Habicht – ein mächtiger Gipfel über dystopischen Weltbefindlichkeiten und ihnen doch nahe

Als wir um 6.00 Uhr vom Gasthof Feuerstein im hinteren Gschnitztal starten, dämmert die Nacht in den Tag hinein. Es geht zunächst über den Gschnitzbach und im Dunkeln lassen sich die Umrisse eines verlassenen alten Bauernhofes erahnen. Ein Gelbschild zeigt: Innsbrucker Hütte 3 Stunden. Zügig gewinnen wir auf dem alten Schäfersteig an Höhe. Es riecht…

Von Steinach zum Padasterjochhaus und auf die Kirchdachspitze

Das spätsommerliche Wetter mit spätsommerlicher Morgenkühle und tiefblauem Himmel nützen nicht nur wir. Die Radabstellplätze im Zug sind übervoll und ein verständnisvoller Schaffner lässt auch in anderen Bereichen zu, dass noch Räder hineingestellt werden. Bahnhof Steinach ist Startpunkt. Schon bei der Fahrt hinein ins Gschnitztal wird weit hinten die mächtige Kirchdachspitze sichtbar. Sie sieht wirklich…

wortlos Worte finden gegen den Schrecken

keine Worte gibt es,die große genug wären um das Entsetzen zu beschreiben,wenn Abertausende sterben,wenn genozidale Verbrechen verübt werden,wenn Völkerrecht täglich neu gebrochen wird,wenn Menschen ihre Häuser und Olivenbäume verlieren,wenn Krankenhäuser und Schulen bombardiert werden,wenn auf Journalistinnen und Journalisten bewusst geschossen wird,wenn eine halbe Million Menschen hungertund die Schwächsten an einem elendiglichen Hungertod sterben, noch mehr…

3019 Höhenmeter, 2 Höhen und viele Gedanken dazwischen: Mit dem Rennrad von Imst über den Pillersattel auf den Kaunertaler Gletscher und zurück nach Landeck

Die Kühle des kommenden Herbstes reicht in den späten Sommer. Ein wolkenloser Tag beginnt, geeignet für etwas Größeres, passend für eine Rennradtour auf meiner Alt-Heim-Strecke. Startpunkt: Imst-Bahnhof. Auf der Pitztaler Landesstraße kommt mir der Morgen-Pendler-Kolonnenverkehr entgegen. Die Autofahrenden werden sich über die zuletzt beschlossene erhöhte Pendlerpauschale freuen. Meine Liebe zum Rennradfahren habe ich auf diesen…

Ein neuer Kriegstag, ein neuer Sonnentag und zwei ganz andere Sprachen

Meine Seele pendelt zwischen den beiden Extremen und es kommt nicht zur Ruhe das Pendeln der Seele zwischen den beiden Extremen, pendelt zwischen den Nachrichten vom Grauen der Kriege und dem Blau des Himmels über den schon herbstlich gefühlten Bergen mit all ihrer Schönheit. In Interviews und Talkshows erklären Generäle und Professoren von militärischen Akademien,…

Weltvergessende Gegenwärtigkeit auf der Zillertaler Höhenstraße

Rennradfahren hinein in die Täler und hinauf in die Höhen hat für mich auch mit Flucht zu tun: Weg von den dystopischen Bildern in den Medien, die mir oft schwer auf der Seele liegen; weg von den Nachrichten über die Kriege und all das Gerede und Geschreibe, man müsste militärisch aufrüsten, um stärker als der…

Blau und Weiß statt Blutrot

Blutrot ist der Teppich, der Putin ausgelegt wurde, um mit einem anderen Autokraten ins Gespräch zu kommen. Rot wie das Blut der 250.000 Soldaten, die er bereits im Kampf gegen die Ukraine auf den Schlachtfeldern opfern ließ;  rot wie das Blut der 750.000, die verstümmelt und verwundet und „kampfunfähig“ geschossen wurden; rot wie das Blut…

Hochfeiler: auf den Höchsten der Zillertaler Alpen

Lang und schön und sanft ansteigend ist das Hochtal, das vom kleinen Weiler Stein im hinteren Pfitscher-Tal zur Hochfeiler-Hütte führt. Von der Pfitscher-Joch-Straße biegt rechts ein Steig ab. Es geht über eine imposante Holzbrücke über der Schlucht des Oberbergbachs und dann stets hoch über dem Gliderbach den Flanken entlang. Der Steig ist gut begehbar. An…

Die frohe Botschaft von individueller und struktureller Barmherzigkeit

Der barmherzige Samariter im Bild von Vincent van Gogh Als ich mit meinen Schülerinnen und Schülern über biblische Stellen arbeiten konnte, begann ich fächerübergreifend oft mit Bildern großer Meister, die wie ein Schlüssel zum besseren Verständnis dienen. Vincent van Gogh hat sein Bild zum Gleichnis vom barmherzigen Samariter im Jahr 1889 zwei Monate vor seinem…