meter unserer langen Reise gehen vorbei an der neugestalteten Innbr\u00fccke \u2013 zum Gl\u00fcck sind die Streifen f\u00fcr die Fu\u00dfg\u00e4nger:innen und Radfahrer:innen nun viel breiter geworden. Der Pegel des Inns ist seit Wochen sehr hoch. Meine geliebten Gletscher schmelzen!<\/p>\n<p><strong><em>Radfahren als Meditation in die Tiefe<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Meine Gedanken und Gef\u00fchle kreisen wie die Radkurbel und drehen sich wie die Laufr\u00e4der. Es stimmt nicht, wenn irgendwer behauptete, man k\u00f6nne beim Radfahren von sich selbst davonlaufen. Im Gegenteil. Das stundenlange Radfahren \u2013 bei dem sehr wenig geredet wird \u2013 ist wie Meditation, in der nichts verdr\u00e4ngt werden kann, sondern das Fahren ist ein Geschehen, das tief nach Innen f\u00fchrt. Dies geschieht bei mir besonders dann, wenn ich \u2013 wie bei der heutigen Tagesetappe \u2013 fast jede Kurve kenne und Orte aufgeladen sind mit pers\u00f6nlicher Geschichte, sei es eine vergangene Fahrt mit einem meiner Kinder durch das Oberland \u2013 hier habe ich einmal eine Jause gemacht, dort habe ich einen Patschen geflickt, hier bekam ich gerade einen Anruf, der mich betr\u00fcbte, dort hatte ich starken Gegenwind und war nach langer Tour im Hungerast usw. usf. Bis Silz fahren wir auf der Bundesstra\u00dfe, wo um diese Uhrzeit ohnehin kaum Verkehr ist. Etwas haben wir Gegenwind. In Silz biegen wir bei einem Brunnen dann auf den Inntal-Radweg, der von hier bis Landeck wohl einen der sch\u00f6nsten Streckenabschnitte bietet. Es geht durch die Oberinntaler-Obstbaumg\u00e4rten vorbei an der Geierwand, mit der wir Klettererlebnisse aus j\u00fcngster Zeit verbinden. Auf die Fahrt durch den F\u00f6hrenwald bei \u00d6tztal-Bahnhof und dann durch die Imster Schlucht freue ich mich ohnehin immer. Den geplanten Stopp in Landeck lassen wir aus und fahren gleich weiter bis nach St. Jakob am Arlberg. Der Massenverkehr ist ohnehin auf der Schnellstra\u00dfe und bel\u00e4stigt nicht die Radfahrenden. Mit Wehmut stelle ich fest, wie winzig klein und aper der Gletscher am Hohen Riffler geworden ist. Lange wird es ihn wohl nicht mehr geben. Die Samstagssirene schrillt; die Glocken der Jakobskirche l\u00e4uten; 100 Kilometer sind hinter uns. Rast vor dem Anstieg zur Arlberger Passh\u00f6he auf den Stufen zum dortigen M-Preis, den ich mit einer Geschichte aus meinem fr\u00fcheren Leben verbinde.<\/p>\n<p>Als ich zuletzt \u00fcber den Arlberg fuhr, regnete es und auf der Passh\u00f6he lag Schnee. Heute ist es hei\u00df. Der Verkehr ist nicht schlimm. St. Christoph ist schnell erreicht. Berggef\u00fchl trotz Stra\u00dfe. Wir brauchen keine Windjacken und genie\u00dfen die lange, schnelle Abfahrt durch das Klostertal bis Bludenz. Etwas bremst der Gegenwind. Bei meinen Verwandten in Bludenz machen wir einen kurzen Stopp. Sie freuen sich sehr \u00fcber den \u00dcberraschungsbesuch und wir trinken dort Kaffee und ich pfl\u00fccke die Mirabellen vom prallvollen Baum als Jause. Weiter geht es durch den Walgau auf dem sch\u00f6nen Radweg entlang der Auw\u00e4lder und Seen, wo man gar nicht merkt, wie verbaut eigentlich das ganze Land ist. Mit den Kapuzinerpatres hatte ich ausgemacht, dass wir um 17.00 da sein werden. Wir schaffen es punktgenau und werden gastfreundlich aufgenommen und d\u00fcrfen im Pilgerzimmer \u00fcbernachten. Ich bl\u00e4ttere zur\u00fcck im Pilgerbuch und sehe den Eintrag, den Jakob und ich am 8. Juli 2018 gemacht hatten.