{"id":3995,"date":"2019-04-22T19:02:08","date_gmt":"2019-04-22T19:02:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=3995"},"modified":"2022-08-22T07:38:37","modified_gmt":"2022-08-22T07:38:37","slug":"nachdenken-ueber-auferweckung-und-auferstehung-am-beispiel-der-emmausgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=3995","title":{"rendered":"Nachdenken \u00fcber Auferweckung und Auferstehung am Beispiel der Emmausgeschichte"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2747\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/e-emmaus01-1.jpg\" alt=\"\" width=\"365\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/e-emmaus01-1.jpg 365w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/e-emmaus01-1-209x300.jpg 209w\" sizes=\"(max-width: 365px) 100vw, 365px\" \/><\/p>\n<p><strong> 1\u00a0 \u00a0Auferstehung und Auferweckung verstehen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verordnete Fr\u00f6hlichkeit<\/strong><\/p>\n<p>\u201eFrohe Ostern!\u201c schreit mir aufdringlich die Titelseite der Krone-Bunt aus den Zeitungss\u00e4cken an diesem langen Wochenende entgegen. \u201eFrohe Ostern!\u201c ist auch der Aufmacher in der Tiroler Tageszeitung. In mir regt sich das Gef\u00fchl gegen die verordnete Fr\u00f6hlichkeit. Beim kirchlichen Gottesdienst soll ich nach der Karwoche beim Auferstehungsgottesdienst das Halleluja mitsingen. Angesichts von vielen Gebrochenheiten reicht es kaum zu einem \u201ebroken Halleluja\u201c. Ich h\u00f6re die Osterevangelien w\u00e4hrend der Feiern und lasse sie auf mich wirken. Ich suche nach dem Sinn und der Bedeutsamkeit von Auferstehung.<\/p>\n<p><strong>Welche Auferstehung?<\/strong><\/p>\n<p>Wie jedes Jahr wurde auch 2019 unmittelbar vor dem Ostersonntag eine Umfrage ver\u00f6ffentlicht, in der die religi\u00f6sen Grundeinstellungen erhoben wurden. Dazu geh\u00f6rt schon traditionell die Frage, wer noch an Auferstehung glaube. Die religionskritisch gef\u00e4rbte Interpretation dieser Umfrage liest sich im DER STANDARD dann so: \u201eGeht es aber um den Kern des Osterfestes, also darum, dass Jesus Christus in das Reich der Toten hinabgestiegen und am dritten Tage auferstanden ist, l\u00e4sst der Glaube stark nach: Nur 22 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung glauben das, unter den engagierten Katholiken sind es immerhin 66 Prozent, unter den Taufscheinkatholiken aber nur noch 20 Prozent.\u201c Das Grundproblem hinter dieser Frage liegt aber wohl darin, dass die Frage so gar nicht gestellt werden d\u00fcrfte, um zu einer wirklich schl\u00fcssigen Antwort zu kommen. Welche Auferstehung ist gemeint, an die jemand glaubt oder nicht glaubt? An eine Auferstehung, an die viele nicht glauben k\u00f6nnen, als \u00fcbernat\u00fcrliches Eingreifen in die Geschichte, das jede Naturgesetzlichkeit sprengt, wo wortw\u00f6rtlich ein zerschundener, get\u00f6teter K\u00f6rper in eine neue jenseitige Leiblichkeit hinein auferweckt wird, an die kann ich wohl auch nicht glauben. Ein Glaube allerdings, der mit Vernunft begreifbar gemacht werden kann, in dem die metaphorische Sprache der biblischen Auferstehungstexte nicht falsch historisiert wird, an eine solche Wirklichkeit w\u00fcrden doch wesentlich mehr Menschen glauben. Aber auch am Ostersonntag 2019 folgte der oberste Katholik \u00d6sterreichs in seinem Krone-Bibelkommentar der buchst\u00e4blichen Interpretation der biblischen Auferstehungsgeschichte. Dezidiert meinte Kardinal Christoph Sch\u00f6nborn, dass das Grab auch historisch tats\u00e4chlich leer gewesen sei. Es sei also nicht nur ein Bild. Jesus sei k\u00f6rperlich auferstanden.