
US-Präsident Trump – so die Nachrichten am heutigen Tag – droht in seiner ungebremst dumm-dreisten Art, den Iran „in die Hölle zu prügeln“. Der 7. März 2026 war wieder ein Kriegstag – von der Ukraine bis in den Nahen Osten und in Dutzenden anderen Ländern auf dem bedrohten Planeten. Diesseits der bös-grausamen Wirklichkeiten habe ich als Privilegierter die Möglichkeit, das erhofft Schöne gnadenhaft zu erfahren. An diesem 7. März bin ich wieder mit einer Gruppe des AV-Hall unterwegs. Mit der brutalen Hölle des Krieges und den Trumpschen Höllendrohungen hat aber der Höllkopf und das darunter liegende Hölltörl – unser Ziel für heute – nichts gemeinsam.
Unser Tourenziel liegt in den westlichen Mieminger Bergen. In diesem schneearmen Winter ist die Rodelbahn vom Gasthof Arzkasten hinein zum Lehnberghaus an wenigen Stellen schon aper. Es geht von dort in die „Hölle“, einem breiten Talboden umgeben von imposanten Felsbergen. Im Osten ist die Wankspitze, im Norden die Grünsteinscharte und im Westen geht es hinauf zum Hölltörl. Der Schnee firnt zunehmend mehr auf. Harscheisen braucht es nicht mehr. Im weichen Schnee lassen sich die Spitzkehren im steileren Bereich leicht machen. Es ist warm wie im Mai. Am Gipfel staune ich über die felsigen Gipfel ringsum. Sie erinnern an die Dolomiten. Saharastaub liegt vor allem über den Gipfeln im Süden. Die Aussicht am Höllkopf ist erhebend, auch wenn der Gipfel keine 2200 Meter hoch ist. Dort werde ich aufmerksam gemacht auf die Losung von Schneehühnern. Bei der Abfahrt hinunter in die Höll können die Ski im feinen Firn schmieren. Ich spanne dann noch einmal die Felle auf die Ski und sause über die Höllreisn auf die Grünsteinscharte – sie ist etwas höher als der Höllkopf, mache noch nordseitig einen Blick hinunter Richtung Coburger Hütte und schmiere im Firn zurück zum Lehnberghaus, wo die anderen meiner Gruppe inzwischen die Wirtschaft im Lehnberghaus genossen haben. Die Erfahrung von Gemeinschaft, die Erfahrung einer einzigartigen Bergwelt – das sind himmlischen Erfahrungen in höllischen Zeiten.