<\/p>\n<p><strong><em>Ende der 1. Etappe in Feldkirch<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Pizza in einem Gastgarten in der Altstadt und das Bier schmecken an diesem Tag nach 186 Kilometern und 1790 H\u00f6henmetern besonders gut. Das wichtigste bei jeder Reise sind mir immer die zuf\u00e4lligen Begegnungen mit Menschen, wie mit jener Frau mit leichtem Down-Syndrom, die uns liebevoll den Weg zum Sutterl\u00fcty-Shop erkl\u00e4rte und uns dabei auch noch am liebsten die ganze Geschichte rund um das Einkaufen bei Sutterl\u00fcty hinzugef\u00fcgt h\u00e4tte. Der Kapuzinerpater war da schon weniger gespr\u00e4chig. Dabei h\u00e4tte ich mit ihm gerne \u00fcber die Geschichte des Klosters geredet und vor allem \u00fcber den Heiligen, mit dem dieses Kloster verkn\u00fcpft ist.<\/p>\n<p><strong><em>Im Kloster des Heiligen Fidelis<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das Haupt vom Heiligen Fidelis wird in einer eigenen Klosterkapelle im Tabernakel aufbewahrt. Dar\u00fcber sind Holzstatuen, die zeigen, wie er in M\u00e4rtyrerhaltung von zwei M\u00e4nnern erschlagen wird. Es war das Jahr 1622. Fidelis von Sindelfingen. Er war ein gebildeter Kapuzinerpater, dem die Reform der Kirche ein gro\u00dfes Anliegen war. Hatte er sich aber von der milit\u00e4risch und gewaltsam gef\u00fchrten Gegenreformation auch gen\u00fcgend abgegrenzt? Wollte er zu sehr die Anh\u00e4nger Calvins und Zwinglis zum katholischen Glauben \u201ebekehren\u201c, anstatt Br\u00fccken zu bauen? M\u00fcde vom dunklen Fohrenberger Bier und der Radetappe l\u00e4sst mich die Geschichte des Hl. Fidelis nicht los und ich lese im Kloster, in dem er Guardian war und unweit seiner Reliquien \u2013 analog \u2013 in der digitalen Welt seine Vita von Markus Hofer und bleibe bei einem Satz h\u00e4ngen: \u201eWenn uns sein Leben heute etwas lehrt, dann ist es nicht zuletzt gerade die Tatsache, dass es m\u00fchevoll sein kann, mit Widerspr\u00fcchen und Br\u00fcchen zu leben, diese auszuhalten, ohne vorschnell urteilen zu wollen. Daran ist Fidelis letztlich selber zerbrochen.\u201c Markus Hofer hat als jemand, der sich mit m\u00e4nnlicher Spiritualit\u00e4t viel auseinandergesetzt hat, auch einen kritisch-differenzierten Blick, wo gerade die Widerspr\u00fcchlichkeit von Heiligenfiguren uns helfen kann, den richtigen Weg zu finden. So schreibt er: \u201eWar es Heroismus oder Arbeitssucht? Und wie w\u00e4re das immer so genau auseinanderzuhalten? Umgekehrt zeigt diese Dynamik vielleicht auf, dass das Maximum nicht immer das Optimum sein muss, dass weniger auch mehr sein k\u00f6nnte. Denn nicht zuletzt f\u00fchrte gerade dieser Zug des Fidelis auch zu seinem tragischen Ende.