<\/p>\n<p><strong>Auferstehung als \u00fcbernat\u00fcrliches Eingreifen<\/strong><\/p>\n<p>Mit solchem Glauben verkn\u00fcpft ist eine Sichtweise Gottes, der jede Naturgesetzlichkeit sprengen kann. Es ist ein allm\u00e4chtiger Gott. Wenn es aber wirklich einen solchen Gott gibt, dann wird die Theodizeefrage ganz neu virulent. Ein Gott, der Tote zum Leben erwecken kann, der so in die Welt eingreifen kann, warum l\u00e4sst er es dann zu, dass am Ostersonntag fast 300 Menschen w\u00e4hrend einer Anschlagsserie ermordet werden? Es w\u00e4re ein zynischer, mitleidsloser Gott angesichts von so viel Leid.<\/p>\n<p><strong>Wechselseitige Dynamik von Auferweckung und Auferstehung<\/strong><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu Auferstehungsthematik. Schon die zentrale Begrifflichkeit ist metaphorisch gepr\u00e4gt. Auferstehung ist ein Kunstbegriff, mit dem ein Aufstehen assoziiert werden kann, zugleicht ist es aber immer mehr. Kommt ein Sch\u00fcler in der ersten Stunde versp\u00e4tet zum Unterricht, wird er nicht sagen: \u201eEntschuldigung, ich bin zu sp\u00e4t auferstanden.\u201c Und doch hat Auferstehung auch mit einem eigenm\u00e4chtigen Sich-Aufrichten zu tun. Genauso ist es mit Auferweckung. Gedanklich verbunden ist damit das Aufwecken. Der Wecker am Nachtkastl ist ein Wecker und kein Aufwecker. Beide Begriffe \u2013 Auferstehung und Auferweckung \u2013 erscheinen wie Synonyme. Dennoch bergen sie in sich zwei unterschiedliche Dimensionen, die miteinander in einem Wechselspiel stehen. Aufwecken ist der \u00e4u\u00dfere Impuls. Da ist auch Gott im Spiel. Hier geschah etwas mit Jesus. Hier kann auch in meinem Leben etwas geschehen. Es braucht Menschen, die in uns Lebendiges anstupsen, die uns Kraft zum Aufstehen geben. Zweiteres ist die Reaktion auf Auferweckung. Da beginnt jemand selbst aktiv zu werden. Da gibt es die Tausenden Auferweckungs-Auferstehungs-Dynamiken in unserem Leben. Die ausgestreckte Hand eines Menschen, mit dem ich einen Konflikt habe, l\u00e4sst mich selbst einen Schritt zu ihm zugehen. Der z\u00e4rtliche Blick eines Gegen\u00fcbers schenkt mir ein Gef\u00fchl von Geborgenheit, das Mut zum Aufbrechen gibt. Diese Dynamiken gibt es auch im politischen Bereich: Dabei denke ich vor allem an die Geschichte von Greta Thunberg. Sie ist aufgestanden gegen die Zerst\u00f6rung des Klimas und Tausende sind von ihr aufgeweckt worden, selbst aufzustehen.<\/p>\n<p><strong>Die andere Auferstehung<\/strong><\/p>\n<p>Am Tag vor dem Beginn der Osterferien beteiligte sich eine Sch\u00fclerin einer Maturaklasse intensiv am Gespr\u00e4ch \u00fcber Auferstehung. Vier Jahre Oberstufen-Religionsunterricht und gemeinsames Arbeiten an dieser Schl\u00fcsselfrage unseres Glaubens zeigten die Reife der 18-J\u00e4hrigen. Sie meinte: \u201eSo wie in den Kirchen an vielen Orten \u00fcber Auferstehung geredet wird, n\u00e4mlich so, als w\u00e4re es ein buchst\u00e4bliches Wunder, so als m\u00fcsste man an ein \u00fcbernat\u00fcrliches Geschehen glauben, so ist f\u00fcr mich Auferstehung nicht. Ich glaube an eine andere Auferstehung.\u201c<\/p>\n<p><strong>Buchst\u00e4bliche oder metaphorische Interpretationen<\/strong><\/p>\n<p>Als Religionslehrer kann ich mir solche Aussagen nur w\u00fcnschen. Sie zeigen ein Verst\u00e4ndnis von Auferstehung, das ich tats\u00e4chlich zu wenig in Gespr\u00e4chen oder auch in den popul\u00e4ren medialen Vermittlungen rund um die Ostertage finde. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die historisierende Darstellung im Film \u201eMaria Magdalena\u201c. Die Bibel wird dort zu sehr als Drehbuch missverstanden und auch in der Auferstehungsszene, wo Maria Magdalena das leere Grab entdeckt, bleibt der Film unbeholfen. Er macht zu wenig deutlich, was Auferstehung wirklich bedeutet: Dass sich n\u00e4mlich Maria Magdalena und mit ihr die anderen J\u00fcngerinnen und J\u00fcnger angesichts der brutalen T\u00f6tung ihres Meisters nicht geschlagen geben, dass sie so ganz in seinem Sinne weitermachen, hinausgehen, heilen und die Botschaft Jesu weitertragen. Jesus lebt in den Herzen und H\u00e4nden jener Menschen, Gruppen und Gemeinden weiter, die von seinem Geist angesteckt worden sind. In dem Film \u201eJesus von Montreal\u201c aus den 80er-Jahren wird dieser Gedanke so ganz anders als in der Hollywood-Magdalana-Verfilmung umgesetzt. Als der Schauspieler Daniel, der im Passionstheater die Rolle von Jesus spielt, stirbt, werden seine Organe entnommen. Sein Spenderherz schl\u00e4gt in einem anderen Menschen, seine Augen machen eine Blinde sehend. So k\u00f6nnen wir Auferstehung auch verstehen.<\/p>\n<p><strong>Vern\u00fcnftiger Auferstehungsglaube<\/strong><\/p>\n<p>Wenn die Mitte des christlichen Glaubens nicht mehr verstanden wird, werden sich mehr und mehr kritische Menschen von der Religion abwenden und die Kirche verlassen. Die Emmausperikope aus dem Lukasevangelium, die am Ostermontag in den Kirchen gelesen wird, zeigt uns, wie wir die Auferstehung Jesu Christi in einer Weise verstehen m\u00fcssen, dass sie nicht l\u00e4nger als Gegensatz zum wissenschaftlichen Denken konstruiert wird. Eine Dekonstruktion fundamentalistisch-buchst\u00e4blicher Interpretationen ist notwendig. Damit einher geht die Konstruktion eines kritischen Auferstehungsbildes, das dem Charakter der Evangelien gerecht wird.<\/p>\n<h1>2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Exegetische Aspekte zur Emmausgeschichte<\/h1>\n<h2>2.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lukanisches Sondergut<\/h2>\n<p>Die bekannte Emmaus-Perikope finden wir nur im Lukas-Evangelium. Eindeutig ist sie also lukanisches \u201eSondergut\u201c, in dem sich die Erfahrungs- bzw. Auferstehungswirklichkeit der lukanischen Gemeinde widerspiegelt. Der Text d\u00fcrfte um das Jahr 90 n. Chr. entstanden sein. Redaktionsgeschichtlich z\u00e4hlt die Emmaus-Erz\u00e4hlung zu der Gattung der \u201eErscheinungserz\u00e4hlungen\u201c, mit denen die vier Evangelien abschlie\u00dfen und die die j\u00fcngsten Schichten der jeweiligen Evangelien bilden. Exegetisch ist somit klar, dass es bei diesen Erz\u00e4hlungen nicht darum geht, einen historischen Bericht \u00fcber die Auferstehung zu bringen, sondern bildhaft zu beschreiben, was Auferstehung bedeutet. Sie entspricht der lukanischen \u201eWegetheologie\u201c. Christliche Existenz realisiert sich im Unterwegssein. Der Auferstandene ist Begleiter.<\/p>\n<h2>2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Metaphorische Deutung<\/h2>\n<p>Gerade mit den Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen ist es wichtig, die bildhaft-symbolischen Auferstehungsgeschichten zu decodieren. Im ersten Moment ist es f\u00fcr viele von ihnen eine heilsame Ent-T\u00e4uschung. Von Kindergartentagen an bis in die 5. Klasse eines Oberstufengymnasiums lebten sie mehr oder weniger mit der Vorstellung: Was hier beschrieben wird, will historisches Faktum sein. \u201eReligionskritische\u201c Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen tragen bereits in sich die Zweifel, dass es doch mit der Auferstehung nicht so gewesen sein k\u00f6nnte, dass da ein menschliches Wesen, das zuvor grausam hingerichtet worden ist, nun pl\u00f6tzlich durch geschlossene T\u00fcren gehen k\u00f6nnte, die J\u00fcnger und J\u00fcngerinnen anspricht und mit ihnen zusammen isst. Wenn diesen Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen nicht der besondere Charakter dieser Erz\u00e4hlungen klar gemacht wird, dann wird dies dazu f\u00fchren, die biblischen Geschichten generell als M\u00e4rchen oder gar als L\u00fcgengeschichten abzutun und zu einer weiteren Distanzierung vom christlichen Glauben f\u00fchren.