„bitte für uns, jetzt und …“ – Gedanken zur Sterbehilfe-Diskussion

Am Ende eines Lebens, wenn Körper und Seele müde sind, dann wünsche ich dir Menschen, die dich liebevoll begleiten, dir die letzten Tage, Monate, Jahre geduldig zur Seite stehen, bis deine Augen sich für immer schließen. Ich wünsche dir Menschen, die dir zeigen: Auch wenn du körperlich schwach geworden bist, bleibt dein Leben wertvoll, gerade weil du Hilfe brauchst, bist du unendlich viel wert. Nie sollst du dir denken müssen, du seiest nur zur Last geworden. Wenn du weinst, weil vieles in deinem Leben ungelebt blieb, wünsche ich dir Menschen, die dir die Tränen trocknen und dich trösten. Nie soll Verzweiflung dir die Kraft zum Leben nehmen. Wenn du lachst, weil dir viel geschenkt worden ist, wünsche ich dir Menschen, mit denen du in schweren Zeiten deine Freude teilen kannst.

Inmitten von Krankheiten, wenn Schmerzen dich plagen, wünsche ich dir Menschen, die dir das Leiden lindern können, eine Medizin, die dir die Schmerzen nimmt, Orte, die in deinen letzten Tage Geborgenheit schenken. Nie sollst du dir denken müssen, du wärest nur ein Kostenfaktor im System des Staates. Und wenn es Zeit ist, mögest du natürlich sterben können, begleitet und geliebt bis zum letzten Atemzug. Mögest du dann mit einem dankbaren Strahlen in deinem Gesicht begleitet von menschlicher Nähe eintauchen in das Licht des Himmels.

„ in der Stunde des Todes. Amen“

Klaus.Heidegger, zur Diskussion um „Sterbehilfe“ in Österreich, 15.12.2020

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