\u201c Aus lutherischer Sicht m\u00fcsste auch daran erinnert werden, dass Fidelis nicht unbeteiligt war an Inquisitionsprozessen, in der beispielsweise eine Anh\u00e4ngerin Luthers als Ketzerin gebrandmarkt aus Feldkirch vertrieben worden war. Der Kapuzinerpater Fidelis ist jedenfalls wie ein Guckloch in die Wirren des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges, in die Fallstricke einer Zeit, wo sich kirchliche Interessen oft fatal mit weltlichen Machtgel\u00fcsten verbanden und der Anspruch des gewaltfreien Jesus von Nazareth verraten wurde. Markus Hofer dazu: \u201eDie Auseinandersetzungen wurden oft sehr grausam und r\u00fccksichtslos betrieben mit blutr\u00fcnstigen Akten sowohl auf katholischer wie reformierter Seite. Vermutlich steht es uns heute nicht mehr an, die einzelnen Kerbh\u00f6lzer im Detail zu vergleichen.\u201c Trotz meiner l\u00e4ngeren Leserei komme ich auf mehr Stunden Schlaf \u2013 vier bis f\u00fcnf g\u00f6nnte sich Fidelis \u2013 und noch etwas erschrocken von einem Alptraum l\u00e4utet um 4.15 Uhr der Wecker des Smartphones. Nein, ich tr\u00e4umte nicht vom Haupt des Fidelis und der linken Hand, die sich in der nahen Fideliskapelle befinden, auch nicht von Inquisitionsprozessen und von K\u00e4mpfen w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges.<\/p>\n<p><strong>Tag 2: Von Feldkirch nach Basel: der Schweizer Teil<\/strong><\/p>\n<p>Sonntagsstimmung. Halb f\u00fcnf Uhr morgens geht der Wecker. Wir fr\u00fchst\u00fccken in einer Stube in Pfortenn\u00e4he. Um halb sechs, als wir losfahren, wird es gerade hell. Noch ist nichts los auf den Stra\u00dfen. Vorbei geht es an der Pfarrkirche und dem Pfarramt von Tisis, wo ich oft bei einem priesterlichen Freund sein konnte. W\u00e4re er nicht im Urlaub, h\u00e4tten wir bei ihm \u00fcbernachten k\u00f6nnen. Aber dann w\u00e4re es halt ohne Fidelis gewesen. Das Zollamt zum Zwergstaat Liechtenstein ist schnell erreicht. Kontrollen gibt es keine. Die Sonne geht gerade auf, als wir \u00fcber den Rhein in die Schweiz fahren. Es wartet eine 700 H\u00f6henmeter-Steigung auf uns, die um diese Uhrzeit und mit den Panoramablicken im Norden zu den steilen Flanken des S\u00e4ntis und im S\u00fcden zu den Gipfeln des R\u00e4tikon angenehm zu fahren ist. Die Abfahrt hinunter zum Ostteil des Z\u00fcrichsees ist dann richtig frisch. Nun geht es entlang des Sees nach Rapperswil. Wir fahren die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone hinauf zur m\u00e4chtigen Burg, an die eine romanisch-gotische Kathedrale gebaut ist. Gerade l\u00e4uten die Sonntagsglocken. Von oben k\u00f6nnen wir auf den mittelalterlichen Stadtplatz hinunterblicken. Die Gegenwart ist entlang des Sees zu sp\u00fcren: Hier gibt es viele Rennradfahrer:innen. Manche sind mit ihren Triathlon-Zeitmaschinen unterwegs, so als w\u00fcrden sie alle f\u00fcr den Z\u00fcricher Ironman trainieren. An den S\u00fcdh\u00e4ngen zum Ufer hin sind Weinberge. Meist gibt es bis Z\u00fcrich, das hei\u00dft bis zum Westufer, einen Radstreifen. Es wird wieder mittags, bis wir nach Z\u00fcrich kommen. 