<\/p>\n<p>Genauso falsche w\u00e4re es jedoch auch, wenn die Auferstehungsgeschichten nur spirituell gedeutet w\u00fcrden. Ist es nicht aber auch historisches Faktum, dass sich die J\u00fcngerbewegung nach der Hinrichtung nicht einsch\u00fcchtern lie\u00df, sondern die Sache Jesu weiterf\u00fchrte? In diesem Sinne durchaus historisch! Ist es nicht auch leiblich, wenn die urkirchlichen Gemeinden begannen, was sie hatten, miteinander zu teilen (Apg. 2,4), sodass niemand mehr unter ihnen Not litt. In diesem Sinne ist Auferstehung durchaus materiell begreifbar und nicht rein spirituell. In diesem Sinne \u2013 und nur in diesem Sinne \u2013 ist Jesus physisch und leiblich auferstanden, und das ist zugleich weit mehr als jede Spekulation \u00fcber ein zombieartiges Fleisch-und-Blutwerden Jesu, wie es so oft in den K\u00f6pfen der Menschen herumspukt. Ich werde nie die S\u00e4tze von Dorothee S\u00f6lle vergessen: \u201eW\u00e4re Jesus nicht in unseren Herzen und Werken auferstanden, so w\u00e4re er noch immer im Grab!\u201c Weil aber dies ein irrealer Aussagesatz ist, d\u00fcrfen wir Auferstehung Jesu feiern. Wenn Ostern lediglich verstanden wird als Ereignis vor 2000 Jahren, dann wird es bedeutungslos. Und noch einmal sei Dorothee S\u00f6lle zitiert: \u201eOstern ist entweder existentiell, oder es sagt \u00fcberhaupt nichts und wird mit Recht vermarktet.\u201c<\/p>\n<p>Eine solche Sicht kann auch an Hand des Begriffes \u201eAuferweckung\u201c verdeutlicht werden. Wer ist es, der Jesus aus dem Totenhaus auferweckt? Die theologische Standard-Antwort kommt schnell: \u201eGott hat Jesus von den Toten auferweckt.\u201c Wir k\u00f6nnen dabei jedoch nicht stehen bleiben, sondern m\u00fcssen dabei auch die Gottesfrage stellen: \u201eWer und wie ist Gott?\u201c Schlie\u00dflich wird in einer inkarnatorischen Theologie festgehalten, dass Gott im und durch das Handeln der Menschen wirkt, der Geist Gottes im Tun der Menschen lebendig werden kann. Somit sind es wir Menschen, die als Werkzeuge Gottes und beseelt von g\u00f6ttlichem Geist Jesus zum Leben erwecken k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>2.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erscheinungen als psychische Wirklichkeit<\/h2>\n<p>Neben der materiellen Wirklichkeit gelebter Jesus-Botschaft sind die Erscheinungsgeschichten und Visionen auch Ausdruck einer psychischen Wirklichkeit. F\u00fcr Eugen Drewermann sind die Erscheinungen in den Tiefenschichten der menschlichen Psyche Bilder aus dem \u201eErbged\u00e4chtnis der Menschheit\u201c. Auch in dieser tiefenpsychologischen Interpretationsweise w\u00e4re es verkehrt, historisch-faktisch bzw. naturwissenschaftlich an die Auferstehung Jesu heranzugehen. Die Auferstehungs-Erz\u00e4hlungen sind die Tr\u00e4ume von einer besseren Welt. Heute dr\u00fcckt es die Anti-Globalisierungs-Bewegung in ihrem Slogan aus: \u201eEine andere Welt ist m\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<h2>2.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ostererfahrungen als Ausgangspunkt f\u00fcr Osterberichte<\/h2>\n<p>Wenn wir die Wirklichkeit der Auferstehung begreifen wollen, k\u00f6nnen wir zum einen die neutestamentlichen \u201eBerichte\u201c von Auferstehung nehmen, die freilich immer auch schon Interpretationen und Bilder einer bestimmten Erfahrung von Auferstehung sind. Zum anderen ist es bedeutsam, die eigenen Auferstehungs-Erfahrungen ernst zu nehmen und beides wiederum in eine Verbindung zu setzen. Zwischen beiden Erfahrungsebenen besteht eine positive Dialektik. Je besser es mir gelingt, Auferstehungs-Erfahrungen in meinem eigenen Leben wahrzunehmen, desto besser kann ich die neutestamentlichen Berichte verstehen. Je mehr ich mich auf die neutestamentlichen Auferstehungsberichte einlassen kann, desto besser werde ich auch in meinem eigenen Leben Auferstehungserlebnisse begreifen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte die Erfahrungswirklichkeit bzw. Auferstehungswirklichkeit am Beispiel der Emmaus-Geschichte nachzeichnen. Gerade weil sie eine bildhafte Geschichte ist, k\u00f6nnen wir jeden der Hinweise in dieser Textstelle ernst nehmen, indem wir sie auch auf unser Leben hindeuten.