{"id":12604,"date":"2026-05-23T05:22:11","date_gmt":"2026-05-23T05:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=12604"},"modified":"2026-05-23T06:02:28","modified_gmt":"2026-05-23T06:02:28","slug":"pfingstwunder-ohne-wunderlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=12604","title":{"rendered":"Pfingstwunder ohne Wunderlichkeit"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Getreidefeld-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Getreidefeld-2-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12608\" srcset=\"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Getreidefeld-2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Getreidefeld-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Getreidefeld-2-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Getreidefeld-2.jpg 1158w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Biblische Vorgaben in ihrem Kontext verstehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weil ich die Vorbereitung f\u00fcr einen Pfingstgottesdienst in unserer kleinen Gemeinde habe, weil mir dieses Hochfest der christlichen Kirchen sehr wichtig ist und entsprechend bewusst gelebt werden soll, beginne ich zun\u00e4chst, mich mit der doppelten Kontextualisierung der entsprechenden biblischen Vorgaben zu besch\u00e4ftigen. Es geht mir um eine historisch-kritische und materialistische Exegese der biblischen Pfingsttexte einerseits und ihre Anwendung auf das Hier und Heute andererseits (Apostelgeschichte 2,1-11 und Johannes 20,19-33).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Pfingst\u201cwunder\u201c in der Bibel: der biblische Kontext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unglaubliches, Unfassbares ist geschehen. In der Hauptstadt Jud\u00e4as. In Jerusalem. Zur Zeit der Weltherrschaft des Kaisers Tiberius, etwas mehr als 50 Tage, nachdem Jesus von Nazareth als Rebell und Aufr\u00fchrer auf grausame Weise hingerichtet worden war, 50 Tage, so die symbolisch-verdichtete Zeitangabe im Neuen Testament, nachdem Christus erstmals seinen J\u00fcngerinnen und J\u00fcngern als Auferstandener begegnet war. Was ist geschehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Als Verfasser der bekanntesten und ausf\u00fchrlichsten biblischen Pfingstgeschichte gilt der Evangelist Lukas, der in der Tradition als &#8222;Arzt&#8220; bezeichnet wurde. Er ist ein Autor, der vor allem die Frauen im Umfeld Jesu ins Bild gebracht hatte. Die Textkritik sieht hinter Lukas eine Gemeinde, in der Frauen wesentlich aktiv waren. Sie hatten erlebt, dass das Beispiel Jesu seit seinem Tod und seiner Auferstehung heilsam wirksam geblieben ist. Deswegen schreibt &#8222;der Lukas&#8220; nicht nur ein Evangelium, sondern eine Fortsetzung namens Apostelgeschichte, in der wir das bekannte Pfingstwunder nachlesen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Immer noch geschockt von den Ereignissen sitzen die Personen, die in der griechischen Sprache des Neuen Testaments \u201emathetoi\u201c, n\u00e4mlich Lernende, genannt werden, hinter verschlossenen T\u00fcren zusammen. Sie wissen, weil sie es selbst erfahren haben: Jesus ist auferstanden. Jesus ist ihnen auch schon erschienen. Auferstanden in ihren K\u00f6pfen und Herzen, in ihrem gemeinsamen Mahlhalten, im Einstehen f\u00fcreinander. Ihre Angst ist damit nicht gewichen. Der Schock \u00fcber Jesu Hinrichtung sitzt