100 Kilometer sind hinter uns. Ich gr\u00fc\u00dfe jetzt eine Statue von Zwingli vor einer der helvetisch-reformierten Kirche \u2013 ein Ausgleich zu Fidelis. Die touristischen Hotspots lassen sich mit Rennr\u00e4dern schnell erreichen. Im Hauptbahnhof schaue ich hinauf zum riesigen Engel von Niki de Saint-Phalle. M\u00f6ge uns der Engel Raphael tats\u00e4chlich auf unserer Reise besch\u00fctzen! Panoramablicke erwischen wir bei der Fahrt \u00fcber die Br\u00fccken. In der Limmat suchen heute viele Abk\u00fchlung. Wir radeln weiter m\u00f6glichst gerade Linie Richtung Basel. Dabei fahren wir an eindrucksvollen St\u00e4dtchen mit mittelalterlichen Stadtbildern vorbei. Kurz vor Basel wechseln wir f\u00fcr die Suche nach einer Unterkunft nach Deutschland auf die Nordseite des Rhein und wir werden auch gleich f\u00fcndig. Ein Schild bei einem einfachen China-Restaurant hat ein \u201eZIMMER FREI\u201c-Schild und so k\u00f6nnen wir nach der Tagesetappe von 189 Kilometern und 1801 H\u00f6henmetern einen Ort finden, wo es alles Notwendige f\u00fcr den Tag gibt: Dusche, Bier, Fastenspeise und Bett.<\/p>\n<p><strong>Tag 3: Von Basel nach Corr\u00e9: Es wird hei\u00df in Frankreich<\/strong><\/p>\n<p>Fr\u00fchst\u00fcckslos beginnen wir noch im Dunkeln die Fahrt hinein nach Basel. Wir haben Stirnlampen und blinkende R\u00fccklichter. Trotzdem ist es nicht angenehm, wenn auf einer engen Landstra\u00dfe m\u00e4chtige Laster an uns vorbeidonnern. Aber bis Basel ist nicht weit. Die Stadt schl\u00e4ft noch. Schweizer Preise in einem Kaffee, das um 6.00 Uhr \u00f6ffnet. \u00dcber den H\u00e4usern der Stadt am Rhein geht die Sonne auf. Das rote Rathaus leuchtet im Morgenlicht noch roter. Herausfordernd wird dann die Suche einer passenden Stra\u00dfe nach Frankreich. Die Wegweiser nach Saint Luis sind verf\u00fchrerisch. Die Stra\u00dfe mit dem parallelen Radweg endet beim dortigen Flughafen, wo es kein Weiterkommen gibt. Kein Weiterkommen in den \u00fcberdimensionierten Anlagen des Flughafens. Symbolisch passender k\u00f6nnte es wohl nicht sein. Nun also wieder hinein in die Stadt und von dort finden wir dann den passenden Weg. Ab Frankreich wird die Route dann ohnehin in sich logisch. Es geht durch die s\u00fcdlichen Ausl\u00e4ufer des Elsass. Viele der Ortsnamen sind auf Deutsch. Altkirch zum Beispiel. Die kleinen D\u00f6rfer sind gepr\u00e4gt von bunten Fachwerkh\u00e4usern. Um Mittag herum fahren wir durch ein Tor der m\u00e4chtigen Festungsmauern von Belfort. Vor der Kathedrale spielen Kinder in einem Sandplatz, der einem Sandstrand nachgemacht ist \u2013 mit Liegest\u00fchlen und Sonnenschirmen. Auch wir machen Rast dort, umgeben von Sandplatz, Kathedrale, Rathaus und vor allem der m\u00e4chtigen Zitadelle im Hintergrund, die von Zeiten erz\u00e4hlen, als Herrscher versuchten, andere V\u00f6lker und L\u00e4nder zu ihren zu machen, und andere Herrscher versuchten, sich vor solchen Herren zu sch\u00fctzen. Wie wenig hat sich doch in den letzten Jahrhunderten ver\u00e4ndert. Die Logiken von Gewalt und Gegengewalt und von Sicherheit durch Abschreckung sind geblieben, nur die Mittel haben sich ver\u00e4ndert. Auf der Landstra\u00dfe am Fu\u00df der Vogesen ist kaum Verkehr. In dieser Gegend mit den typischen franz\u00f6sischen D\u00f6rfern und den ebenerdigen Steinh\u00e4usern \u2013 viele sind verlassen \u2013 kommt Tour-de-France-Feeling auf. Ganz \u00fcberraschend entdecke ich, dass unsere Route die weltber\u00fchmte Kirche Notre-Dame-du-Haut von Le Corbusier liegt. Ich sehe ihre wei\u00dfen W\u00e4nde schon von weitem auf einem H\u00fcgel, den ich dann tats\u00e4chlich bei gl\u00fchender Hitze hinauf trete. Leider