{"id":11052,"date":"2025-02-25T17:56:33","date_gmt":"2025-02-25T17:56:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=11052"},"modified":"2025-02-25T18:14:03","modified_gmt":"2025-02-25T18:14:03","slug":"antikriegsklage-und-die-farben-des-friedens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=11052","title":{"rendered":"Antikriegsklage und die Farben des Friedens"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/anti-krieg-graf-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"984\" height=\"754\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/anti-krieg-graf-4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11055\" srcset=\"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/anti-krieg-graf-4.jpg 984w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/anti-krieg-graf-4-300x230.jpg 300w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/anti-krieg-graf-4-768x588.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 984px) 100vw, 984px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Farben des Friedens sind jene des Regenbogens, darin sich leuchtend finden die Farben aller Nationen, die miteinander in Frieden leben k\u00f6nnten. Nichts rechtfertigt ein T\u00f6ten f\u00fcr nationalistisch-v\u00f6lkisches Begehren. Deswegen m\u00f6chte ich so gerne sehen in Zeiten von Kriegen: die regenbogenbunten Farben. Die Flagge in Zeiten von Kriegen ist schneewei\u00df. Sie bedeutet: Sich ergeben dem Frieden und nicht mehr kriegsrechtfertigende Ziele verfolgen. Die Antwort auf uns\u00e4gliche Gewalt ist nicht wieder Gewalt. Wer Wege des Friedens verfolgt, kommt aus den Sch\u00fctzengr\u00e4ben und richtet seine t\u00f6dliche Waffe nicht l\u00e4nger auf Menschen, die man als Feinde sieht. Wer \u201eWaffenstillstand\u201c ruft, ist nicht feige, sondern handelt vern\u00fcnftig. Der Weg zu einem gerechten Frieden geht \u00fcber das Schweigen der Waffen. Wer aber nach Waffen ruft, gie\u00dft \u00d6l ins Feuer der Kriege. W\u00fcrden doch die Soldaten ihre Stellungen verlassen: es w\u00e4re ein Schritt in eine friedliche Zukunft! W\u00e4ren Deserteure und nicht Krieger die Heroen der Nationen, w\u00e4re der eine Krieg und die vielen anderen l\u00e4ngst schon vorbei. \u00a0W\u00fcrden die Befehle der Gener\u00e4le nicht l\u00e4nger Geh\u00f6r finden, w\u00e4ren Verhandlungen der Politiker denkbar. Im nun vierten Kriegsjahr in der Ukraine soll nicht mehr nationalistisches Pathos den Ton angeben, will ich nicht wieder h\u00f6ren, die \u00fcberfallene Ukraine br\u00e4uchte doch nur noch mehr Waffen und milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung, um tapfer gegen Russland k\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen, um einen Sieg zu erringen, um Territorien wieder zur\u00fcckzugewinnen. Ein Abn\u00fctzungskrieg ist f\u00fcr alle Beteiligten ein abscheuliches Verbrechen. Ein Krieg kann nie gewonnen werden. Kriege werden immer verloren. Menschenleben gehen verloren \u2013 auf allen Seiten. Lebensm\u00f6glichkeiten gehen verloren. Vertrauen geht verloren. In jedem Krieg sind alle Verlierer. Kinder haben ihre Papas verloren. Soldaten haben Gliedma\u00dfen verloren und werden ein Leben lang verst\u00fcmmelt durchs Leben gehen. Politiker, die M\u00e4nner und Frauen in den Krieg schicken und Waffenlieferungen beschlie\u00dfen, sitzen nicht in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben und nicht in den Panzern, auf die mit Drohnen t\u00f6dliche Munition gebombt werden, und liegen nicht in den