ihnen tief in den Knochen. Die Exekution war von \u00e4u\u00dferster Brutalit\u00e4t, typisch f\u00fcr die r\u00f6mischen Besatzungstruppen, die das Land mit solchen Ma\u00dfnahmen unter Kontrolle hielten. Abertausende sind von den r\u00f6mischen Soldaten gekreuzigt worden; j\u00fcdische M\u00e4dchen und Frauen sind missbraucht oder als Sklavinnen verkauft worden. Jene, die mit Jesus gezogen sind, waren auch am Tag des j\u00fcdischen Erntedankfestes, das zur religi\u00f6sen Grundlage des christlichen Pfingstfestes wurde, h\u00f6chst gef\u00e4hrdet.<\/p>\n\n\n\n<p>Da hocken sie nun in einem armseligen Haus in Jerusalem zusammen. Wir kennen einige ihrer Namen. Es sind durchwegs Leute der Unterschicht. Da ist Bartim\u00e4us. Als blinder Bettler hatte ihn Jesus in die Nachfolge berufen. Weit unter dem Existenzminimum hatte er gelebt. Ein Marginalisierter. Da&nbsp;sind der Bruder von Jesus, Jakobus, sowie die S\u00f6hne des Zebed\u00e4us, und nat\u00fcrlich Petrus und Andreas, ehemals Fischer aus dem Norden des Landes. Etliche von ihnen geh\u00f6rten wohl zur zelotischen Bewegung, die auf den gewaltsamen Widerstand setzten, bevor sie mit der gewaltfreien Botschaft Jesu konfroniert wurden. Und nat\u00fcrlich sind da auch die Frauen, die Galil\u00e4erin Maria von Magdala, eine besondere Gef\u00e4hrtin von Jesus, und da sind Maria und Martha aus Betanien, Maria, die Mutter Jesu, und noch viele andere. Sie alle waren ohne Sozialprestige, ohne gesellschaftliches Ansehen, ohne materielle Sicherheiten. Sie kannten die Not in Pal\u00e4stina aus eigener Erfahrung und als Betroffene. Sie wussten von der groben Ungerechtigkeit. Die Botschaft ihres Meisters \u00f6ffnete ihnen die Augen, um die Ausbeutungsverh\u00e4ltnisse zu durchschauen. Sie tr\u00e4umten zugleich von einem messianischen Gottesreich, in dem \u2013 wie es Maria so wunderbar besang \u2013 die Herrschenden vom Thron gest\u00fcrzt, die Habenichtse aber emporgehoben w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer solche Tr\u00e4ume und politischen Ziele hatte, galt als gef\u00e4hrlich. Jeden Moment mussten sie damit rechnen, dass sie ebenfalls wie Jesus als \u201eRevoluzzer\u201c und Unruhestifter verurteilt werden k\u00f6nnten. Kein Wunder also, dass sie vorsichtig waren und sich nicht hinauswagten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pfingsten als Mut zum Aufbruch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da aber geschieht das Unerwartete. Da ereignet sich Pfingsten in diese Situation von Verzagtheit und Angst und Furcht hinein. Verzagtheit wird durch Mut ersetzt, Angst durch Zuversicht und Furcht durch Furchtlosigkeit abgel\u00f6st. Das ist Pfingsten. Das ist die Gabe des Geistes. Die Konsequenzen sind un\u00fcbersehbar. So pl\u00f6tzlich streifen die J\u00fcngerinnen und J\u00fcnger ihre \u00c4ngste ab. Sie haben ihre Furcht vergessen. Die einfachen B\u00e4uerinnen und Bauern aus Galil\u00e4a, die von der Jerusalemer Stadtbev\u00f6lkerung absch\u00e4tzig als ungebildet, als dumm, als unzivilisiert, als unrein betrachtet wurden, kaum w\u00fcrdig f\u00fcr das Wort Gottes, diese Menschen entwickeln pl\u00f6tzlich ein enormes Selbstvertrauen. Weit machen sie nun die T\u00fcren auf. Furchtlos treten sie vor die anderen Menschen, die wegen des Festes so zahlreich in Jerusalem waren. Diese M\u00e4nner und Frauen aus der Unterschicht Pal\u00e4stinas