war der Blick auf die Kirche dann oben verdeckt durch Geb\u00e4ude, Abz\u00e4unungen und ein Ger\u00fcst. Weiter geht es durch die so typischen Landschaften. In den Ortsdurchfahrten wird die Hitze besonders sp\u00fcrbar. Ein Thermometer bei einer Pharmazie zeigt 42 Grad an. Unser Gl\u00fcck ist wiederum die Unterkunft in einem Appartement, das in einem Bauernhof in der kleinen Ortschaft Corre eingerichtet ist. Ein idealer Stopp f\u00fcr unsere Unterkunft. Verpflegung besorge ich uns im nahen Supermarkt. Die Temperatur dort f\u00fchlt sich im Vergleich zur kochenden Au\u00dfentemperatur wie ein K\u00fchlhalle an. Ich finde dort auch ein typisch franz\u00f6sisches dunkles Bier in den gro\u00dfen Flaschen mit Korkenverschluss. 179 Kilometer und 1538 H\u00f6henmeter waren es heute.<\/p>\n<p><strong>Tag 4: Von Corre nach Troyes: Hei\u00df bis zum Siedepunkt<\/strong><\/p>\n<p>Heute haben wir den Luxus eines Fr\u00fchst\u00fccks um 6.00 Uhr in der Stube der Bauersfrau-Appartementvermieterin oder was sonst noch. Daher kommen wir um 6.30 Uhr erst weg. Ich habe keine Angst vor der Hitze und vermittle Zuversicht, dass wir die Tagesetappe schaffen werden und motiviere meine Begleiterin. Zum Gl\u00fcck weht der Wind kr\u00e4ftig von hinten, der sich im Laufe des Tages wie ein Wind aus einem Riesenf\u00f6hn anf\u00fchlt. Die Stra\u00dfen sind verkehrsarm und oftmals kerzengerade \u00fcber viele Kilometer, links und rechts von den Stra\u00dfen, die wellenf\u00f6rmig \u00fcber die Landschaft gleiten, abgeerntete Weizenfelder oder Sonnenblumenfelder, manchmal alte verrostete Windr\u00e4der, mit denen in fr\u00fcheren Zeiten Grundwasser gepumpt worden ist. Stellenweise wird der schwarze Asphalt auf der im r\u00f6tlich gef\u00e4rbten Asphalt der Stra\u00dfen schon weich. Es ist erst 9.30 Uhr, als wir in der historisch bedeutsamen Stadt Chaumont sind. Hier wurden Friedensvertr\u00e4ge unterzeichnet, hier war auch Napoleon auf seinen Herrschaftsz\u00fcgen. Im Schatten eines Jesuitenkollegs aus dem 17. Jahrhundert und gest\u00e4rkt von viel Fl\u00fcssigkeit aus einem kleinen Supermarkt h\u00f6ren wir \u00fcber die Stra\u00dfenlautsprecher eine offizielle Botschaft. Es w\u00fcrde sehr hei\u00df werden, \u00fcber 40 Grad, und man solle viel Wasser trinken und Ruhe suchen. So weit reichen noch meine Franz\u00f6sischkenntnisse. Ich w\u00fcsste es aber auch ohne diese Durchsage und das Wort \u201eRuhe\u201c gilt f\u00fcr uns nicht. Weiter hinaus in die Hitze. Unser Ziel ist noch gut 100 Kilometer entfernt. In vielen Ortschaften wird schon sichtbar, dass hier in ein paar Tagen die Tour de France der Frauen durchgehen wird. Zebrastreifen sind in den Farben der f\u00fchrenden Trikots gestrichen, wei\u00df, rot-wei\u00df-gepunktet, gelb und gr\u00fcn. Immer wieder f\u00fcllen wir unsere Wasserbeh\u00e4lter nach. Einmal kommen wir zu einem Brunnen und sch\u00fctten Wasser \u00fcber uns. Eine Flasche wird nun gef\u00fcllt, um uns weitere Duschen zu geben, weil das zuerst klatschnasse T-Shirt schon bald wieder von der Hitze und dem hei\u00dfen Wind trocken wird. Wir machen nun im Schatten \u00f6fters Pausen und fahren moderat die Steigungen hinauf. Da ist sogar einmal Zeit, um zu einer der vielen alten