
Bei den Berichten über die Jugendlichen, die zuletzt aufgrund von Mischintoxikation gestorben sind, frage ich mich: Warum schafft es die Polizei nicht, jene Menschen ausfindig zu machen und zu bestrafen, die Drogen verkaufen. Sie sind die direkten Täter. Sie begehen kriminelle Straftaten. Wenn es immer wieder heißt, dass es geradezu Cliquen sind, in denen Drogen konsumiert werden: Warum ist es in diesen Zeiten so schwer, die Kriminellen zu stellen? Hier müssten auch die Jugendlichen selbst auf eine Weise befragt werden, woher die Drogen kommen, wer die Dealer sind, doch die haben aber Angst und Scham und schweigen. Wer immer sich auf Geschäfte mit den Dealern einlässt, lässt sich mit Straftätern ein! Es ist zu hoffen, dass die konsumierenden Jugendlichen den Mut und die Kraft haben, die Namen der Dealer freizugeben – damit ihre Freundinnen vor einem schrecklichen Tod bewahrt werden können. Mit den derzeitigen Überwachungsmöglichkeiten dürfte es doch bei dem nötigen Willen nicht so schwer sein, die Dealer und ihre Hintermänner ausfindig zu machen. Was sagt dazu die zuständige Landesrätin Astrid Mair? Es ist zu hoffen, dass auch aus den Reihen der Peers jene aufwachen, die bisher die Dealer geschützt haben. Man macht sich mitschuldig, wenn die Hintermänner ungestraft bleiben. Die Forderung der Grünen nach einem „geschützten Konsum- und Betreuungsraum“ scheint mir dagegen in eine falsche Richtung zu gehen. Es bräuchte hingegen wohl mehr Geld für pädagogische Einrichtungen und Therapieplätze, um gefährdeten Jugendlichen zu helfen.
Dr. Klaus Heidegger