wagen den Aufbruch. Stellvertretend f\u00fcr die anderen, so k\u00f6nnten wir jetzt in der Apostelgeschichte weiterlesen, tritt dann Petrus unerschrocken vor die Menge. Er wagt es sogar, sich auf den Propheten Joel zu beziehen, und spricht vom Anbruch des messianischen Reiches, das ist nichts weniger als eine soziale und politische Revolution, die die Verh\u00e4ltnisse v\u00f6llig umgestaltet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pfingsten als konkrete Eutopie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alles blo\u00df eine Utopie? Eine charismatische Schw\u00e4rmerei? Sind die J\u00fcngerinnen und J\u00fcnger da blo\u00df ausgeflippt? Wir m\u00fcssen in der Apostelgeschichte weiterlesen, dann erfahren wir die unmittelbaren Auswirkungen von Pfingsten. Die handgreiflichen Wirkungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Geist Jesu bewirkt, dass Menschen Mut bekommen und die Nachfolge Jesu wagen k\u00f6nnen und so die enorme Zuversicht erfahren, in die Fu\u00dfstapfen Jesu zu treten. Der Geist Jesu bewirkt, dass sich die einzelnen zugleich in Gemeinschaften zusammentun. Deswegen ist Pfingsten der Geburtstag der Kirche und aller Widerstandsgemeinschaften f\u00fcr gelebte Utopien. Der Geist Jesu bestimmt weiters die Art und Weise, wie die ersten Christinnen und Christen ihr Gemeindeleben gestalten: Diese Menschen in den urchristlichen Gemeinden, so schreibt Lukas, waren \u201eein Herz und eine Seele\u201c. In die Kirche gehen, Christ oder Christin sein, das war nicht eine blo\u00df geistige Sache, ein sch\u00f6nes Wort, ein positives Feeling. Es war f\u00fcr sie&nbsp;durch und durch handfest. Das hatte praktische materielle Konsequenzen.<\/p>\n\n\n\n<p>So sind das Pfingstwunder und die Gabe des Geistes: Menschen werden bef\u00e4higt zur G\u00fctergemeinschaft. Sie haben alles gemeinsam. Manche sprechen auch von einem \u201eUrkommunismus\u201c. Das Wunder dieser \u00f6konomischen Ordnung stellt sich sofort ein, wie wir in der Apostelgeschichte nachlesen k\u00f6nnten: Niemand unter ihnen litt Not, jeder und jede hatte das, was er und sie n\u00f6tig hatte. Es ereignet sich ein sozialpolitisches Pfingstwunder. So erweist sich Pfingsten als soziale Revolution. Gerade in einer extremen Notsituation, in der die ersten christlichen Gemeinden waren, wiederholt sich das, was Jesus bereits in den Brotwundern zeigte: In Gemeinschaften, die sich am Prinzip des Teilens orientieren, werden die sozialen Spannungen aufgehoben. Das bedeutet, dass es keine Menschen mehr gibt, denen die Grundbed\u00fcrfnisse versagt bleiben. Die Gabe des Geistes ist daher die F\u00e4higkeit, eine Gesellschaft und eine Wirtschaft so zu gestalten, dass niemand mehr Not leidet und die Grundbed\u00fcrfnisse aller Menschen erf\u00fcllt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pfingstwunder im Heute: zeitgeschichtlicher Kontext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Blick auf das gro\u00dfe Ganze unserer Welt zeigt all die Ambivalenzen auf. Weit sind wir von solch pfingstlicher Utopie entfernt. Der Geistkraft des Friedens und der Vers\u00f6hnung steht eine Welt von Krieg und Aufr\u00fcstung gegen\u00fcber. Der Geistkraft des Teilens steht eine Welt voll von Armut gegen\u00fcber. Der sch\u00f6pferischen Geistkraft, aus der laut biblischer Schrift alles entstand, stehen Klimanotstand, Ressourcenvergeudung und Artensterben gegen\u00fcber. Dies zeigt, wie sehr wir die Geistkraft brauchen, von der in der Bibel die Rede ist. Aufr\u00fcstung und Kriege zeigen, dass die Welt nicht vom Geist der Gewaltfreiheit beseelt ist. Die fortschreitende Erderhitzung und ihre katastrophalen Folgen zeigen, dass die sch\u00f6pferische Kraft eines achtsamen Umgangs mit der Umwelt hintangestellt wird.  