Mütterliche Gottkraft

„Wie eine Mutter ihre Kinder tröstet
so tröste ich euch“ (Jes 66,13)

Gott im Trost
so viele suchen nach dir

„Wie eine Frau ihr Neugeborenes nicht vergisst
sie erbarmt sich doch über ihr leibliches Kind.
Selbst wenn sie es vergäße,
ich vergesse dich nicht!“ (Jes 49,15)

Gott im Erbarmen
so viele rufen nach dir

„Und ich wurde für sie wie die,
die einen Säugling an ihre Wange heben:
Ich neigte mich zu ihm,
gab ihm zu essen.“ (Hos 11,1-4)

Gott in Zärtlichkeit
so viele sehnen sich nach dir

 

Biblische Muttertagsgedanken

Lese ich in der Bibel, die gesamte meine ich, nicht nur im kleineren Teil des Neuen, dann entdecke ich immer wieder die Worte, wo von Gott wie von einer Mutter gesprochen wird, von einer Gottkraft, die wie eine Mutter ihren Sohn tröstet. (Jes 66,13) So im Buch Jesaja, das Bezug nimmt auf die Situation extremer Verfolgung für das Volk Israel. Gott finde ich im Trost. Wo getröstet wird und nicht angeklagt wird, dort ist Gott zu finden. Wo eine tröstende Umarmung Wärme erfahren lässt, ist göttliche Kraft spürbar. Dieser Trost ist bedingungslos – so wie eben eine Mutter ihr eigenes Kind liebt. Auch das finden wie im 49. Kapitel beim Propheten Jesaja. Gott wird erfahrbar in einer Kraft, auf die wir uns so ganz verlassen können. Sie „vergisst uns nicht“, „so wie eine Mutter ihr leibliches Kind nicht vergisst“. Gott ist in Zärtlichkeit zu finden, jenem Lieblingswort von Papst Franziskus. Im Buch Hosea wird Gott beschrieben wie eine Mutter, die ihr Kind an die Wange hebt, sich ihm zuneigt und ihm zu essen gibt. (Hos 11,1-4) Vor dieser Gottkraft brauchen wir keine Angst zu haben wie ein Kind, das in einer gelingenden Mutterbeziehung ihrer Mama vertrauen darf. Wir können diese Gottkraft schmecken und sie macht uns stark. (1 Petr 2,2f) Sie kann uns Heil und Rettung sein. Jesus selbst lebte so ganz aus dieser Grunderfahrung des Volkes Israel. Er vergleicht Gott mit einer Vogelmutter, die ihre Küken unter ihre Flügel sammelt (Mt 23,37), oder mit Gott als Bäckerin, wenn er von der Gottesherrschaft spricht (Mt 13,33).

Klaus Heidegger, Muttertag, 9.5.2021

(Bild: Im Aufstieg von Vent über Martin-Busch-Hütte zum Similaun 3606m)

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