{"id":9332,"date":"2023-08-05T06:58:43","date_gmt":"2023-08-05T06:58:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=9332"},"modified":"2023-08-06T06:19:21","modified_gmt":"2023-08-06T06:19:21","slug":"brenta-tag-3-vom-rifugio-alimonta-ueber-via-delle-bocchette-centrale-zum-rifugio-podretto-und-ueber-sentiero-brentari-zum-rifugio-agostini","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=9332","title":{"rendered":"Brenta-Tag 3: Vom Rifugio Alimonta \u00fcber Via delle Bocchette Centrale zum Rifugio Podretto und \u00fcber Sentiero Brentari zum Rifugio Agostini"},"content":{"rendered":"\n<p>R<strong>estgletscherkontakt und Ger\u00f6ll<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/d-3-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"577\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/d-3-1-577x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9333\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/d-3-1-577x1024.jpg 577w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/d-3-1-169x300.jpg 169w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/d-3-1-768x1364.jpg 768w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/d-3-1-865x1536.jpg 865w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/d-3-1.jpg 901w\" sizes=\"(max-width: 577px) 100vw, 577px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Mittwoch, 2. August 2023. F\u00fcr heute sind stabiles Wetter und Sonnenschein vorausgesagt. Heute ist auch unsere l\u00e4ngste Etappe. Wir werden gleich zwei der bekanntesten Via ferrata der Alpen miteinander verkn\u00fcpfen, um so vom Rifugio Alimonta zum Rifugio Agostini zu kommen. Wir sind als erste von der H\u00fctte aufgebrochen und nehmen die Markierungen Richtung Sfulmini-Gletscher. Dort enden dann die Spuren. Die Querung des Gletschers ist nicht lang. Auf dem Blankeis liegen lose Steine. Wir ziehen Gr\u00f6del bzw. Steigeisen an und queren zum gegen\u00fcberliegenden steilen Ger\u00f6llfeld links vom Gletscher. Zwei andere Gruppen haben sich diese Querung und damit das Anlegen von Steigeisen erspart und sind gleich in den Steigspuren \u00fcber das Ger\u00f6ll geblieben und nun vor uns. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Highline im Herzen der Brenta<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Vom Joch weg f\u00fchrt dann zun\u00e4chst eine steile Leiter hinauf. Eine erste Gruppe l\u00e4sst uns vorgehen, die andere bremst etwas ab. So bleibt etwas mehr Zeit f\u00fcr Tiefblicke. F\u00fcr die Ber\u00fchmtheit dieses Eisenweges ist dennoch wenig los. Es ist, als w\u00e4re der Steig mit einem Lineal in die W\u00e4nde geschnitten worden &#8211; und doch sind es ganz nat\u00fcrliche B\u00e4nder. Sonne scheint auf das gro\u00dfartige und extrem ausgesetzte Felsband. Zu viel schaue ich aber  nicht hinunter! Sehr luftig f\u00fcr mich!!! Beim ber\u00fchmten Felsturm Campanile Basso &#8211; dort h\u00e4ngen Kletterer in der Wand und man h\u00f6rt ihre Stimmen &#8211; geht es dann auf die Ostseite der Kette und wieder folgen lange Felsb\u00e4nder, die schlie\u00dflich in einer horizontalen Querpassage auslaufen, die mit Eisentritten \u00fcberwunden wird. An der Bocca die Brenta endet dieser ber\u00fchmte Klettersteig. Nur wenige H\u00f6henmeter Abstieg auf die Westseite &#8211; und wieder tut sich ein gigantisches Panorama auf mit immer neuen m\u00e4chtigen Felst\u00fcrmen &#8211; und wir sind beim Rufgio Pedrotti. