{"id":8752,"date":"2023-03-14T05:58:53","date_gmt":"2023-03-14T05:58:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=8752"},"modified":"2023-03-14T16:00:24","modified_gmt":"2023-03-14T16:00:24","slug":"kuhscheibe-3187-m-ein-skitourendreitausender-im-gebiet-der-amberger-huette","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=8752","title":{"rendered":"Kuhscheibe 3187 m: Ein Skitourendreitausender im Gebiet der Amberger H\u00fctte"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kuh-1-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kuh-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8753\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kuh-1-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kuh-1-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kuh-1-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kuh-1-1536x1152.jpg 1536w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kuh-1-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf Berge steigen bedeutet besonders im Winter, die jeweiligen \u00e4u\u00dferen Bedingungen genau ansehen und sich dann f\u00fcr Routenwahl entscheiden \u2013 und vor allem z\u00e4hlen auch die Vor-Ort-Entscheidungen. Am wichtigsten sind dann Menschen, die sich mit dir auf den Weg machen, die man manchmal am Weg trifft, mit denen man bei Unsicherheiten gemeinsam Klarheit gewinnen kann, in denen Freundschaft besonders sp\u00fcrbar wird. Ein Aufstieg kann an einem Tag problemlos sein, ein anderes Mal widerlich. Das macht den besonderen Reiz des Bergsteigens aus. Das Unerwartete. Das Gnadenhafte. Das passte wohl auch zu diesem Tag. In meinen Tourenberichten geht es mir nicht darum, zu den vielen Beschreibungen, die es in B\u00fcchern oder auf Websites gibt (Danke!), noch eine objektive Topo hinzuzuf\u00fcgen mit Zeitangaben oder H\u00f6henmetern, sondern das Subjektive durchscheinen zu lassen, das sich rund um das Objektive ereignet.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute in diesem schneearmen Winter, in dem die Folgen der Klimaerw\u00e4rmung einen neuen Namen bekommen haben: &#8222;Winterd\u00fcrre&#8220;.  Am Tag zuvor hat es weit hinauf geregnet. Die Lawinenwarnstufe soll aufgrund der Erw\u00e4rmung von 1 auf 3 steigen. Wir \u00e4nderten das Ziel unserer Tour. Mein Freund kennt die neue Route auf einen Skitourenklassiker in den Stubaier Bergen mit dem merkw\u00fcrdigen Namen \u201eKuhscheibe\u201c. Wir fahren nach Gries ins Sulztal, einem kleinen versteckten Bergdorf, das auf einer Bergstra\u00dfe von L\u00e4ngenfeld aus in 5 km zu erreichen ist. Eine Loipe, ein kleiner Skilift, an dessen Ende ein Riesenhotel steht, eine Kirche unten, um die sich ein paar Dutzend H\u00e4user befinden \u2013 das ist Gries auf stolzen 1600 Hm. Zun\u00e4chst geht es dem Rodelweg entlang, vorbei an der Sulztalalm und dann zur Amberger H\u00fctte (2135 m). Der formsch\u00f6ne und m\u00e4chtige Schrankogel pr\u00e4gt das Panorama beim Aufstieg. Ab der H\u00fctte beginnen dann bald die Felle zu stollen, weil sie schon die Feuchtigkeit vom regennassen Schnee aufgenommen haben. Ich f\u00fchle mich gleich um mehr als 10 Kilo schwerer. Schneeklumpen picken an der Skiunterfl\u00e4che und machen das Steigen sehr anstrengend. Hin und wieder kratze ich den Schnee weg. Zwei Einheimische und drei junge Frauen sind auch unterwegs und wir k\u00f6nnen uns beim Spuren etwas abwechseln. Die L\u00e4ngenfelderin und ihr Freund kennen die Gegend sehr gut. Mulden und Steilstufen wechseln sich ab. Vor dem Skidepot hei\u00dft es noch einmal, einen steilen Hang zu queren. Wir halten Sicherheitsabst\u00e4nde. Die drei jungen Frauen drehen hier um. Am Grat zum Gipfel liegt etwas Schnee, der hart gepresst ist. Steil fallen die W\u00e4nde auf der anderen Seite ab. Meine Steigeisen geben sicheren Halt. Die Zahl der Dreitausender rundherum ist unz\u00e4hlbar und ich kenne nur ein paar wenige davon. Allein sitze ich zun\u00e4chst am Gipfel und staune und bin froh, dass mein Freund dann nachkommt. Abfahrt: Vorsichtig in den Steilh\u00e4ngen \u2013 der unterste davon wird schon sulzig weich \u2013 geht es wieder hinunter in die Sulze, die heute wohl ihrem Namen besonders gerecht wird. Einkehr in der Amberger H\u00fctte mit ihrem Schwefelsee und dem Panoramablick \u00fcber die Sulz mit dem Talabschluss von Gletschern und eingekreist von m\u00e4chtigen Bergen, mit einem freundlichen Kellner und einem Sauren Radler.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte so gerne dieses Berggl\u00fcck verwandeln zu einem Engagement f\u00fcr eine Welt, in der es weniger Leid und Zerst\u00f6rung gibt, und zu einer Kraftquelle f\u00fcr ein Leben mit all dem Widerspr\u00fcchlichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Klaus Heidegger, zum Bild: Wilde Leck, gesehen vom Gipfel der Kuhscheibe aus<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kuh-1-1024x768.jpg' class='thumbnail' \/>Auf Berge steigen bedeutet besonders im Winter, die jeweiligen \u00e4u\u00dferen Bedingungen genau ansehen und sich dann f\u00fcr Routenwahl entscheiden \u2013 und vor allem z\u00e4hlen auch die Vor-Ort-Entscheidungen. 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