Wipptalerisches Wellenreiten mit Gravelbike

Startpunkt ist unter der Triumphpforte in Innsbruck. Mit unseren Gravelbikes schlängeln wir uns spätnachmittags aus der Stadt hinaus, weg von der hektischen Betriebsamkeit an diesem Fenstertag zwischen Fronleichnam und Wochenende. In Nord-Süd-Richtung gibt es zwischen Innenstadt und Wilten keinen Radweg oder Radstreifen. Der Pater-Reinisch-Weg beim Stubaitalbahnhof mündet in einem steilen Stich hinauf zur Brennerstraße. Die geht es nun hinein. Ein kräftiger Nordwind gibt Unterstützung. Kurz nach der Stefansbrücke zweigt die Gravelstrecke ab. Zu unserer Rechten ist nun der Taleinschnitt, der von der Ruetz gebildet wird. Irgendwie zählt dieses kleine und versteckte Tälchen wohl schon zum Stubaital. Zu unserer Linken ist das Wipptal mit der Sill, die sich tief unten eingegraben hat. Auf der A13, die wir nun mehrmals unterqueren, ist zähflüssiger Massenverkehr. Die Lkws fahren Stoßstange an Stoßstange. In Schönberg machen wir eine kleine Rast am „Goethebrunnen“ und denken an diesen Dichterfürsten. Von dort weg führt eine schmale asphaltierte Straße manchmal unterhalb der Autobahn und dann zum Schluss weit darüber bis nach Matrei. Die Wälder und Wiesen sind kräftig grün von den Regenfällen der letzten Tage. Schattenseitig ist es kühl. Schwarze Ölkäfer und Weinbergschnecken können ungestört die Fahrbahn queren und müssen nicht Angst haben, von einem Auto überfahren zu werden. Hier ist Fahrverbot für Motorisierte. Zurück geht es dann nach der spektakulären Hängebrücke bei Pfons über die Ellbögenstraße. Das ist wie Wellenreiten in der Abendsonne. Nach der rasanten Abfahrt von Patsch schließt sich in Innsbruck schließt der Kreis von 44 km verteilt auf 1200 Höhenmeter.

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