Rennradrund um das Kaisergebirge

Sabbatical-Zeit. Aufwachen ohne äußere Verpflichtung. Mit VVT-Ticket und Radmonatskarte, in typischem Herbstwetter mit Morgennebelfeldern und milchig-weißem Novembersonnenlicht. Nochmals die Rennradreifen auf 6 bar aufpumpen, nochmals bevor im Winter die Luft in den Tälern blau-gräulich vom Smog sein wird, nochmals bevor das Salz auf den Straßen das Rad und der Staub vom zermahlten Splitt die Lunge…

Gletscherleben 2

dünn gewordenverletzlich dünnzerfetzt die Hautwie am Körper eines Ausgeraubtennackt die Felsen darunter1,5 Grad schreib ich verzweifelt wunscherfüllt in den Schnee riesengroße Liftstützenmodernste Technik bis auf 3200 Meterdas Holzkreuz auf der Hinteren Karlesspitze liegt darniederals bräuchte es nicht mehr die Botschaft des Kreuzesdie Verankerungen der Versicherungen hinauf auf den Gipfel sind lockerungebundener Neuschnee liegt in den…

Zwei Welten sich treffen

Autokolonne wälzt sich lärmend durch das Tal,riesige Parkflächen mit Tausenden Autos am Ende,gigantische stählerne Stützen auf massiven betonernen Sockeln,im letzten Eis eines einst mächtigen Gletschers verankert,pulvriger Neuschnee bedeckt seine Wunden,kühne Bahnen mit stählernen Seilen gespannt,Tausende in höchste Höhen hinaufgebracht,Musik aus Lautsprechern dröhnt,hochalpine Landschaft als Playground gestaltet,Schneekanonen fehlendes Weiß ergänzend:Hochgebirge und nicht Stadt ist um dich….

Sardische Augenblicke

im glasklaren Wassertürkisgrün und tiefblauschneeweiße Wellenkronen daraufSchwärme von Fischen darinich lasse mich tragen vom Wassersalziges Wasser schmeckt nach Tränenich tauche hinein in den Augenblick auf der Klippe an der Steilküstehellweiß und ockergelbWinde riechen nach Meergrenzenlos der Blickam Rande der Abgründeganz so wie die Sehnsucht nach Lebenich atme den Augenblick durch duftende Macchiagrün in allen SchattierungenSträucher…

Bergradeln auf Sardinien – Teil 2

Tag 1: Sardinienreise mit Rad, Bus und Fähre „Wie kann ich verantwortlich und ökologisch-ethisch korrekt verreisen?“, frage ich mich stets, wenn ich ein neues Land entdecken möchte. Mein Nachdenken darüber soll nicht Kritik an jenen sein, die mit Flieger und Auto unterwegs sind. Wo die Grenzen liegen, ist stets Sache des individuellen Gewissens und der…

Herbstliche Farbenspiele

unter dem tiefblauen Himmelder grenzenlos ist wie ein Sehnenund unergründlich weit wie die Seeleträume ich mich ins Jetzt im goldfarbenen Hochmoorweich zwischen plätschernden Bächleinsanft gestreichelt von hellbraunen Halmenspüre ich mich im Hier im türkisgrünen Wasser des Bergseeswohltuende glasklare Kältedas Weiß der schneebedeckten Berge sich widerspiegelnderlebe ich mich im Jetzt und im Hier klaus h., 17.10.2022…

Einsames Bergradfahren in goldgelben Gebirgswäldern

Sabbatical-Zeit. Wehmütig sehe ich vom Zug aus im Morgendunkel meine Schule. Ich vermisse es, mit den Schülerinnen und Schülern an Fragen des Glaubens zu arbeiten. Dafür habe ich Zeit, um einfach irgendwo – ganz spontan – andere Gebiete zu entdecken und neue Radrouten auszuprobieren, die nicht in gewohntem Umkreis sind. Start ist wieder Kufstein-Bahnhof. Am…

Herbstliche Rennradrunde im Grenzgebiet

Kufstein und Wahlsonntag Die Straßen sind nass von vergangener Regennacht. Wolken und Nebel hängen in den buntgefärbten Laubmischwäldern. Der Start ist an diesem Herbstsonntag in Kufstein. Zuletzt fuhr ich die klassische Runde Kufstein-Thiersee-Bayrisch Zell-Tatzlwurm-Oberaudorf-Kufstein vor vielen Jahren in Begleitung meines rennradbegeisterten jungen Sohnes. Damals nicht alleine. Die mächtige Festung Kufstein im Rücken und unter den…