{"id":7835,"date":"2022-08-26T04:46:45","date_gmt":"2022-08-26T04:46:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=7835"},"modified":"2022-08-28T15:43:49","modified_gmt":"2022-08-28T15:43:49","slug":"karwendelspitzen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=7835","title":{"rendered":"Unterwegs im nordwestlichen Eck des Karwendels"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/karw-8-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/karw-8-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7850\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/karw-8-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/karw-8-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/karw-8-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/karw-8-1536x1152.jpg 1536w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/karw-8-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klimafreundlich und philosophisch losstarten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Bergverliebte gibt es eine unermessliche F\u00fclle an Gipfeln und Graten und Seen im Umkreis von Innsbruck, die sich mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln leicht, bequem, unkompliziert und vor allem auch klimafreundlich erreichen lassen. Meist dauert die Zugfahrt k\u00fcrzer als ein Gespr\u00e4ch, das in die Tiefe gehen will, vor allem dann, wenn es philosophisch wird. Mittenwald liegt zwar in Deutschland, ist aber mit der Mittenwaldbahn von Innsbruck \u00fcber Seefeld und Scharnitz gef\u00fchlt fast ein Vorort von Innsbruck, auch wenn es die Mittenwalder-Bev\u00f6lkerung wohl nicht so sehen w\u00fcrde. Die Grenzen liegen jedenfalls, wie so oft im Leben, nicht in der Natur, sondern im Kopf von uns Menschen. Solange Grenzen nur geographisch gezogen werden, wird seelisches Erleben nicht schmerzlich tangiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karwendelsteig<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte von Mittenwald auf 930 m die k\u00fchne Seilbahn nehmen \u2013 und man tut es wahrscheinlich auch zu 99 Prozent. Man wird von der Gondel dann innerhalb von 10 Minuten auf 2244 m bef\u00f6rdert. Von Mittenwald aus wirkt die Flanke hinauf zur Bergstation jedenfalls imposant. \u201eDa soll es einen Steig hinauf geben?\u201c, frage ich mich jedenfalls. Angeschrieben ist auf einer der ersten gelben Tafeln 4 Stunden bis zur Bergstation der Karwendelbahn. Der Mittenwalder Klettersteig soll nochmals 9 Stunden dauern. Uns steht also eine satte Bergtour bevor. Zun\u00e4chst geht es gem\u00fctlich im k\u00fchlen Schatten hinauf. Die gegen\u00fcberliegenden Ausl\u00e4uferberge der Zugspitze und der Arnspitzgruppe sind schon von der Sonne beleuchtet. Bis zur Mittenwalder H\u00fctte ist es ein angenehmer Wanderpfad. Dann allerdings geht es bereits ordentlich zur Sache. Der Karwendelsteig wird als schwarzer Bergweg ausgeschildert und Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung. Meine beiden Begleiter h\u00fcpfen wie junge Gamsb\u00f6cke hinauf, w\u00e4hrend ich bei manchen Passagen vorsichtig bin. Das Surren der Seilbahn begleitet mich. Von der Gondel aus wird dieser Steig wohl noch beeindruckender aussehen. Die Steiglein sind eng. Leichte Kletterstellen sind nicht immer seilversichert. Manche Steine sind speckig. Zum Gl\u00fcck ist alles trocken. Und der Aufstieg zieht sich. Es ist also nicht \u00fcberraschend, dass wir mit zwei Ausnahmen allein auf diesem doch recht ausgesetzten Bergpfad sind. Wegen des Steinschlags ist es auch besser so. Jedenfalls bin ich erleichtert, als dann das Riesenfernrohr sichtbar wird, das bei der Bergstation weit \u00fcber die Felswand hinaus reicht. Ich tauche ein in die Morgensonne der Karwendelgrube, wo sich Dutzende Menschen an diesem Traumtag auf dem Panoramaweg in der Runde bewegen. Rund um die Bergstation der Karwendelbahn sind an diesem Tage viele \u201eAusfl\u00fcgler\u201c, die das gro\u00dfartige Panorama hoch \u00fcber Mittenwald bestaunen. Mit der Einsamkeit des Gehens am Karwendelsteig ist es f\u00fcr ein paar Augenblicke vorbei. Der Rundumblick in die Karwendelt\u00e4ler und auf die verschiedenen Karwendelketten und bis hin\u00fcber in die Stubaier Alpen, hinein ins Wetterstein, hinunter ins Isartal usw. usf. ist beeindruckend. Wir haben weder Zeit f\u00fcr das Riesenfernrohr noch f\u00fcr die Westliche Karwendelspitze, die so nahe w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mittenwalder Klettersteig<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Mittenwalder H\u00f6henweg ist vielleicht eine der bekanntesten Klettersteigtouren im Karwendel. Er wird in den F\u00fchrern mit etlichen Superlativen versehen: Als \u201eeine der sch\u00f6nsten Touren im deutschen Voralpenraum\u201c oder als \u201eabsolute Genusstour\u201c. Der alte Name \u201eH\u00f6henweg\u201c passt auch in vielen Aspekten besser als \u201eKlettersteig\u201c. Am wichtigsten ist hier wohl trittsicheres Gehen auf teils sehr ausgesetzten und engen Passagen ohne Seilsicherungen. Bei den m\u00f6glichen schwierigen Kletterpassagen sind Eisenleiternpassagen und selbst Holzbr\u00fccken. Der Einstieg ist nahe der Bergstation. Von dort geht es drei Kilometer meist dem Grat entlang. Wir haben das Klettersteigset dabei, ohne es aber wirklich zu ben\u00fctzen. Es gibt h\u00f6chstens B-Stellen. Alte Eisenleitern, vorsichtig die Steige gehen, Mittlere Lindenspitze, Seilversicherungen, S\u00fcdliche Lindenspitze, Wandquerung \u2013 der Helm ist wichtig! \u2013 manchmal aber selten gilt es, Langsamere zu \u00fcberholen \u2013 Kirchlspitze, immer mit Panoramablick weit hinein in die Karwendelt\u00e4ler, in die Leutasch, zur Zugspitze usw. usf. Unsere erste Rast machen wir auf der Kirchlspitze, die wie die anderen Erhebungen hier ohne Gipfelkreuz auskommt. Dann beginnt der leichte Abstieg hinunter in den Brunnanger zur Brunnangerh\u00fctte. Dort sind schon Kaspresskn\u00f6del f\u00fcr uns vorbereitet und es gibt Mittenwalder Bier, bevor wir den Steig durch einen zauberhaften Wald \u2013 auch \u00fcber eine H\u00e4ngebr\u00fccke \u2013 nach Mittenwald nehmen. 23 Kilometer und 1775 H\u00f6henmeter hat der Garmin gemessen. Nicht messbar sind wiederum Gef\u00fchle und Gedanken, Gespr\u00e4che und tiefsinniges Schweigen, sind die atemberaubenden Blicke und die Achtsamkeit des Gehens entlang der Abgr\u00fcnde. Ich nehme mir jedenfalls vor, diese Runde bald wieder einmal zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/karw-8-1024x768.jpg' class='thumbnail' \/>Klimafreundlich und philosophisch losstarten F\u00fcr Bergverliebte gibt es eine unermessliche F\u00fclle an Gipfeln und Graten und Seen im Umkreis von Innsbruck, die sich mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln leicht, bequem, unkompliziert und vor allem auch klimafreundlich erreichen lassen. 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