Spit\u00e4lern mit abgetrennten Gliedern und verbrannter Haut. Nach drei schrecklichen Kriegsjahren kann der Ruf nur lauten an alle, die daran beteiligt sind: H\u00f6rt auf mit dem K\u00e4mpfen, h\u00f6rt auf mit dem Bomben! Es sind schon viel zu viele gestorben, viel zu viele verst\u00fcmmelt, viel zu viele Kinder haben ihre V\u00e4ter verloren in sinnlosen K\u00e4mpfen, Ehepartner haben ihre Partner verloren; St\u00e4dte voller Leben wurden zu gespenstisch anmutenden Ruinenst\u00e4dten. Im Visier der Scharfsch\u00fctzen stehen Menschen, die leben wollen, die Familien haben, die meist nur gezwungen werden zum Dienst mit der Waffe. Massive Aufr\u00fcstung ist nur ein Weg in neue Kriege und die Fortsetzung der alten. Allein Polen gibt inzwischen j\u00e4hrlich 40 Milliarden f\u00fcr das Milit\u00e4r aus. Aber auch Nichtpaktstaaten wie die Schweiz oder \u00d6sterreich r\u00fcsten auf. Man bereitet sich auf einen Ernstfall vor und meint mit Ernstfall den Krieg. In der Schweiz und anderswo werden Luftschutzbunker wieder aktiviert wie in Zeiten des Kalten Krieges. Doch Aufr\u00fcstung und Frieden sind ein Oxymoron. Wer zum Krieg r\u00fcstet, wird Krieg machen. Selbst bei bisch\u00f6flichen Ansprachen und offiziellen Friedensgottesdiensten wird doch indirekt der ukrainische Kampfeswille bekr\u00e4ftigt und es fehlen die klaren Worte, alles zu tun, dass Kampfhandlungen eingestellt werden. Verstummt und vergessen scheint der Ruf des Papstes in den Kartagen 2024, als er die \u201eWei\u00dfe Fahne\u201c als Strategie f\u00fcr einen Friedensweg vorschlug. Geben die Kirchen heute wieder den Segen f\u00fcr Aufr\u00fcstung und Waffenlieferungen? In Fernsehsendungen und Talkshows erkl\u00e4ren Soldaten in Kampfuniform, wie Kriege gemacht werden. Autokratische Herrscher werden demokratisch gew\u00e4hlt und handeln gegen die Demokratie. W\u00fcrden die Menschen den \u201emasters of war\u201c die Gefolgschaft aufk\u00fcndigen, w\u00fcrden die R\u00fcstungsingenieure sich in den Dienst des Friedens und nicht des Krieges stellen, w\u00fcrden Soldaten nicht mehr zu Waffen greifen, st\u00fcnden die Autokraten so nackt da, wie sie von Gott erschaffen wurden. Die modernen High-Tech-Waffen sind des \u201eKaisers neue Kleider\u201c, die nur l\u00fcgenhaft eine Scheinsicherheit vort\u00e4uschen. Es br\u00e4uchte vielmehr den Ruf des Kindes in der Parabel von Hans Andersen: \u201eDer ist ja nackt!\u201c \u2013 so w\u00fcrde die L\u00fcge der milit\u00e4rischen Sicherheit entlarvt. Nur selten gibt es da Stimmen von Menschen, wie Frieden gemacht werden k\u00f6nnte. Macht endlich Frieden! Kriege werden gemacht, aber auch Frieden kann gemacht werden. Wehrhaftigkeit und Abr\u00fcstung schlie\u00dfen sich nicht aus. Wehrhaftigkeit misst sich nicht an immer noch besseren T\u00f6tungssystemen. Gewaltfreiheit ist der Weg zum Frieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Klaus Heidegger, 25. 2. 2025 &#8211; am Todestag des Pazifisten Jakob Hutter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/anti-krieg-graf-4.jpg' class='thumbnail' \/>Die Farben des Friedens sind jene des Regenbogens, darin sich leuchtend finden die Farben aller Nationen, die miteinander in Frieden leben k\u00f6nnten. Nichts rechtfertigt ein T\u00f6ten f\u00fcr nationalistisch-v\u00f6lkisches Begehren. Deswegen m\u00f6chte ich so gerne sehen in Zeiten von Kriegen: die regenbogenbunten Farben. Die Flagge in Zeiten von Kriegen ist schneewei\u00df. 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