Kirchen zu gehen. Quietschend \u00f6ffne ich das Tor zum Friedhof. Der Griff f\u00fchlt sich knall hei\u00df an. Die Kirche d\u00fcrfte auch aus dem 13. Jahrhundert sein. Ge\u00f6ffnet ist sie nicht. Das bin ich auch l\u00e4ngst nicht mehr erwartet. Kurz danach fahre ich mir einen Dorn ein und die Luft geht aus. Schlauchwechsel, den wir zum Gl\u00fcck im Schatten von B\u00e4umen machen k\u00f6nnen. Wir haben keinen Stress. Das Etappenziel ist nicht mehr weit. Nach diesem hei\u00dfen Tag werden wir dann mit einer interessanten Stadt \u201ebelohnt\u201c. Sie ist weit gr\u00f6\u00dfer als vermutet. Es ist die alte Hauptstadt der Champagne. Die gro\u00dfe Altstadt wird gebildet aus Fachwerkh\u00e4usern aus der Renaissance-Zeit. Obwohl die Stadt wundersch\u00f6n ist, sind fast keine Touristinnen und Touristen hier. In dem Lokal, in dem wir Pizza essen und Bier trinken sind wir fast alleine im Gastgarten zwischen den Fachwerkh\u00e4usern. Das Eis schlecken wir vor einer der vielen Kathedralen aus dem 12. Jahrhundert dieser Stadt. Die untergehende Sonne l\u00e4sst die Westfassade goldgelb erstrahlen und noch besser die sch\u00f6ne gotische Struktur erkennen. Die R\u00e4der, die uns heute \u00fcber 179 Hitzekilometer und 1560 H\u00f6henmeter brachte, stellen wir in unser Zimmer eines B&amp;B-Hotels.<\/p>\n<p><strong>Tag 5: Troyes nach Paris: Die Regenetappe von der Einsamkeit der Landschaften in die Hektik einer Metropole<\/strong><\/p>\n<p>Heute werden wir das Ziel erreichen. 5.29 Uhr \u2013 also wieder im Dunkeln und ohne Fr\u00fchst\u00fcck \u2013 fahren wir bereits im Regen los. Das halbe Baguette vom Vortag esse ich w\u00e4hrend des Fahrens. Kaffee gibt es in einem kleinen Ort, der \u2013 wie die meisten Orte in der Provinz \u2013 aus vielen verlassenen H\u00e4usern besteht. Gut also, dass es noch dieses Kaffee gibt. Was die Abwanderung aus den D\u00f6rfern betrifft, k\u00f6nnen wir auf unserer Fahrt schon den 3. Tag erleben. Kurze Wegstrecken gibt es auch, wo wir die Landstra\u00dfe mit Lastautos teilen, die meist r\u00fccksichtsvoll \u00fcberholen und zum Gl\u00fcck sind die Stra\u00dfen fast immer breit genug. Nur in den Ortschaften verengen sie sich \u2013 aber da sind wir ohnehin so schnell wie die Laster. In einer \u00fcberdachten Einfahrt in einem der D\u00f6rfer machen wir eine kurze Pause mit den Lebensmitteln, die ich in einem Gesch\u00e4ft ebendort erwarb: und es h\u00e4tte mich gewundert, wenn ich nicht der einzige Kunde gewesen w\u00e4re. Irgendwo fahren wir bei einem Atomkraftwerk vorbei, das an der Seine liegt. Meine Gedanken kreisen um das Thema AKW, w\u00e4hrend die R\u00e4der \u00fcber den nassen Asphalt kreisen. Fast 70 Prozent der Energie Frankreichs kommen aus AKWs \u2013 und angesichts der momentanen Energiekrise wird nicht nur Frankreich noch mehr auf Atomenergie setzen. Ich denke an meine eigene Geschichte in der Anti-AKW-Bewegung. Paris r\u00fcckt immer n\u00e4her. Es beginnen die ersten Vorst\u00e4dte. Schwarz ist hier die dominierende Hautfarbe. Schlie\u00dflich finden wir den Radweg, der entlang der Seine in die Stadt hineinf\u00fchrt. Die Sehensw\u00fcrdigkeiten sind nun aufgereiht wie von einem Werbeprospekt f\u00fcr einen Parisurlaub. Hochmoderne