Infektionswelle und Schule – Teil 2

„Infektionszahlen spielen für Schulstart keine Rolle“, meinte Bildungsminister Martin Polaschek am Dreikönigstag. Er gaukelt mit einer „Sicherheitsphase“ Sicherheit im Schulbetrieb vor. Dazu würden die 2-PCR-Tests zählen, die wöchentlich zusätzlich zu den Anti-Gen-Tests durchgeführt werden, und weiters eine MNS-Pflicht mit FFP-2 Masken. Wenn Polaschek dann hinzufügte, der Blick auf die Krankenhausbelegungen würde ausschlaggebend sein, ob das Konzept „offene Schule“ weitergeführt werde, dann klingt dies fast zynisch.

Fakt ist, dass die Schulöffnung am Beginn einer hohen Infektionswelle steht mit noch nie dagewesenen Fallzahlen. Generell bleiben Kontaktreduktionen die wichtigste Maßnahme in Pandemiezeiten.

Fakt ist, dass zwar Menschen, die eine Booster-Impfung haben, relativ gut vor einer Infektion mit der Omikron-Variante geschützt sind bzw. bei einer Infektion ein schwacher oder kaum merklicher Krankheitsverlauf gegeben wäre. Dennoch können aber Infizierte zu einem Virusträger werden – vielleicht sogar ohne, dass sie das wissen.

Fakt ist, dass die meisten jungen Menschen ab 14 Jahren noch keine Booster-Impfung haben. Die Omikron-Variante ist daher für sie mit einem Risikofaktor verknüpft.

Fakt ist, dass für die ungeimpften Schülerinnen und Schüler eine Covid-Infektion mit einem großen Risiko verbunden wäre. Auch bei Kindern besteht die Gefahr von Hospitalisierungen aufgrund von Covid-Infektionen bzw. von Long-Covid-Symptomen.

Fakt ist schließlich, dass wir alle durch ein solidarisches Miteinander und vor allem im Interesse der jungen Menschen in unserem Land möglichst schnell raus aus dieser Pandemie müssen, damit es wieder ein normales Leben und damit einen normalen Schulalltag geben kann, indem es keine Masken mehr geben wird, indem wir ein Lachen oder Traurigsein von den Lippen ablesen können und sich Menschen angstfrei werden umarmen können.

 

 

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