{"id":6592,"date":"2021-07-25T03:48:17","date_gmt":"2021-07-25T03:48:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=6592"},"modified":"2022-08-22T07:37:54","modified_gmt":"2022-08-22T07:37:54","slug":"elfer-kletterereien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/?p=6592","title":{"rendered":"Elfer-Kletterereien"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-6593\" src=\"http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/e-0v.jpg\" alt=\"\" width=\"4160\" height=\"3120\" srcset=\"https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/e-0v.jpg 4160w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/e-0v-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/e-0v-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/e-0v-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 4160px) 100vw, 4160px\" \/>Die Elfergruppe zwischen Pinnistal und Stubaital ist ein eigenes Minigebirge. Es ist, als h\u00e4tte man Dolomitengipfel in diese T\u00e4ler importiert. Der Elfer ist nicht ein Gipfel, sondern eine fast verwirrende Vielfalt von T\u00fcrmen und Gipfeln. Schon von unten, vom Tal aus, wirken sie imposant und fast unbesteigbar f\u00fcr Normalbergsteigende.<\/p>\n<p>Wir haben bewusst einen fr\u00fchen Aufbruch gew\u00e4hlt. Um halb sechs sind auf der riesigen Parkfl\u00e4che vor der Elferbahn-Talstation in Neustift nur zwei, drei Autos, die wirken, als h\u00e4tte sie jemand vergessen. Im Tal wird noch geschlafen. Erst in drei Stunden wird der Trubel des Massentourismus losgehen. 960 m. Wir w\u00e4hlen mit unseren Mountainbikes zun\u00e4chst einen nicht befahrbaren Steig \u2013 wird kurz zur Schiebestrecke, bis wir dann den Fahrweg finden, der im Winter die Rodelbahn ins Tal hinunter ist. Es sind 13 Kehren immer in angenehmer Steigung bis zur Elferbahn-Bergstation auf 1794 m.<\/p>\n<p>In Serpentinen schl\u00e4ngelt sich von dort ein Touristenpfad entlang der Skipiste zur Elferh\u00fctte (2004) hinauf, die stolz auf einem Bergr\u00fccken wie ein Adlerhorst gebaut ist. Da sind sogar an manchen Stellen gr\u00fcne Plastikteppiche \u00fcber den Steig gelegt, wahrscheinlich um ein zu starkes Austreten zu verhindern. Elferh\u00fctte. Eine Frau wischt die Feuchtigkeit von den roten Tischen und B\u00e4nken, die vor der H\u00fctte stehen.<\/p>\n<p>Nebel h\u00e4lt sich um die Bergspitzen. Der Wind spielt mit den Wolken. F\u00fcr mich unangenehm, weil ausgesetzt und auf schotterig schmalem Steig direkt \u00fcber steilen Felsflanken, geht es relativ lange zum Einstieg. Ich mag solche ausgesetzten Steiglein einfach nicht! Der Name Gamssteig passt dazu. Die ersten Meter kurz vor dem Einstieg sind dann noch frei zum Klettern. Danach ist das Stahlseil eine richtige Erleichterung. Imposant geht die Route zwischen den beiden Elfert\u00fcrmen hinauf. Es sind immer genug Tritte und Haltepunkte und die Kletterei selbst ist dadurch nicht schwierig. Laut F\u00fchrer sind es C-\/D-Stellen. Nach dem eigentlichen Ausstieg gibt es noch eine Wandkletterei auf den Westlichen Elferturm. Ich wusste nicht, dass das eigentlich eine Einbahn ist. Also wieder retour und \u00fcber B\u00e4nder, Kamine und Felsstufen zur Elferscharte. Dort treffen wir auf die ersten Menschen am heutigen Tag, die den Normalweg von der Elferbahn genommen hatten. Nur wenige Meter sind es bis zum 2. Gipfel am heutigen Tag: Der Elferspitze. Sie z\u00e4hlt zu den 7-Summits des Stubaitales. Ein kleines Kreuz. Am Gipfel selbst ist nicht einmal Platz zum Sitzen. So machen wir unsere erste Rast am Elferjoch. Wir entscheiden uns, danach die \u00dcberschreitung des Elferkofels \u00fcber den Klettersteig zu machen. Dass das mit so vielen Auf- und Ab-Kletterstellen \u00fcber luftigen Grat und \u00fcber zahlreiche Felsstufen verbunden ist, war dann sehr \u00fcberraschend. So bin ich mental dann schon froh, endlich das Klettersteigset am Zw\u00f6lfernieder ablegen zu k\u00f6nnen. Allerdings entscheiden wir uns dann noch, auf die Zw\u00f6lferspitze zu gehen. Sie liegt ja zum Greifen nahe. Mit ihrem dunklen Kristallingestein unterscheidet sie sich vom br\u00fcchig-grauen-wei\u00dfen Dolomit des Elferkammes. Am Gipfelaufbau hei\u00dft es nochmals vorsichtig zu klettern.<\/p>\n<p>Richtig erholsam ist es dann, den Panoramaweg auf der Westseite des Elfermassivs hinauszugehen. Unten ist das Pinnistal und auf der anderen Seite erheben sich m\u00e4chtig die W\u00e4nde des Serleskammes mit Kirchdachspitze und Kesselspitze. Rund um die Elferbahn-Bergstation hat an diesem Nachmittag der Eventtourismus eingesetzt. Eine bunte Mischung von Paragleitern, Wanderern, Mountainbikern oder Touristen, die die Aussicht am Panoramarestaurant genie\u00dfen. Mit dem Rad geht es flott hinunter. Es war eine gelungene Tour &#8211; und wieder sehr motivierend, mit einer Person unterwegs zu sein, die sich so sicher und unerm\u00fcdlich in der Bergwelt bewegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.klaus-heidegger.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/e-0v.jpg' class='thumbnail' \/>Die Elfergruppe zwischen Pinnistal und Stubaital ist ein eigenes Minigebirge. Es ist, als h\u00e4tte man Dolomitengipfel in diese T\u00e4ler importiert. Der Elfer ist nicht ein Gipfel, sondern eine fast verwirrende Vielfalt von T\u00fcrmen und Gipfeln. Schon von unten, vom Tal aus, wirken sie imposant und fast unbesteigbar f\u00fcr Normalbergsteigende. 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