Statt T\u00fcren gegen\u00fcber den Notleidenden aufzumachen, werden die Grenzen gegen\u00fcber den Armutsfl\u00fcchtlingen weiter zugemacht. <\/p>\n\n\n\n<p>Im zivilen Widerstand gegen solche Entwicklungen wird der pfingstliche Geist der Bibel jedoch sp\u00fcrbar. \u201eEine andere Welt ist m\u00f6glich\u201c.  In Organisationen wie &#8222;Extinction Rebellion&#8220; tritt jener revolution\u00e4r-pfingstliche Geist zum Vorschein, der die T\u00fcren der Bequemlichkeit und eines zerst\u00f6rerischen Mitl\u00e4ufertums aufbricht. Es ist ein Geist, der zu einem neuen, einem besseren Leben ermutigt. \u201eKehrt um!\u201c, rief damals Petrus in seiner mutigen Pfingstpredigt den Versammelten zu, die zuhauf in der Stadt Jerusalem waren. \u201eKehrt um!\u201c \u2013 \u201eour house is on fire\u201c \u2013 ruft heute Greta Thunberg und mit ihr rufen es l\u00e4ngst schon Hunderttausende und verk\u00fcnden es in den Internet-Plattformen.<\/p>\n\n\n\n<p>Blicken wir hinein in unsere D\u00f6rfer und St\u00e4dte, hinein in unsere Arbeitsbereiche, hinein in die Schulen und selbst hinein in unsere privaten Welten, so entdecken wir auch heute die versperrten T\u00fcren. Und das Eingeschlossensein. Und das Sichversperren. Hinter so mancher T\u00fcr wohnt die Einsamkeit von Menschen, die keinen Mut mehr finden, auf andere zuzugehen, weil sie entt\u00e4uscht wurden, weil ihr Selbstwert sprichw\u00f6rtlich am Boden ist oder weil sie einfach nur mehr warten k\u00f6nnen, dass endlich wer k\u00e4me, um sie zu rufen, um sie zu befreien aus eigenem Gefangensein. Manchmal reichen eben nicht ein gutgemeintes \u201eSei-stark!\u201c oder beschwichtigende Worte wie \u201eNimm\u2019s-nicht-so-ernst\u201c. Im biblischen Pfingstereignis war es eine Kraft, die von au\u00dfen sp\u00fcrbar wurde. Wir k\u00f6nnten ihn den Geist der Z\u00e4rtlichkeit nennen. Oder den Geist der Ermutigung. Oder den Geist der Wertsch\u00e4tzung. Wir alle wissen, weil wir es erfahren haben und immer wieder erfahren d\u00fcrfen, wie eine liebevolle Zuwendung aufrichtet, wie eine Umarmung Vertrauen schenkt, wie eine Ber\u00fchrung eine L\u00e4hmung l\u00f6st, wie selbst eine WhatsApp-Nachricht ein kleines \u201eWunder\u201c bewirken kann oder wie ein wertsch\u00e4tzendes Angesprochenwerden aufrichtet. Dieser Geist der zuwendenden Z\u00e4rtlichkeit wartet darauf, in uns lebendig zu sein und lebendig zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Pfingsten ist auch das Geburtstagsfest der Kirchen. Auch in meiner Kirche gibt es nach wie vor Hemmungen, sich dem pfingstlichen Aufbruchsgeist zu \u00f6ffnen, der die \u201eLeichen aus dem Keller\u201c holt, damit nicht ihr Gestank die letzten jungen Menschen aus der Kirche vertreibt. Dazu w\u00fcrde z\u00e4hlen, gerade im Bereich der moraltheologischen Verk\u00fcndigung endlich die sexualfeindlichen Passagen aus dem Katechismus zu streichen. Man hat Angst, sich den Anliegen von Frauen zu \u00f6ffnen und endlich auch in den kirchlichen Strukturen Gleichberechtigung zu schaffen, und