Glast\u00fcrme mit schr\u00e4ger Architektur, die einger\u00fcsteten T\u00fcrme der Kathedrale von Notre Dame, Louvre, \u2026 es ist interessant, Paris einmal aus der Fahrradperspektive zu erleben. Als Endpunkt der Reise hat sich meine Nichte, die erstmals nach Paris kommt, den Eifelturm ausgew\u00e4hlt. Als wir dort ankommen, ist der Park vor dem Turm voller Menschen. Dann kommt ein Regenguss und pl\u00f6tzlich ist der Platz fast menschenleer. Uns st\u00f6rt der Regen nicht mehr. An die N\u00e4sse haben wir uns schon den ganzen Tag gew\u00f6hnt. So k\u00f6nnen wir den Platz fast allein f\u00fcr uns genie\u00dfen. Ziel erreicht. Als Draufgabe gibt es aber dann doch noch eine kr\u00e4ftige Radrundfahrt durch Paris. Spannend ist die Umkreisung des Arc de Triomphe. F\u00fcnfspurig sausen da die Autos, Motorr\u00e4der und Busse herum, hinein in die Mitte und wieder hinaus in eine der sternf\u00f6rmig angelegten Stra\u00dfenz\u00fcge. Irgendwie funktioniert dieses Treiben. Es ist wie ein Blick auf einen Ameisenhaufen. Hinunter fahren wir dann die Champs-\u00c9lyse\u00e9s, vorbei am \u00c9lys\u00e9e-Palast. Unser Ziel ist die Gegend um den Ostbahnhof. Die Strategie, um in diesem Verkehrsget\u00fcmmel zu \u00fcberleben und zugleich weiterzukommen, lautet: Einfach drauflos. Die Vermutung, in Bahnhofsn\u00e4he ein g\u00fcnstiges Hotel zu finden, wo das Personal nicht verwundert schaut \u00fcber zwei Menschen, die nicht mit Rollkoffern, sondern mit Fahrr\u00e4dern und etwas durchn\u00e4sst kommen, wird schnell best\u00e4tigt. Gl\u00fcck gehabt. Auch eine Pizzeria ist in der N\u00e4he und das dunkle Bier schmeckt heute besonders gut.<\/p>\n<p>Mein Garmin zeigt am Ende des Tages nochmals 178 Kilometer und 1332 H\u00f6henmeter. Insgesamt waren wir nun von Innsbruck aus 909 Kilometer und 8200 H\u00f6henmeter unterwegs. Manche Ziele lassen sich erreichen, wenn \u201eKopf\u201c und \u201eK\u00f6rper\u201c mitspielen. Viele Ziele lassen sich in einem Team erreichen, wo aufeinander geschaut wird. Das Gl\u00fcck freilich wird immer etwas sein, das gnadenhaft geschenkt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/20220720_154443-e1658693681202.jpg' class='thumbnail' \/>Wie man in Zeiten von Energiekrise und Erderhitzung und brennenden W\u00e4ldern reisen kann, ohne dabei ein Schamgef\u00fchl zu haben Man kann von Innsbruck nach Paris mit dem Flugzeug fliegen. Das w\u00e4ren im besten Fall mit Umsteiglandungen in Wien \u2013 welch bedenklicher Umweg! \u2013 oder Frankfurt mindestens Bruttofahr-flugzeit sieben Stunden und gut 500 Euro an Kosten&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":7709,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7708"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7708"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7708\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7710,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7708\/revisions\/7710"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7709"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7708"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7708"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7708"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}