<\/p>\n<h1>3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Emmauserfahrungen als Auferstehungserfahrungen<\/h1>\n<h2>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sich auf den Weg machen<\/h2>\n<p><em>\u201e&#8230; und siehe, zwei von ihnen wanderten an diesem Tag &#8230;\u201c (V 13)<\/em><\/p>\n<p>Die beiden Emmausj\u00fcnger machen sich nach der Passion Jesu Christi auf den Weg. Wir k\u00f6nnen uns historisch in sie hineinf\u00fchlen. Es ist die Erfahrung, dass dieser Jesus von Nazareth, der f\u00fcr sie Hoffnung auf Befreiung bedeutet hatte, nun von den politisch M\u00e4chtigen kaltbl\u00fctig und bestialisch hingerichtet worden ist. Wie soll nun ohne ihren Rabbi die Sache der Befreiung und des Reiches Gottes weitergehen? Ist ihr Projekt nicht gescheitert? Jedenfalls gehen sie weg von jener Stadt, die f\u00fcr sie zu einer Stadt des Grauens geworden ist. Vielleicht auch gehen sie mit Angst weg. Auch ihnen, den Jesus-Anh\u00e4ngern, k\u00f6nnte es an den Kragen gehen. Weg also von der Stadt, die voll von r\u00f6mischen Besatzungssoldaten, Tempelwachen, G\u00fcnstlingen der r\u00f6mischen Besatzungsmacht und heimischen Kollaborateuren war.<\/p>\n<p>Ist das Projekt Jesu Christi nicht gescheitert, wenn wir die gegenw\u00e4rtige Lage in der Welt betrachten, angesichts von grausamen Anschl\u00e4gen, von Dutzenden Kriegen in der Welt, angesichts der Klimaerw\u00e4rmung und der Ressourcenvernichtung? Sind wir Couch-Potatoes, wenn wir h\u00f6ren und lesen, dass mehr als 800 Millionen Menschen chronisch unterern\u00e4hrt sind und Hunger leiden? Oder machen wir uns auf den Weg, raus aus Krieg, Ungerechtigkeit, Naturzerst\u00f6rung, selbst wenn wir noch nicht wissen, wohin der Weg uns f\u00fchren wird? Der Weg, der beschritten werden muss, ist vielfach ein Weg der Umkehr. Dies wird sehr konkret sein: Heute bedeutet es angesichts des Klimawandels wohl zun\u00e4chst darauf zu achten, den CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df durch das pers\u00f6nliche Verhalten m\u00f6glichst niedrig zu halten. Der Verkehrszuwachs ist dazu im Widerspruch. Der Egoismus der Einzelnen wird zum kollektiven Wahn.<\/p>\n<h2>3.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Miteinander unterwegs sein<\/h2>\n<p><em>\u201eUnd siehe, zwei von ihnen &#8230;\u201c (V 13)<\/em><\/p>\n<p>Diese Auferstehungsgeschichte ist eine Geschichte von Zweien. Man kann sich das gut erkl\u00e4ren: Zu zweit haben sie mehr Mut, zu zweit f\u00fchlen sie sich etwas sicherer in dieser f\u00fcr sie bedrohlichen Zeit. Einer kann den anderen korrigieren. Zu zweit, das hatten sie bereits von ihrem Meister gelernt, der die J\u00fcnger und J\u00fcngerinnen zu zweit ausgeschickt hatte. (Lk 10,1) Die beiden haben sich auf ein Ziel geeinigt, das einen konkreten Namen hat: Emmaus. Sie haben sich kein gro\u00dfes Ziel gesetzt, keine weite Wegstrecke. Es sind nur 60 Stadien, das sind 12 km von Jerusalem nach Emmaus. Sie \u00fcberfordern sich nicht.<\/p>\n<p>In dieser Paarkonstruktion wird zugleich Raum f\u00fcr Kommunikation geschaffen. F\u00fcr heute stellt sich die Frage: Mit wem bin ich unterwegs, um offen zu sein f\u00fcr die Auferstehungswirklichkeiten? Wo bin ich allein mit meinen Tr\u00e4umen von einer besseren Welt und wo kann ich sie mit jemandem teilen? Ein Sprichwort trifft diese Auferstehungswirklichkeit des Miteinanders punktgenau: \u201eWenn einer alleine tr\u00e4umt, ist es nur ein Traum. Wenn viele tr\u00e4umen, ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit.\u201c Dankbar bin ich jedenfalls f\u00fcr Menschen, die mich auf diesem Weg st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Freilich sind es in der Emmaus-Geschichte zun\u00e4chst nur zwei! Darin liegt auch eine Hoffnung. Auch damals, am ersten Ostermorgen und dann auf dem Gang nach Emmaus, waren es noch nicht viele. Auch die zarten Ans\u00e4tze eines anderen Lebens sind heute nur klein und bestimmen nicht die Politik dieser Welt. Doch liegt darin schon der Keim einer anderen Welt. Das gibt Mut.<\/p>\n<h2>3.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Miteinander reden<\/h2>\n<p><em>\u201e&#8230; und sie redeten miteinander \u00fcber all diese Ereignisse.\u201c (V 15) \u201eAls sie miteinander redeten und nachdachten &#8230;\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die kommunikative Grundstruktur des Glaubens an Auferstehung wird gleich zu Beginn dieser Erz\u00e4hlung deutlich. Zwei Menschen im Dialog. Sie reden nicht aneinander vorbei; sie f\u00fchren keine Monologe; sie quatschen einander nicht voll; sie reden kein belangloses Zeugs; nicht einer versucht den anderen zu \u00fcberzeugen. Nein: Sie reden miteinander, hei\u00dft es ausdr\u00fccklich. Ihre Worte sind auch gepr\u00e4gt von einem \u201eNachdenken\u201c. Ich kann mir vorstellen, wie sie Pausen machen, um die Worte des jeweils anderen zu erw\u00e4gen, und sich dabei auch in die Augen schauen. Wenn Dialog so stattfindet, wenn Kommunikation in dieser Weise gelingt, dann geschieht es, dass sich Jesus dazugesellt.<\/p>\n<h2>3.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jesus n\u00e4hert sich<\/h2>\n<p><em>\u201e&#8230; da n\u00e4herte sich Jesus selbst und ging ein St\u00fcck Weg mit ihnen&#8230;\u201c (V 15b)<\/em><\/p>\n<p>Jesus dr\u00e4ngt sich nicht auf. Dieses N\u00e4hern hat etwas Z\u00e4rtliches und etwas Vorsichtiges an sich. Er erschreckt die beiden nicht. Er dirigiert nicht. Jesus bestimmt nicht, wo es lang gehen soll. Er geht einfach mit. Er passt sich den beiden an. Auch dies k\u00f6nnen wir von Jesus lernen. Wie oft bin ich geneigt, anderen meinen Weg aufzudr\u00e4ngen, statt mit den anderen unterwegs zu sein?<\/p>\n<h2>3.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Verzweiflung, Niedergeschlagenheit und Trauer<\/h2>\n<p><em>\u201eUnd sie blieben niedergeschlagen stehen.\u201c (V 17)<\/em><\/p>\n<p>Die beiden J\u00fcnger gestehen sich ihre Niedergeschlagenheit und Trauer ein. Sie sind nicht Prototypen einer Keep-Smiling-Gesellschaft, haben nicht jenes Dauergrinsen der M\u00e4chtigen in Politik und Wirtschaft, das Zeichen f\u00fcr ihre Art des Erfolgs ist. Die beiden haben den Mut, ins Dunkle zu blicken und auch die Abgr\u00fcnde des Lebens anzunehmen. Typisch f\u00fcr diesen Jesus ist, dass er sich gerade den Menschen in ihrer Niedergeschlagenheit zuwendet. Es klingt an, was er gesagt hatte: \u201eKommt alle zu mir, die ihr m\u00fchselig und beladen seid.\u201c Diese Botschaft bleibt.<\/p>\n<p>Auch heute kann die Erfahrung gemacht werden: Wir k\u00f6nnen uns dem Dunklen und Schweren in unserem Leben stellen, weil gerade darin Begegnung mit dem Auferstandenen m\u00f6glich werden kann. Wir k\u00f6nnen und m\u00fcssen alle Gef\u00fchle des Schmerzes, der Entt\u00e4uschung, der Mutlosigkeit und der Zerbrochenheit radikal ernst nehmen.<\/p>\n<h2>3.6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erkennen beim Brotbrechen<\/h2>\n<p><em>\u201eAls er mit ihnen zu Tische lag, nahm er das Brot, dankte; brach es und gab es ihnen.