Abbatag oder „der Papa wird’s schon richten“ Gedanken zum Vatertag

Aus der Perspektive der Redeweise Jesu haben wir von Jesus eine große Zusage bekommen, wenn er selbst seine Gottesbeziehung mit dem aramäischen Wort „Abba“ auf den Punkt bringt. Martin Luther hatte es übersetzt mit „mein lieber Vater“, was die Vertrautheit, die mit diesem Begriff verknüpft wird, ebenfalls unterstreicht. Jesus stand mit dem Begriff „Abba“ nicht…

Politik und Religion – zwei paar Schuhe?

Von den Seligen Tirols lernen Die katholische Kirche Tirols – Nord und Süd – hat ihre eigenen Seligen. Es sind Männer und Frauen wie Carl Lampert, Pater Jakob Gapp, Otto Neururer, Schwester Angela Autsch oder Josef Mayr-Nusser. Man könnte auch noch Christoph Probst nennen, der wie die Deserteure aus dem Vomperloch Widerstand gegen ein unmenschliches…

Einheit oder Zerrissenheit

Einheit erfahren Einheitserfahrungen sind der Grundakkord des Evangeliums (Johannes 10,27-30) vom 4. Ostersonntag. Die Beziehung von Jesus zu seiner Gemeinde wird wie eine liebevolle Einheit zwischen der Schafherde und ihrem Hirten gemalt. Schafherde und Hirte hören aufeinander, vertrauen einander, kennen einander – und werden so in Gefahrensituationen bestehen können.  Was hier im Bild ausgedrückt wird,…

Kein johanneisches Anglerlatein!

Literarische Kraftquellen im leidvollen Erleben Ich bin dem Evangelisten Johannes dankbar, dass er in seinem Evangelium die Erlebnisse und Erfahrungen der ersten christlichen Gemeinden in mehreren Auferstehungsgeschichten weiter gedichtet hat. Sie geben mir Kraft. Sie haben auch mit meinem und unserem Leben zu tun. Am dritten Ostersonntag hörten wir die Stelle aus dem Kapitel 21,…

Florian, der Kriegsdienstgegner und Brandlöscher

Landauf landab wird Florian ikonographisch als römischer Soldat dargestellt. Ja, er war Offizier der römischen Armee und Oberbefehlshaber einer Einheit zur Feuerbekämpfung. Doch ist er zum Christentum übergetreten und nun galt für ihn der frühkirchliche pazifistische Grundsatz: „Christianus sum, non possum militare.“ (Ich kann nicht Christ und zugleich Soldat sein.) Das Todesurteil erhielt er nicht…

Nachdenken über Auferweckung und Auferstehung am Beispiel der Emmausgeschichte

1   Auferstehung und Auferweckung verstehen Verordnete Fröhlichkeit „Frohe Ostern!“ schreit mir aufdringlich die Titelseite der Krone-Bunt aus den Zeitungssäcken an diesem langen Wochenende entgegen. „Frohe Ostern!“ ist auch der Aufmacher in der Tiroler Tageszeitung. In mir regt sich das Gefühl gegen die verordnete Fröhlichkeit. Beim kirchlichen Gottesdienst soll ich nach der Karwoche beim Auferstehungsgottesdienst das…

Auferstehungs-Auferweckungs-Gedanken zum Osterfest

Ostern folgt bestimmter Dramaturgie fünf Dimensionen werden durchlebt und durchlitten: nach dem messianischen Jubel des Palmsonntags dem eucharistischen Teilen des Gründonnerstags dem Aufnehmen vom Kreuz des Karfreitags dem Wahrnehmen der Leere des Karsamstags folgt das Halleluja der Osternacht. Die fünf Dimensionen der Karwoche sich widerspiegelnd im Leben der Menschen und dem Sein der Welt: Begeisterung,…