{"id":11367,"date":"2025-07-19T12:44:09","date_gmt":"2025-07-19T12:44:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=11367"},"modified":"2025-07-21T11:36:11","modified_gmt":"2025-07-21T11:36:11","slug":"tag-2-ueber-den-fimberpass-ins-engadin-durch-die-uinaschlucht-und-den-schlinigpass-in-den-vinschgau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=11367","title":{"rendered":"Tag 2: \u00dcber den Fimberpass ins Engadin, durch die Uinaschlucht und \u00fcber den Schlinigpass in den Vinschgau"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2-3-uina-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2-3-uina-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11368\" srcset=\"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2-3-uina-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2-3-uina-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2-3-uina-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2-3-uina-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2-3-uina-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Dienstag, 15. Juli 2025. Der H\u00fcttenwirt und sein Team verw\u00f6hnen die Mischung aus Wanderern und Mountainbikern mit einem guten Fr\u00fchst\u00fccksbuffet, das Kraft gibt f\u00fcr einen langen und kalorienintensiven Tag. Davor lasse ich mich noch vor der H\u00fctte von dem Augenblick des neuen Tages verw\u00f6hnen. Zwischen den Wolken lugt teils die Sonne hervor und verzaubert die gr\u00fcnen Bergh\u00e4nge. Der Fimbabach flie\u00dft sanft durch das Val Fenga. Die rotwei\u00dfe Kreuzflagge der Schweiz flattert auf dem kleinen H\u00fcgel oberhalb der H\u00fctte. Murmeltiere haben dort ihr Zuhause. Der Regen hat aufgeh\u00f6rt. Noch ist aber der Steig hinauf zum Fimberpass (2608 m) regennass. Das ist ohnehin eine reine Schiebestrecke. Der Fimberpass stellt eine historische Verbindung zwischen dem Paznauntal und dem Engadin her. Hinter dem Pass beginnt die eindrucksvolle Bergwelt des Val Ch\u00f6glias. Steil sind die H\u00e4nge zu beiden Seiten. F\u00fcr mich ist mit meinem Hardtail und meinem Fahrk\u00f6nnen der Single Trail bis weit hinunter aber nicht befahrbar und eine Schiebestrecke. An manchen Stellen f\u00fchrt der schmale Trail hoch \u00fcber den Mor\u00e4nen \u2013 da w\u00e4re ein Sturz fatal. Einmal sind just auf dem Steig an einem steilen Hang Mutterk\u00fche mit ihren K\u00e4lbern. Je tiefer es nach Ramosch ins Engadin hinab geht, desto \u00f6fter l\u00e4sst sich der Single Trail auch f\u00fcr mich befahren. Einmal rede ich mit einem Hirten, der nach seinen Tieren sieht, ein andermal saust eine Gruppe von Enduro-Fahrern an mir vorbei. Die Bergwiesen werden intensiver an Bl\u00fctenpracht. Mehrmals werden B\u00e4che von Br\u00fccken \u00fcberspannt. Vorbei an einem alten Gasthaus, etwas hinauf und dann hinaus durch das Val Sinestra und hinunter ins Untere Engadin nach Ramosch. Ein St\u00fcck des Weges f\u00fchrt dann am Innradweg nach Sur-En. Erst dort machen wir die erste Pause. Es beginnt dann der teils steile Aufstieg durch das Uinatal mit der spektakul\u00e4ren Uinaschlucht. Bei den beiden letzten Kurven hinauf zum Einstieg der Schlucht bin ich dankbar f\u00fcr die Unterst\u00fctzung. Die Radlschuhe auf dem felsigen Untergrund geben nicht so viel Halt und das Rad zu tragen oder schieben macht zus\u00e4tzlich unsicher. Wir sind aber beide ein inzwischen eingespieltes Team, das miteinander die H\u00f6hen und Tiefen in jeder Hinsicht meistern kann. Der bekannte 600-Meter lange Pfad hoch \u00fcber der imposanten Schlucht ist in die Felswand geschlagen. Die Seilsicherungen zu beiden Seiten geben Sicherheit. Am Ende des spektakul\u00e4ren Abschnitts ist der Schlinigpass und die Landschaft ist nun ganz ver\u00e4ndert: eine sanfte Hochebene, weiches Almgras, kleine Moorseen und mit Wiesen voller Wollgras. Der unmittelbare Wechsel von einer wilden Felsschlucht zu einer sanften Hochebene, die hin\u00fcber zur Sesvennah\u00fctte f\u00fchrt, schmeichelt den k\u00f6rperlichen Sinnen und der Seele. Kurz vor der Sesvennah\u00fctte, die gerade wegen aufw\u00e4ndigen Renovierungsarbeiten gesperrt ist, steht die alte Pforzheimerh\u00fctte vor einem See. Danach ist noch einmal ein Steilabbruch vor einem gro\u00dfartigen Wasserfall bevor es hinunter nach Schlinig und Schlins in den Vinschgau geht. Die \u00dcbernachtung haben wir in Burgeis reserviert. Als wir dort abends ankommen, beginnt es leicht zu regnen. Die statistischen Daten (fast 3000 hm im Abstieg, 1880 hm im Aufstieg, 50 Kilometer) geben nur wenig Auskunft \u00fcber die k\u00f6rperlichen Anstrengungen \u2013 schlie\u00dflich waren es heute viele Schiebestrecken \u2013 und noch weniger geben sie Auskunft \u00fcber das Erleben einer gro\u00dfartigen und meist einsamen Gebirgslandschaft, \u00fcber die Freude an der Bewegung und unbeschreiblicher Natur, die noch gr\u00f6\u00dfer wird, weil es eine geteilte Freude ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img alt=\"\"\/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2-3-uina-1024x768.jpg' class='thumbnail' \/>Dienstag, 15. Juli 2025. Der H\u00fcttenwirt und sein Team verw\u00f6hnen die Mischung aus Wanderern und Mountainbikern mit einem guten Fr\u00fchst\u00fccksbuffet, das Kraft gibt f\u00fcr einen langen und kalorienintensiven Tag. 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