\u201c\u00a0 <\/em><\/p>\n<p>Die beiden J\u00fcnger machten eine eucharistische Grunderfahrung. Oder besser gesagt: Die lukanische Gemeinde machte die eucharistische Grunderfahrung und kleidete sie in die Geschichte der Emmaus-J\u00fcnger. Martina Kraml beschreibt in ihrem Buch \u201eVerwandlung auf das Leben hin\u201c, dass Essen und Trinken Orte der \u201eBer\u00fchrung Gottes\u201c sein k\u00f6nnen und damit die erfahrbare Grundstruktur bieten, die wir ekklesiologisch die eucharistische Gemeinschaft nennen.<\/p>\n<p>Eucharistisches Erleben ist nicht an katholisch-kirchliches ritualisiertes Tun gebunden bzw. vom sakramentalen Handeln eines Priesters abh\u00e4ngig. Wird die Emmaus-Erfahrung auf diese Form von Eucharistie reduziert, wird sie somit eingeengt auf eine katholische Messfeier, die gerade f\u00fcr Jugendliche meist nicht mehr eine Emmaus-Erfahrung ist, bei der ihnen \u201edie Augen aufgehen\u201c. Wo sind meine Orte des g\u00f6ttlichen Brotbrechens? In den br\u00fcchigen und ambivalenten Erfahrungen des Miteinanderessens im Familienkreis, im Freundeskreis, in den Pfarrgemeinden, in der Schule, &#8230; ?<\/p>\n<h2>3.7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jesus Christus als Verborgener<\/h2>\n<p><em>\u201eDa wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn.\u201c (V 30f)<\/em><\/p>\n<p>Der Auferstandene bleibt zun\u00e4chst unerkannt. Erst schrittweise gehen die Augen auf. In der Auferstehungsgeschichte bei Johannes verwechselte Maria Magdalena zun\u00e4chst den Auferstandenen mit einem G\u00e4rtner (Joh 20,1.11-18). Bei der Erscheinung im Abendmahlssaal (Joh 20,19-23) oder bei den Erscheinungen am See (Joh 21,1-4) \u2013 die Gestalt der Erscheinung wird erst in weiterer Folge mit der Person Jesu identifiziert. Die Emmausj\u00fcnger \u201etr\u00e4umen\u201c<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> somit in der Begegnung mit dem Fremden und in der auch au\u00dferpsychisch objektiv erfahrbaren Wirklichkeit vom auferstandenen Jesus. Betont wird in der Erz\u00e4hlung das visuelle Element der \u201eaufgegangenen Augen\u201c. Die Auferstehung spielt sich somit nicht nur im tr\u00e4umenden Bewusstsein ab wie bei einem Schlaftraum, sondern hat einen sichtbaren Anhaltspunkt.<\/p>\n<p>Der Wert dieser Sichtweise f\u00fchrt uns weg von den Orten Emmaus, Jerusalem oder dem See von Galil\u00e4a hin zu den Orten, in denen wir leben. Wir k\u00f6nnen die Emmaus-Erfahrungen an unseren konkreten Orten und in unserer Zeit machen. Die neutestamentliche Emmauserz\u00e4hlung soll uns ermutigen, den Visionen und Tr\u00e4umen in unserem Leben mehr Raum zu geben, ja vielleicht mehr noch, uns von ihnen bestimmen zu lassen. W\u00e4ren die Tr\u00e4ume an der Macht, so w\u00e4re diese Welt wohl eine bessere! Die Evangelisten hatten den Mut, die Jesus-Geschichte nach seinem Tod mit Visionen von der Auferstehung fortzuschreiben. Sie ermutigen, an einen sich in der Geschichte stets offenbarenden Gott zu glauben und unsere Auferstehungs-Visionen selbst wahrzunehmen.<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a><\/p>\n<h2>3.8\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mut zu Umkehr und Neubeginn<\/h2>\n<p><em>\u201eund kehrten nach Jerusalem zur\u00fcck.\u201c (V 33)<\/em><\/p>\n<p>Obwohl es bereits Abend wurde, blieben nun die beiden J\u00fcnger nicht bequem in ihrer Emmaus-Herberge. Ihr Herz brannte. Sie waren begeistert; sie wollten zu den anderen J\u00fcngerinnen und J\u00fcngern. Diese Erfahrung von Auferstehung wollten sie nicht f\u00fcr sich behalten. Die Auferstehungsgemeinschaft w\u00e4chst, wenn wir im Text weiter lesen, denn auch die Elf und ihre Gef\u00e4hrten und Gef\u00e4hrtinnen hatten Auferstehungserlebnisse. So wurde Kirche der Auferstehung gegr\u00fcndet. Sie teilten sich ihre Tr\u00e4ume und Visionen. F\u00fcr die Christen und Christinnen der Urkirche galten wohl die Worte von Faust, die ihn Goethe bei seinem Osterspaziergang sprechen l\u00e4sst: \u201eSie feiern die Auferstehung des Herrn, denn sie sind selbst auferstanden.