{"id":9477,"date":"2023-09-20T17:18:05","date_gmt":"2023-09-20T17:18:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=9477"},"modified":"2023-09-21T13:43:35","modified_gmt":"2023-09-21T13:43:35","slug":"ein-mountainbike-klassiker-am-gardasee-arco-tremalzopass-ledrosee-riva","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=9477","title":{"rendered":"Ein Mountainbike-Klassiker am Gardasee: Arco-Tremalzopass-Ledrosee-Riva"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/gar-50-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/gar-50-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9478\" srcset=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/gar-50-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/gar-50-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/gar-50-1152x1536.jpg 1152w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/gar-50-1536x2048.jpg 1536w, http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/gar-50-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Sport und Leidenschaft am Bergradeln und das Auskosten neuer Bergdimensionen verbinden. Zu viert mit Mountainbike unterwegs zu sein funktioniert daher von Beginn an reibungslos. F\u00fcr mich ist die Gegend ein neues noch unbekanntes Terrain. Ich habe nichts dar\u00fcber gelesen, keine Karten studiert, will mich einfach \u00fcberraschen lassen. Die n\u00f6rdliche Gardasee-Gegend kannte ich nur von einer Rennradfahrt und aus Erz\u00e4hlungen jener vielen, die es von Innsbruck aus immer wieder nach Arco zieht. Von dort starten wir auch los. Zu fr\u00fcher Morgenstunde sind die Gesch\u00e4fte noch geschlossen. Von zehn Gesch\u00e4ften in den schmalen kleinen Gassen der Altstadt sind gef\u00fchlt neun mit Kletterausr\u00fcstungen und anderem Outdoor-Equipment. In einem Kaffee vor dem Dom bekommen wir einen Capuccino. Auf der Spitze des Turmes klettert eine schlanke Engelfigur das Kreuz hinauf. Hinter der Stadt auf einem markanten Felsh\u00fcgel sind die Ruinen der Burg von Arco. Riva liegt nur wenige Kilometer von Arco entfernt. Wir nehmen einfach die Stra\u00dfe. Palmen und Zypressen zeigen, dass hier klimatisch ein anderer Wind weht. Von Riva weg f\u00fchrt ein imposanter Panoramaweg entlang der westlichen Steilflanken oberhalb des Gardasees zur Ortschaft Pregasina. Die Schotterstra\u00dfe ist direkt in den Felsen gehauen. Tunnel verst\u00e4rken Worte, die aus dem Inneren gesagt werden. Wir nehmen uns bei einem Kaffee in Pregasina Zeit f\u00fcr eine Rast und f\u00fcr eine kleine Reparatur an der Gangschaltung meines Bikes. Den ersten Gang brauche ich auf den folgenden Kilometern dringend. Es wird teilweise so steil und grobsteinig, dass Schieben an manchen Stellen sinnvoller ist. Der Gardasee liegt immer weiter unter uns. Einmal setze ich mich auf einen Felsvorsprung. Tausend Meter senkrecht tiefer liegt am Ufer des Sees Limone mit seinen Ziegeld\u00e4chern. Zum Tremalzo-Pass f\u00fchrt eine alte Milit\u00e4rstra\u00dfe. Heute sind die h\u00f6chsten Erhebungen nebelumweht. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden sind alte Befestigungsanlagen in die Felsen gehauen. Hier ist der sinnlose Stellungskrieg mehr als 100 Jahre vergangen, in der Ukraine findet er heute noch viel brutaler statt. Auf der grobsteinigen Stra\u00dfe mit vielen Kehren und Haarnadelkurven sausen immer wieder Downhill-Biker hinunter \u2013 viele von ihnen lassen sich mit einem Schuttle-Bus auf der gegen\u00fcberliegenden Seite bis zur Passh\u00f6he bringen. Unmengen E-Mtb-Biker summen und brummen an uns vorbei. Mit einem Normalo-Bike f\u00fchlt man sich schon merkw\u00fcrdig altmodisch. Beim Tramalzo-Klassiker wird man wohl zu keiner Jahreszeit allein sein. Der h\u00f6chste Punkt der Tremalzostra\u00dfe ist der Scheiteltunnel auf 1830 m. Der Gardasee liegt auf 91 m Seeh\u00f6he. Wir haben also ordentlich H\u00f6henmeter gemacht. Auf der anderen Seite geht es nun auf Asphaltstra\u00dfen hinunter zum Ledrosee. Zuerst aber hei\u00dft es nochmals, in einem Kaffee einzukehren. Zu essen gibt es nichts. Man f\u00fchlt sich ans Ende der Saison und ans Ende der Welt versetzt. Hinunter auf der schmalen Stra\u00dfe gibt es kaum Verkehr und wir k\u00f6nnen die Kehren und Kurven so richtig voll ausn\u00fctzen. Gut, dass wir die Runde in diese Richtung gemacht haben. Auf der S\u00fcd-Ostseite w\u00e4re eine Abfahrt grobschottrigen und an manchen Stellen auch ausgesetzten Abschnitten wohl nicht so gut. Diese Seite taugte daf\u00fcr gut f\u00fcr die Auffahrt. Dunkelgr\u00fcnblau und kristallklar liegt der See unten und ist warm genug, um darin zu schwimmen. Die danach folgende Abfahrt zur\u00fcck nach Riva wird nochmals zum landschaftlichen Erlebnis. Der Ponale-Fluss hat sich in eine tiefe Schlucht eingegraben. Es wird Abend, es wird dunkel, bis wir dann in Riva in einer Pizzeria den Tag ausklingen lassen. Anders als in Arco pr\u00e4gen hier touristische Menschen die Flaniermeilen am See und in den Altstadtstra\u00dfen, die trotz Nebensaison gut gef\u00fcllt sind. Anders als in Arco sieht man kaum noch sportliche Beine, auf denen das Wei\u00df des Kalks von den Kletterl\u00e4ngen sind und so manche Hand leichte Verletzungsspuren zeigt. Unsere M\u00e4gen sind leer \u2013 umso erf\u00fcllter die Seelen mit dem gemeinsamen Erleben einer gro\u00dfartigen Landschaft, die sich in vielem unterscheidet von meinen Mountainbike-Fahrten daheim. Der Radcomputer hat f\u00fcr heute rund 80 Kilometer und 2200 H\u00f6henmeter gemessen. Aber diese Daten sind im Vergleich zu emotionalem Ma\u00dfnehmen ohnehin fast unwichtig. Mit der Stirnlampe geht es im fr\u00fchen Dunkel des Herbstes dann zur\u00fcck nach Arco.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/gar-50-768x1024.jpg' class='thumbnail' \/>Sport und Leidenschaft am Bergradeln und das Auskosten neuer Bergdimensionen verbinden. Zu viert mit Mountainbike unterwegs zu sein funktioniert daher von Beginn an reibungslos. 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