laubvoll

losgelassen was grünte
Korkschicht die Wunde umschließt
wo einst das Blatt blühte
Und Blattln foilln a von die Bäum
hör ich Hubert von Goisern singen

hinuntergefallen was hielt
Blätter am Boden liegen
wie Erinnerungen und Träume
Du woarst wia der Sommerwind
raschelt das Laub

dunkler wird es
Nächte breiten sich aus
wo einst viel Licht war
Jetzt san die Tog schon kiazer word’n
tröstet noch tiefstehende Sonne

es duftet nach welkenden Blättern
feuchte Erde vermischt mit kühler Luft
Nase erfüllt mit Duft der Natur
I riach‘
atme tief ein

wische mit zitternder Hand
Fahrtwindtränen aus dem Gesicht
Wind spielt mit
I spiar‘
was lebt tief in mir

Gedanken sich drehen im Kreis
wie die Kurbel des Rades
steil geht es bergauf
A koider Wind waht von die Berg
vermisse die Wärme

spüre meine Sinne beim Treten
höre das raschelnde Laub
Erinnerungen zärtlich präsent
Als wia a woarmer Regen auf der Haut
ein Lied vermischt sich in mein Sein

wie Traum und Wirklichkeit vermischt
wie Augenblicke zur Ewigkeit geworden
Transzendenz in Immanenz
Nähe und Ferne
nah und dann wieder weit weit weg

klaus-heidegger, 27.10.2019

Gedanken zu dem Lied „weit, weit weg“ von Hubert von Goisern beim Radfahren durch das Laub im Herbst 2019: https://www.youtube.com/watch?v=QK-N-TQfPFc

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