{"id":2161,"date":"2016-02-13T20:21:55","date_gmt":"2016-02-13T20:21:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=2161"},"modified":"2022-08-22T07:40:02","modified_gmt":"2022-08-22T07:40:02","slug":"plastikfasten-fuer-oekolog-schulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=2161","title":{"rendered":"Plastikfasten f\u00fcr \u00d6KOLOG-Schulen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die \u00f6kologische Herausforderung \u2013 ein Fasten f\u00fcr die Umwelt<\/strong><br \/>\n\u2022 Nichts quillt in unseren Schulen oder auch daheim mehr \u00fcber als die Recycling-Beh\u00e4lter mit Verpackungs\u201cm\u00fcll\u201c (Papercups, Getr\u00e4nkeverpackungen, \u2026).<\/p>\n<p>\u2022 Sehr vieles lie\u00dfe sich mit \u00f6kologischer Vernunft und entsprechendem Willen vermeiden.<\/p>\n<p>\u2022 7 Wochen Fastenzeit k\u00f6nnten eine Zeit der Ein\u00fcbung sein, mit weniger Plastik-(verpackungen) auszukommen. Eine neue Lebensweise braucht Zeit und Phantasie, damit wir von den gewohnten umweltsch\u00e4dlichen Verhaltensweisen wegkommen.<\/p>\n<p>\u2022 Aufgabe und Herausforderung in den Klassenzimmern k\u00f6nnten sein: Die Plastikbeh\u00e4lter sollten leer bleiben \u2013 wer dennoch Verbundstoffe zum Entsorgen hat, sollte sie wieder mit nach Hause nehmen! Aber: Vermeiden ist immer am besten. Das hei\u00dft: Jause in entsprechende Beh\u00e4lter (Tupperware &amp; Co), Getr\u00e4nke in wiederbef\u00fcllbare Flaschen (keine Tetrapacks, keine PET-Flaschen \u2026)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Plastik verdirbt unsere Umwelt<\/strong><br \/>\n\u2022 117 Kilogramm Kunststoff verbrauchen wir in \u00d6sterreich pro Kopf durchschnittlich im Jahr, das sind im Schnitt fast 10 Kilogramm pro Monat.<\/p>\n<p>\u2022 Jeder zehnte Liter Erd\u00f6l wird f\u00fcr die Kunststoffherstellung eingesetzt. \u00d6l ist eine begrenzte und wertvolle Ressource. J\u00e4hrlich werden weltweit fast 290 Millionen Tonnen Kunststoff produziert.<\/p>\n<p>\u2022 Zur Produktion von einem Kilogramm Plastik wird mindestens die doppelte Menge an \u00d6l ben\u00f6tigt. Wird ein Kilogramm Plastik verbrannt, entweichen etwa zwei Kilogramm CO-2 in die Atmosph\u00e4re. Die Vermeidung insbesondere von kurzlebigen Einwegprodukten aus Plastik, wie Plastikt\u00fcten oder Lebensmittel\u00acverpackungen, leistet daher einen wichtigen Beitrag gegen Rohstoffverschwendung und Klimabelastung.<\/p>\n<p>\u2022 Die meisten synthetischen Kunststoffe bestehen aus Erd\u00f6l als Ausgangsstoff. Um dem Material die gew\u00fcnschten Eigenschaften zu geben, werden diverse Zusatzstoffe wie Weichmacher, Stabilisatoren, Flammschutzmittel oder F\u00fcllstoffe beigemischt. Diese Stoffe sind im Plastik meist nicht fest gebunden und k\u00f6nnen mit der Zeit an die Umwelt abgegeben werden. Sie gelangen dann in Lebensmittel, den Hausstaub, die Atemluft und damit auch in den menschlichen K\u00f6rper. Einige dieser Zusatzstoffe sind gesundheitssch\u00e4dlich.<\/p>\n<p>\u2022 Gelangen Kunststoffe in unsere Umwelt, wird ihre enorme Haltbarkeit zum Problem. Plastik ist nicht biologisch abbaubar, die Zersetzung kann in der Umwelt bis zu 450 Jahre dauern. In den Weltmeeren haben sich bereits gigantische Mengen an Plastikm\u00fcll angesammelt.<\/p>\n<p>\u2022 Kunststoffe werden in der Umwelt in immer feinere Teile zerkleinert. Unterhalb einer Gr\u00f6\u00dfe von 5 Millimetern spricht man von Mikroplastik. Dieses l\u00e4sst sich mittlerweile in Wasser, Luft und Erde nachweisen. Die Folgen sind noch nicht absehbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tipps zum Plastikfasten<\/strong><br \/>\n\u2022 Computer, K\u00fchlschrank, Regenjacke \u2013 Gegenst\u00e4nde aus Kunststoff lassen sich im Alltag nicht immer vermeiden. Doch gerade beim t\u00e4glichen Einkauf lassen sich gro\u00dfe Mengen an Plastik einsparen.