{"id":9409,"date":"2023-08-24T06:52:16","date_gmt":"2023-08-24T06:52:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=9409"},"modified":"2023-08-24T06:52:16","modified_gmt":"2023-08-24T06:52:16","slug":"tag-2-am-geigenkamm-ueber-den-wildgrat-gipfel-2921-m-vom-oetztal-ins-pitztal-und-ebendort-zur-ruesselsheimer-huette-2323-m","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=9409","title":{"rendered":"Tag 2 am Geigenkamm: \u00dcber den Wildgrat-Gipfel (2921 m) vom \u00d6tztal ins Pitztal und ebendort zur R\u00fcsselsheimer H\u00fctte (2323 m)"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/rh-3-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/rh-3-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9410\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/rh-3-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/rh-3-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/rh-3-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/rh-3-1536x1152.jpg 1536w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/rh-3-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Licht eines neuen Tages ver\u00e4ndert die Farbe des Wettersees hinter der Erlanger H\u00fctte. Eine Farbenvielfalt von Ockergelb und Goldgelb und Orange und Hellrot begleitet den Sonnenaufgang beim Breiten Grieskogel und seinen Stubaier Nachbarbergen auf der \u00f6stlichen Seite des \u00d6tztales. Das H\u00fcttenfr\u00fchst\u00fcck ist ein besonderes Geschenk.\u00a0 Das Ziel am zweiten Tag: Die \u00dcberschreitung vom Geigenkamm \u00fcber den Fastdreitausender Wildgrat und hinunter \u00fcber Almen zur Mittelstation der Hochzeigerbahnen. Die Gewitterwolken von gestern sind von gestern. Heute wird Sonnenschein sein. Am Wettersee vorbei geht es \u00fcber alten Gletscherschliff und Ger\u00f6ll bis zum Gipfelaufbau. Der Steig gilt als schwarzer Bergweg \u2013 eine Klassifikation, die aber eine gro\u00dfe und subjektiv ganz unterschiedlich erlebbare Realit\u00e4t darstellt. Diesmal wird es nicht schwierig. Wir harmonieren beim Gehen und auch sonst, was das Miteinander-Unterwegssein so besonders macht und stets Sicherheit schenkt. Lediglich an einer kurzen, ausgesetzten Passage hei\u00dft es, sauber auf Felsen zu gehen und etwas nach Tritten zu suchen. Der Gipfel selbst bietet einen Panoramablick \u2013 im Norden die Lechtaler Alpen, im Westen der Kaunergrat und das Venet-Massiv, im S\u00fcden schroffe Gipfel des Geigenkamms, im Osten die Stubaier Alpen. Beim Abstieg ins Riegetal sehen wir schon von weitem den Groa\u00dfsee und ich freue mich auf die Abk\u00fchlung dort. Seele und K\u00f6rper sch\u00e4tzen die K\u00fchle eines Bergsees umgeben von schroffen Felsgipfeln. In einer langen Querung und in immer \u00fcppigeren Alpenvegetation kommen wir schlie\u00dflich zur Mittelstation der Hochzeigerbahn. Rundherum herrscht touristischer Hochbetrieb. Die zuvor erlebte Ruhe \u2013 wir trafen auf der ganzen Strecke nur eine Handvoll Menschen \u2013 ist nun der Hektik gewichen. Action-Hungrige k\u00f6nnen zwischen Biketrails oder den eigenen dreir\u00e4digen Zirbencarts w\u00e4hlen. Wir w\u00e4hlen schnell die Benni-Raich-Gondel hinunter nach Hochjerzens. Wenige Wartezeiten \u2013 wenn sie gemeinsam erfahren werden \u2013 werden zu Entschleunigungszeiten mit Gelegenheit zu Tiefgr\u00fcndigem. Ein erster Bus bringt uns nach Jerzens hinunter. Ein zweiter von Jerzens bis Plangeross \u2013 dem vorletzten Weiler im Pitztal. Ein letztes Mal f\u00fcr heute geht es bergauf. Schon vom Parkplatz aus, bei dem liebenswerterweise der Busfahrer einen Extrastopp f\u00fcr uns machte, sehen wir weit oben die R\u00fcsselsheimer H\u00fctte. Der Steig windet sich 725 H\u00f6henmeter in unz\u00e4hligen Kehren hinauf. Rechts davon rauscht der Kitzlesbach. Noch bleibt etwas Zeit, um vor der H\u00fctte das Panorama wahrzunehmen. Vor allem die gegen\u00fcberliegenden schroffen Felsgipfel des Kaunergrats sind beeindruckend. Heute wundere ich mich selbst, dass ich als junger Mensch auf fast allen von ihnen gestanden bin. Der m\u00e4chtigste Gipfel ist die Watzespitze. Dort, wo ich einst noch mit Steigeisen \u00fcber eine Gletscherflanke bis knapp zum Gipfelgrat steigen konnte, sind nur mehr Reste von Schneefeldern. Der Normalanstieg soll gar nicht mehr m\u00f6glich sein. Und wieder beginnt ein H\u00fcttenabend \u2013 mit gewohnten Abl\u00e4ufen, die h\u00fcttenspezifisch zugleich jeweils anders sind. Statt Wackelpudding, der oft als Nachtisch bei einer AV-H\u00fctten-Halbpension serviert wird, ist heute Apfelstrudel mit Sahne an der Reihe. Stets gibt es auch eine vegetarische Variante zur Hauptspeise. Auch diesmal ist das H\u00fcttenpersonal, die junge H\u00fcttenwirtin mit ihrem Vater und einer Hilfskraft, au\u00dferordentlich gastfreundlich. Eine gr\u00f6\u00dfere buntgemischte und gutgelaunte Gruppe von Bergmenschen aus dem Pitztal schafft mir \u2013 auch durch ihren Dialekt \u2013 ein Heimatgef\u00fchl. Einmal mehr erfahre ich heute, dass Bergsteigen viel mehr ist, als das Erreichen von Gipfelzielen. \u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/rh-3-1024x768.jpg' class='thumbnail' \/>Das Licht eines neuen Tages ver\u00e4ndert die Farbe des Wettersees hinter der Erlanger H\u00fctte. Eine Farbenvielfalt von Ockergelb und Goldgelb und Orange und Hellrot begleitet den Sonnenaufgang beim Breiten Grieskogel und seinen Stubaier Nachbarbergen auf der \u00f6stlichen Seite des \u00d6tztales. 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