\u201c Und Goethe l\u00e4sst auch deutlich werden, wie diese Auferstehung konkret und materiell geschieht, als Befreiung von Unterdr\u00fcckung und Lebensverst\u00fcmmelung:<\/p>\n<p>\u201eAus niedriger H\u00e4user dumpfen Gem\u00e4chern\/Aus Handwerks- und Gewerbesbanden\/Aus dem Druck von Giebeln und D\u00e4chern\/Aus den Stra\u00dfen quetschender Enge\/Aus den Kirchen ehrw\u00fcrdiger Nacht\/sind sie alle ans Licht gebracht.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr mich wird hier so sch\u00f6n greifbar, was Auferstehung in einem politischen Sinn aber auch in einem individuellen Sinn bedeutet. Es ist nie eine Vertr\u00f6stung mit einem jenseitigen Himmel. Jesus ist in diese Welt hinein auferstanden. \u201eGeht zur\u00fcck nach Galil\u00e4a!\u201c, hei\u00dft es in einer der Auferstehungsgeschichten. Das hei\u00dft f\u00fcr uns heute: Gehen wir in unsere Familien, in unsere Beziehungen, unsere Arbeitspl\u00e4tze, die Schulen, die Klassenzimmer, die Welt \u2013 dort sind die Auferstehungsorte zu finden.<\/p>\n<p>Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer, der im Widerstand gegen das Naziregime war und hingerichtet wurde, meinte zum Auferstehungsglauben: Die christliche Auferstehungshoffnung verweist den Menschen auf das Leben auf der Erde, im Hier und Jetzt. Der Glaube an die Auferweckung hei\u00dft, dass Ungerechtigkeit nicht das letzte Wort hat, dass die T\u00e4ter nicht auf Dauer \u00fcber ihre Opfer triumphieren werden. Auferstehungsglaube ist die Widerstandskraft gegen die Kr\u00e4fte des Todes.<\/p>\n<p>Die biblischen Auferstehungsgeschichten ermutigen uns jedenfalls dazu, die Auferstehungserfahrungen mitten in unserem Leben zu sehen. Sie sind auch kennzeichnend f\u00fcr das gesamte Leben Jesu, wie es die Evangelien schildern. Auferstehung durchzieht das ganze Evangelium. Im Markusevangelium k\u00f6nnen wir von etlichen dieser Auferstehungsgeschichten lesen. Erinnert sei an die Heilung des Gel\u00e4hmten. Er wird von seinen Freunden getragen und \u00fcber das Dach zu Jesus hinunter gelassen. Jesus sagt zu ihm: \u201eIch sage dir, steh auf!\u201c Durch die Zuwendung seiner Freunde und durch Jesus gelingt es ihm aufzustehen.<\/p>\n<p><strong>Klaus Heidegger, Ostern 2019<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/e-emmaus01-1.jpg' class='thumbnail' \/>1\u00a0 \u00a0Auferstehung und Auferweckung verstehen Verordnete Fr\u00f6hlichkeit \u201eFrohe Ostern!\u201c schreit mir aufdringlich die Titelseite der Krone-Bunt aus den Zeitungss\u00e4cken an diesem langen Wochenende entgegen. \u201eFrohe Ostern!\u201c ist auch der Aufmacher in der Tiroler Tageszeitung. In mir regt sich das Gef\u00fchl gegen die verordnete Fr\u00f6hlichkeit. Beim kirchlichen Gottesdienst soll ich nach der Karwoche beim Auferstehungsgottesdienst das&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2747,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[183],"tags":[211,213],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3995"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3995"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3995\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3998,"href":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3995\/revisions\/3998"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2747"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3995"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3995"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3995"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}