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rifugio Pedrotti<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei dieser klassischen Bergh\u00fctte, umgeben von unz\u00e4hligen hohen Felst\u00fcrmen und senkrechten W\u00e4nden mit \u00dcberh\u00e4ngen, w\u00fcrden Menschen, die die F\u00e4higkeit und den Willen f\u00fcr schwierige Routen haben, aus einer \u00dcberf\u00fclle sch\u00f6pfen k\u00f6nnen. F\u00fcr mich jedenfalls reichen die Klettersteige. Nur kurz machen wir auf der Bank vor einer h\u00e4sslichen Kapelle Rast. Immer wieder treibt der Wind Nebelwolken um die Bergspitzen. Die anderen Gruppen sind hinter uns geblieben. Gleich nach dem ersten Drittel konnten wir vorgehen. Es gab auch kaum Entgegenkommende. Der Ruf, der Bocchette Centrale sei \u00fcberlaufen, stimmte heute nicht. Hinauf zum n\u00e4chsten Klettersteig sind wir schlie\u00dflich lange allein, so dass man schon vermuten k\u00f6nnte, auch dieser Steig sei gesperrt. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brentari-Klettersteig und Brenta-Nebel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Steig f\u00fchrt weit durch Ger\u00f6llfelder und Steinlabyrinthe hinein. Die Markierungen sind gerade ausreichend. Manchmal sind auch Steilstufen dazwischen. Wohl mehr als eine Stunde dauert es, bis wir zu einer Tafel kommen, die den Beginn des eigentlichen Klettersteiges anzeigt. Die Wand hinunter zum Ambiez-Gletscher ist hoch und senkrecht. Zum Gl\u00fcck gibt es Leitern, Drahtseile und Klammern &#8211; eine lange Leiter h\u00e4ngt sogar etwas \u00fcber &#8211; um \u00fcber die glatten Felsen meist senkrecht hinunter zu steigen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Unten am Ambiez-Gletscher ziehen wir uns f\u00fcr die Querung noch einmal Steigeisen bzw. Gr\u00f6del an. Mir geben die Steigeisen immer ein besseres Gef\u00fchl. Die Gletscherzunge ist so mit Ger\u00f6ll bedeckt, dass er kaum mehr sichtbar ist. Bald wird es ihn wohl auch nicht mehr geben. Nun ist der Nebel voll da. Auf der anderen Seite der Querung des Gletschers sind keine Steigspuren im Ger\u00f6ll und dem Meer aus Steinen mehr zu erkennen, keine Markierungen oder Steinmandl &#8211; nur dicke Nebelsuppe. In so einer Situation w\u00e4re es gut, ein GPS-Tracking machen zu k\u00f6nnen. Jedenfalls nehme ich mir vor, dies einmal kennenzulernen. Meine Begleiterin vertraut ihrem Gef\u00fchl und geht im Steinlabyrinth voran. Tats\u00e4chlich finden wir nach einiger Zeit wieder zur\u00fcck zu Markierungen und im Nebel geht es den Steig hinunter zur Agostini-H\u00fctte, deren rotes Dach erst unmittelbar davor erkennbar wird. Dankbare Umarmung, dass wir dies so geschafft haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rifugio Agostini<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Rifguio Agostini mit sehr freundlichem Personal &#8211; dies zieht sich durch! &#8211; ist wiederum ein klassisches Schutzhaus. Wieder haben wir ein Sechserzimmer. Einige der Menschen hier haben wir bereits auf der Tucketth\u00fctte vor zwei Tagen gesehen. Nicht alle aber hatten heute dieselbe Routenwahl. Wir werden verw\u00f6hnt mit einem dreig\u00e4ngigen Men\u00fc, mit Menschen, die jetzt auf der H\u00fctte entspannt sind und miteinander den Tag in dieser gro\u00dfartigen und zugleich fordernden Bergwelt  ausklingen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/d-3-1-577x1024.jpg' class='thumbnail' \/>Restgletscherkontakt und Ger\u00f6ll Mittwoch, 2. August 2023. F\u00fcr heute sind stabiles Wetter und Sonnenschein vorausgesagt. 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