Verweilhaus

Keine Tür versperrt den Eingang.
Ich gehe hinein.
Kein Wachhund hält mich heute ab.
Ich wage den Schritt über die Schwelle.
Kein Dauerbeschäftigtsein raubt mir die Zeit.
Ich verweile ein wenig.

Der Himmel ist das Dach.
Ich kann die Weite ahnen.
Die Wände sind Natur.
Ich kann die Vögel hören.
Der Boden sind uralte Steine.
Ich kann Ewigkeit spüren.

Hier kann ich im Augenblick leben.
Vom Himmel könnte Regen kommen.
Hier sind die Sinne konzentriert.
Selbst der Herzschlag lässt sich hören.
Hier bin ich schutzlos.
Die Gegner warten schon.

Keine Tür versperrt den Ausgang.
Ich gehe hinaus.
Verlasse das Traumhaus.
Anders als vorher.

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