wahrheitssuchend

in einer digital gewordenen Welt,in der Flut der Feeds,suche ich das Analoge,das Begreifbare, das Fühlbare; in einer Welt voller Fake-News,mit KI-generierten Deepfakes und Hoax-Bildern,sehne ich mich nach dem Wahren,den Fakten, dem Verifizierbaren; in einer Welt dumm-dreister Verschwörungsmythen,in einer Negation der Wissenschaften und Fakten,orientiere ich mich an der Vernunft,dem Logischen, dem Überprüfbaren; es gibt das Wahre…

Die weiße Fahne: Kraft und Stärke liegen in der Kapitulation

Ich besuche die aktuelle Ausstellung in der Albertina Modern. Die Retroperspektive zeigt einige der bekanntesten Werke aus dem fünfzigjährigen Schaffen von Marina Abramovic. Allein das eine Bild, das ich von ihr kannte und gerne bei meinen Vorträgen zu Friedensthemen verwendete, hätte mir schon genügt, um mich mit der weltweit bekanntesten Performance-Künstlerin zu beschäftigen. „The Hero“…

Radelnd eintauchen in Natur und Geschichte

Milliarden goldener Nadeln erzählen vom zarten Grün des Frühlings und leuchten strahlend im Licht der herbstlichen Sonne. Föhnwind weht durch die Lärchenhaine und löst die Nadeln von den Bäumen. Es ist so still, als könnte ich hören, wie die Nadeln auf den Boden fallen oder wie ein Eichhörnchen über meinen Weg hüpft. Die Wiesen riechen…

Durch Pfützen durch das Pfitschtal: Kulturerleben folgt Naturerleben

Natur: Pfitsch wie Pfütze Samstag, der 2. August 2025. Der Wetterbericht hatte kräftigen Regen vorhergesagt. So ist es auch. Bergsport heißt für mich nicht, mich vom Regenwetter abhalten zu lassen. Anfangs geht es mit unseren Mountainbikes vom Pfitscherjoch-Haus noch regenfrei den gut ausgebauten Karrenweg ins Pfitschtal hinunter. Eine spontane Regenerationspause legt sich beim Dorfwirt in…

Rationalität als Denkstruktur statt Hysterie: Nachgedanken zum ESC in Basel

Mein literarischer Impuls zu dem aktuellen nationalen Pathos über den Sieg von JJ beim Eurovisions-Song-Contest ist auf Zustimmung und Widerspruch gestoßen. Als Fan einer diskursiven Ethik in der Tradition von Jürgen Habermas schätze ich Widerspruch, weil uns im Sinne von Hegel das dialektische Denken im Wechselspiel von These-Antithese-Synthese in der Wahrheitssuche weiterbringen kann.  Wenn ich…

Lichtvolle Inspiration gegen kriegsgeile Gedenkkultur

Schon immer haben mich die „Schwarzen Mander“ mit kaltem Schauer abgeschreckt. Die 28 überlebensgroßen Bronzefiguren bewachen das Pseudo-Grabmal von Kaiser Maximilian I. in der Innsbrucker Hofkirche. Eigentlich sind es nur zwanzig Männergestalten, weil tatsächlich sind acht Frauen dabei, aber die werden in der Herrschaftsgeschichte meist mitgemeint. Eigentlich ist das Grabmal irgendwie ein Fake, weil der…

Make love not war – Gedanken zum Fest Mariä Empfängnis

Notre-Dame von Marc Chagall Das Hochfest von der „unbefleckten Empfängnis Mariens“ – kurz „Mariä Empfängnis“ zählt zu meinen Lieblingsfesten, weil es auch von meiner eigenen Sehnsucht nach einer Welt erzählt, die nicht beherrscht ist von Kriegen und Zerstörungen. Um mich der Bedeutung des Festes anzunähern, wähle ich aus aktuellen Gründen eine Lithographie von Marc Chagall….

Zwischen vernunftgeleiteter Hochachtung für den Islam und islamophober Ablehnung

Die eine Seite: Islamophobie und antiislamischer Populismus Die soeben publizierte Rechtsextremismusstudie des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands – veröffentlicht am 26.11.2024 – bringt auch mit Blick auf die Einstellung der österreichischen Bevölkerung zum Islam erschreckende Ergebnisse zutage. Befragt, ob man Muslime als Nachbarn wolle, antworteten 36 % mit einem Nein. 26 % der Befragten finden weiters,…

Künstlerische Einheitserfahrungen mit Bildern von Marc Chagall

Wenn ich gefragt werden würde, wer meine Lieblingsmaler sind, so ginge ich mit dem Antworten wohl zunächst von mir aus, meinem Sein und Streben, meinen Gedanken und Empfindungen, die stets in Interaktion zueinander sind. Dann würde ich auf solches Fragen sofort eine Antwort parat haben: Marc Chagall. Eine große Ausstellung in der Albertina schenkt mir…

Zwischen dem gezogenen Schwert der Bavaria und dem Zepter Mariens

Ein 13. Oktober Abendoktobersonne lässt die vergoldete Marienstatue hoch oben auf der Mariensäule am Marienplatz noch goldener erscheinen. Es ist ein 13. Oktober, ein Datum, das in der katholischen Tradition mit dem Sonnenwunder von Fatima besetzt ist. Für alle, die an besondere Wunderphänomene denken, für alle, die glauben, dass mit der Kraft von Gebeten die…