Glaubensbekenntnis der Auferstehung

Ich glaube
an die Auferstehung der Toten.
Ich glaube daran,
dass all das Gute,
das ein Mensch bewirkt hat,
weiter wirksam sein wird,
dass aber auch all das Unvollendete
in der Ewigkeit zur Erfüllung gelangen wird.

Ich glaube,
weil ich es erfahre.

Ich glaube
an die Auferstehung des Leibes.
Ich glaube an die Gesetze der Natur:
nichts von dem, was gewesen ist und ist und sein wird
kann verloren gehen.

Ich glaube,
weil ich es weiß.

Ich glaube
an ein Leben nach dem Tod,
weil der biologische Tod nur ein Übergang in ein neues Leben ist,
weil die unsterbliche Seele eines Menschen zwar den Körper braucht,
zugleich immer auch Teil der Ewigkeit außerhalb ist.
Ich glaube,
weil ich hoffe.

Ich glaube,
dass ein Leben nach dem Tod die Fortsetzung der Geborgenheit bei Gott ist,
deren Wesen die unbedingte Liebe ist,
dessen Natur vollkommene Barmherzigkeit ist,
wo kein Leiden und Klagen mehr sein werden.

Ich glaube,
weil ich es ersehne.

Ich glaube an den Himmel,
der im Gestern, im Heute und im Morgen ist,
wo wir uns letztlich alle treffen,
die wir sind im Gestern, im Heute und im Morgen.
Die Grenzen lösen sich auf
zwischen Diesseits und Jenseits.

Ich glaube,
weil ich liebe.

Ich glaube,
dass Jesus Christus auferstanden ist
und dass wir so mit ihm alle auferstehen können.

Ich glaube,
weil ich vertraue.

klaus.heidegger

Immer wieder wurde und werde ich gefragt, bei Zeremonien nach einem Tod mitzuwirken – z.B. um einen Sterberosenkranz „vorzubeten“. Dabei versuche ich meine Texte kontextuell zu verorten. So schreibe ich sie stets neu. Brücken sind für mich immer ein mehrdimensionales Bild. Als bleibende Verbindung zwischen Leben und Tod, zwischen Erde und Himmel, zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen gestern und heute, zwischen Gott und Mensch und vor allem zwischen uns Menschen.

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