<\/p>\n<p>\u2022 Ganz vermeiden lassen sich Plastiktragetaschen. Beim Einkaufen gibt es viele alternative M\u00f6glichkeiten: Mehrfachnutzung zahlt sich aus! Empfehlenswert sind langlebige Tragetaschen z.B. aus recyceltem Kunststoff oder Baumwolle, die h\u00e4ufig genutzt werden. Am einfachsten ist es immer, wenn du beim Einkaufen selbst deine Tasche bzw. deinen Rucksack mitnimmst. Wenn deine Waren fast automatisch am Verkaufstisch eingepackt werden, scheue dich nicht zu sagen: \u201eBitte nicht in eine Plastiktasche, ich kann es selbst einpacken \u2026!\u201c<br \/>\n\u2022 Ob Getr\u00e4nkeflaschen, Coffee-to-go-Becher oder Feuerzeuge: Verzichte auf Einwegprodukte, nutze Mehrwegsysteme. Gerade in unserem Land \u2013 mit bestem Wasser von den Bergen \u2013 muss Wasser nicht aus Plastikflaschen getrunken werden, sondern kommt unverf\u00e4lscht am besten aus der Leitung!<\/p>\n<p>\u2022 Wechsle Verschlei\u00dfteile: Beispielsweise muss bei Zahnb\u00fcrsten oder Kugelschreiber nicht immer das gesamte Produkt erneuert werden. Einige Hersteller bieten Ersatzteile f\u00fcr ihre Produkte an.<\/p>\n<p>\u2022 Nein zu Produkten mit Mikroplastik: Peeling, Puder und Co k\u00f6nnen kleinste Kunststoffteilchen, so genanntes Mikroplastik, enthalten. Dieses kann Kl\u00e4ranlagen passieren und in die Gew\u00e4sser gelangen \u2013 mit weitreichenden Folgen f\u00fcr Mensch und Umwelt. Mikroplastik stellt eine unn\u00f6tige Belastung dar.<br \/>\nTipps f\u00fcr deine Eltern daheim \u2026 Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen k\u00f6nnen auch die Erwachsenen zu einem umweltgerechten Verhalten erziehen \u2026<br \/>\n\u2022 Aufw\u00e4ndig abgepackte Waren z.B. in Kunststoffschalen vermeiden und daf\u00fcr Fleisch, Wurst und K\u00e4se von der Theke bevorzugen.<\/p>\n<p>\u2022 Kaffee mit Filtermaschine, Espressok\u00e4nnchen oder Kaffeezubereiter kochen! Ein NoGo sind die Kaffeepads aus Aluminium oder Kunststoff, die sowohl \u00f6kologisch wie \u00f6konomisch unsinnig sind. In einer umweltbewussten Schule haben entsprechende Kaffeemaschinen keine Berechtigung. Zur \u00f6konomischen Rechnung: Die Kapseln vom Marktf\u00fchrer &#8222;Nespresso&#8220; kosten zwischen 31 und 37 Cent. H\u00f6rt sich g\u00fcnstig an, wenn man aber bedenkt, dass in einer Kapsel lediglich sechs Gramm Kaffee enthalten sind, kommt man auf einen Kilo-Preis von mehr als 60 Euro.<\/p>\n<p>\u2022 Pulverf\u00f6rmige Wasch- und Geschirrsp\u00fclmittel f\u00fcr die Maschine verwenden. Tabs ben\u00f6tigen deutlich mehr Verpackungsmaterial, sind teurer und schlechter zu dosieren. Nachf\u00fcllpackungen bevorzugen, z.B. f\u00fcr Fl\u00fcssigseife und Reinigungsmittel.<\/p>\n<p>Filmtipp:<br \/>\nhttps:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kWVWJLtYhsY, wie eine Familie in der Steiermark versucht, plastikfrei zu leben.<br \/>\nDr. Klaus Heidegger, PORG Volders, \u00d6KOLOG-Tirol-Koordinator<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00f6kologische Herausforderung \u2013 ein Fasten f\u00fcr die Umwelt \u2022 Nichts quillt in unseren Schulen oder auch daheim mehr \u00fcber als die Recycling-Beh\u00e4lter mit Verpackungs\u201cm\u00fcll\u201c (Papercups, Getr\u00e4nkeverpackungen, \u2026). \u2022 Sehr vieles lie\u00dfe sich mit \u00f6kologischer Vernunft und entsprechendem Willen vermeiden. \u2022 7 Wochen Fastenzeit k\u00f6nnten eine Zeit der Ein\u00fcbung sein, mit weniger Plastik-(verpackungen) auszukommen. 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