verschlie\u00dft sich hinter einem frauenfeindlichen Konstrukt l\u00e4ngst \u00fcberholter Argumente. Man eiert um eine ehrliche Regelung mit Blick auf das l\u00e4ngst \u00fcberholte Z\u00f6libatsgesetz herum. Man verschlie\u00dft sich gegen\u00fcber den Anliegen gleichgeschlechtlich liebender Menschen und will ihrem auch ganzheitlichen Sein den vollen g\u00f6ttlichen Segen absprechen. Wenn jedoch der regenbogenbunte Geist von Pfingsten die Herzen ergreifen wird, dann brechen die l\u00e4ngst modrig gewordenen sexistischen Konstrukte in sich zu zusammen und \u00f6ffnen den Blick f\u00fcr g\u00f6ttliche Gegenw\u00e4rtigkeit in der Vielfalt von Leben und Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher der pfingstliche Himmelsruf: M\u00f6ge die sch\u00f6pferische Geistkraft uns t\u00e4glich neu zu einem achtsamen Lebensstil bef\u00e4higen. M\u00f6ge die Geistkraft wie ein Wirbelwind die zerst\u00f6rerischen Mechanismen unserer Wirtschaftsordnung ver\u00e4ndern. M\u00f6ge die Geistkraft wie ein sanfter Windhauch uns zum Teilen bef\u00e4higen. M\u00f6ge der g\u00f6ttliche Beistand uns mit Feuerzungen Mut zu Visionen geben, damit wir unsere Furcht und Angst \u00fcberwinden k\u00f6nnen. M\u00f6ge die Tr\u00f6sterin in unserer Trauer uns beistehen. M\u00f6ge die Geistkraft uns zu Geschwistern machen. M\u00f6ge uns der pfingstliche Geist \u00f6ffnen f\u00fcr die Wahrhaftigkeit in Beziehungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einklang im Ausklang: wo g\u00f6ttliche Geistkraft wohnt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>g\u00f6ttliche Geistkraft wohnt in liebevollen Worten<br>und im achtsamen Gespr\u00e4ch<br>im wertsch\u00e4tzenden Reden<br>und im Aufeinander-H\u00f6ren<\/p>\n\n\n\n<p>g\u00f6ttliche Geistkraft wohnt in Vers\u00f6hnung<br>und in Gesten des Verzeihens<br>in Entschuldigungen<br>und in der Vergebung<\/p>\n\n\n\n<p>g\u00f6ttliche Geistkraft wohnt im Zusammenhalt<br>und in wechselseitiger R\u00fccksichtnahme<br>in einem offenen Herzen<br>und in lustvoller Begegnung<\/p>\n\n\n\n<p>g\u00f6ttliche Geistkraft wohnt in solidarischem Handeln<br>und im Einsatz f\u00fcr die Schwachen<br>im Einklang mit der Natur<br>und in einem achtsamen Lebensstil<\/p>\n\n\n\n<p>g\u00f6ttliche Geistkraft wohnt in den Regentropfen<br>die sich mit deinen Tr\u00e4nen mischen<br>und in den Sonnenstrahlen<br>die dir W\u00e4rme schenken<\/p>\n\n\n\n<p>g\u00f6ttliche Geistkraft wohnt in einer Umarmung<br>und in z\u00e4rtlicher Begegnung<br>in heilenden Ber\u00fchrungen<br>und in tr\u00f6stenden H\u00e4nden<\/p>\n\n\n\n<p>g\u00f6ttliche Geistkraft bewirke heute<br>die liebevollen Gespr\u00e4che und vers\u00f6hnenden Gesten<br>die Solidarit\u00e4t und den Einklang mit der Sch\u00f6pfung<br>die z\u00e4rtlichen Begegnungen und den Mut zum Leben im Jetzt<\/p>\n\n\n\n<p>Klaus Heidegger, Pfingsten 2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Getreidefeld-2-1024x768.jpg' class='thumbnail' \/>Biblische Vorgaben in ihrem Kontext verstehen Weil ich die Vorbereitung f\u00fcr einen Pfingstgottesdienst in unserer kleinen Gemeinde habe, weil mir dieses Hochfest der christlichen Kirchen sehr wichtig ist und entsprechend bewusst gelebt werden soll, beginne ich zun\u00e4chst, mich mit der doppelten Kontextualisierung der entsprechenden biblischen Vorgaben zu besch\u00e4ftigen. 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